Forum: Politik
Politische Paralyse: Ein Land steht still
DPA

Die Hysterie in der Migrationsdebatte hat dramatische Folgen: Auf der Strecke bleiben die großen Zukunftsfragen. Worum wir uns eigentlich kümmern sollten.

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kaffeepause9h30 11.09.2018, 19:56
280.

Zitat von Paddel2
Richtige Problemerkennung, aber falsche Ursachenanalyse. Das Problem ist nicht die Migrationsdebatte, sondern das sture Festhalten an der schwarzen Null. Die wird nur erreicht, weil bei der Polizei, bei Gerichten und an der Bildung gespart wird. Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Bildung sind die Säulen unserer Gesellschaft und die müssen wieder gestärkt werden. Die irrationale deutsche Angst vor Schulden lähmt unser Land. Hier benötigen die Menschen auch mediale Aufklärung. In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen und niedriger Zinsen sollte kräftig investiert werden. Statt dessen bereiten wir den Boden für eine Rezession und gelangen in Zeiten höherer Zinsen in Investitionsdruck. Das ist absurd.
Das ist leider nur die halbe Wahrheit! Durch die Akademisierung, die uns von der OECD eingequatscht wurde, haben wir es geschafft, unser weltweit führendes "duale Ausbildungssystem" in die Grütze zu fahren. Zurzeit bereiten sich nach und nach die Handwerker, Facharbeiter und kaufmännischen Angestellt*innen der Geburtsjahrgänge 1955-1965 auf den Ruhestand und Renteneintritt vor. Das damit verbundene Know-how wird in 10 Jahren unwiederbringlich verschwunden sein und Deutschland wird allergrößte Probleme bekommen, seinen Wohlstand aufrecht zu erhalten. Selbst wenn wir jetzt alles Geld für neue Schulen, Bildung, Polizei und Justiz raushauen würden; es fehlte immer noch an allen Ecken und Enden am qualifizierten Nachwuchs und Personal, was auch in der Lage wäre, das Geld sachgerecht und gezielt auszugeben, und die Projekte zeitnah ins Werk zu setzen. Was heute dabei rauskommt: siehe BER, siehe S21, siehe Kölner Oper, U-Bahnbau usw.usw...

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Mobaaga 11.09.2018, 20:43
281. Was war zuerst da? Huhn oder Ei?

Ich glaube in der Beschreibung der Situation, in der sich unser Land, unsere Gesellschaft gegenwärtige befindet, schleichen sich bei einige Autoren, so auch bei Herrn Nils Minkmar, frappierende Fehler ab.
Die Entwicklung seit 2015 lapidar damit abzutun "....wenn es nun mal so ist, dann ist es eben so....!", geht den eigentlichen Gründen nicht annähernd auf den Grund. Ich versuche mal, die Lage etwas ausführlicher aus der Sicht eines "stinknormalen" Bürgers dieses Landes zu beschreiben:
Glaube nicht einfach, was Dir erzählt wird. - Überprüfe gründlich die Quellen und gelange dadurch zum Wissen!
Unsere momentane gesellschaftliche Situation in unserem Land erfordert diese Richtigstellung, denn
wer schweigt, stimmt zu!
Die Ursache von Leid ist Unbewusstheit.
Wahrheit kommt immer ans Licht, entspricht sie den Tatsachen und sie bleibt übrig, wenn Lüge aufgegeben wird.
Wir erkennen sie mit dem Herzen. Sie ist es, die heilt.
Gesellschaftskritik und Meinungsfreiheit gehören zu einem frei gewählten Rechtsstaat mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung!
Mit einem großen Aufgebot talentierter Gauck-ler, gut bezahlter Laienschauspieler, brillanter Wortkunst und verschwenderischer Bühnentechnik wird das sprachlose, tolerante Publikum unter-halten und gerät mitwirkend, in das Schauspiel "Angies Machtkunst".
Das skurrile Drama veranschaulicht Wirkungsweise und gesellschaftliche Folgen von tiefer Unbewusstheit aller Mitwirkenden.
Das Feld der Meinungsfreiheit ist professionell vermint.
Unbequeme Fakten werden zu Thesen, Rechtsauffassungen oder Verschwörungstheorien verklärt.
Wer mutig Wahrheit, Recht und Selbstbestimmung einfordert, oder volkspädagogisch gewünschte Inhalte anzweifelt, gefährdet Reputation, Arbeitsplatz und Existenz.
Eine erfundene sogenannte "Reichsbürgerzugehörigkeit" oder allein schon der Verdacht auf Nazi-Nähe, dienen als ideales Werkzeug zur Verfolgung von Dissidenten und Andersdenkenden. Das Denunziantentum hat wieder Hochkonjunktur, dabei werden ganze Städte und Regionen heuchlerisch verunglimpft und diffamiert.
Warum dieser Kunstgriff? Cui bono?
Das Verwirrspiel um Ego, Macht und astronomische Geldsummen, endet durch das Resonanzgesetz in der
Enttäuschung und Selbstverantwortung aller Mitwirkenden!
Die Millionen Kriegsopfer unserer sowjetischen Befreier sind wohl schon vergessen, erleben wir doch wieder Täuschung, Aufrüstung und Hetze gegen Russland.
Auch die Russen lieben ihre Heimat, in der man respektiert wird, souverän und ungestört in Frieden leben will. Die Freundschaft zwischen dem deutschen Volk und den russischen Völkern war und ist der Garant für Frieden und Wohlstand in Europa.
Schauen wir genau hin, spiegelt die Weltpolitik unsere eigenen Probleme und Lebenslügen wieder, die wir nur eigenverantwortlich lösen können.
Aufrecht für Frieden, Einigkeit und Recht und Freiheit.
Als "Mir Reich´ts -bürger" distanziere ich mich entschieden von sogenannten „Reichsbürgern“ und deren Ideologien, sowie von Gewalt, Hetze und dem Maulkorb gegen Andersdenkende!!!

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Mobaaga 11.09.2018, 20:55
282.

Zitat von guentwag
Das ist ja wohl die moralische Oberkeule! Der Bürger darf nicht sein Unwohlsein darüber zum Ausdruck bringen, dass er sich in seiner Heimat mittlerweile als Fremder fühlt und sich angesichts gefühlter zunehmender Gewalt durch Ausländer bedroht sieht, er soll auch noch die Verantwortung für die Untätigkeit der Regierung tragen! Da fällt mir nur noch Brechts "Maßnahme"ein. Sinngemäß: Dann soll doch sich die Regierung [und der Journalist] ein anderes Volk [ein anderes Publikum] wählen!
Ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu....
Frau Merkel sagte ja bereits, dass Deutschland nicht mehr ihr Land sei, wenn es darum geht, anderen Menschen zu helfen.
Nur den eigenen Bürgern will sie nicht helfen (Thema: "Abgasskandal", "Altenpflege" und, und, und).
Tja, da wird sich Madame wohl doch ein anderes Volk suchen müssen....
Ich möchte nicht länger Gast im eigenen Land sein und jeden Tag irgendwo davon lesen, dass irgendein armer, gerade vor dem Tode geretteter Zuwanderer aus lauter Dankbarkeit einen Deutschen abgestochen hat, oder eine von unseren Frauen oder Töchtern vergewaltigt hat.
ICH WILL DAS NICHT.
Frau Merkel hat vor 3 Jahren niemanden von uns gefragt, ob wir das überhaupt schaffen wollen...!

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Hypatia II 11.09.2018, 21:22
283. Pointiert und treffend

Alles richtig und die Migrationsdebatte wird seit Jahren ihrerseits instrumentalisiert, um von den enormen politischen Defiziten und wirtschaftlichen Schieflagen abzulenken und um Kräfte zu binden und sich in dieser Bindung sinnlos verbrauchen zu lassen.
Auffällig ist seitens der Politik derzeit der Beifall für das bürgerschaftliche Engagement gegen Rechts von seiten derselben Funktionsträger, die selbst eigentlich nichts tun gegen Rechts.
Ohne dieses derzeit hochfrequente Engagement, das als vermeintlich wirksame Gegenwehr gegen die rechtsextremen Ausschreitungen abgerufen wird, würde viel stärker auffallen, dass Behörden und Legislative schlicht nichts tun und der Exekutive offenbar die Hände gebunden sind.
Oder woran liegt es, dass Funktionäre der rechtsextremen Szene nicht stante pede verhaftet werden, wenn sie in Goebbelsmanier zum 'Rassenkrieg' aufrufen (Köckert, Thügida) oder den Linken damit drohen, sie würden "brennen" (eine rechtsextreme Aktivistin)? Warum lässt man Leute wie Höcke einfach machen, wenn sie als politische Funktionäre einer angeblich demokratischen Partei das absehbare Ende der Demokratie lobpreisen und "Märsche" organisieren, zu denen das rechtsextreme Spektrum zusammengerufen, in denen es in seinem Hass gebündelt wird?
Welche seltsame Weltvorstellung misst den Stellenwert von Straftaten, von Verletzungen des Grundgesetzes, von Aufrufen zu Mord und 'Vergeltung' (nicht etwa an den konkreten Tätern, sondern an anderen Unschuldigen) an der Frage, auf welcher Seite sich eine "Mehrheit" findet. Ohne die Köpfe, die sich offenbar auf dem Fundament der parlamentarischen AfD-Stabilisierung jetzt anschicken, die rechsextreme Offensive zu bündeln, würde diese gar nicht funktionieren, das weiß doch auch jeder.
Diese Aspekte scheinen vielleicht das Thema des Artikels gerade zu konterkarieren, aber die Insuffizienz einer in der Endlosschleife der Migrationsdebatte sich derzeit in einem akuten Schub entwickelnden und vor allem erschreckend viele Menschen absorbierenden mentalen Blase, in der es kein anderes Thema mehr gibt, ist andererseits bezeichnend für den Gesamtzustand eines Landes, das sich insgesamt immer weiter von der Realität und ihren Herausforderungen entfernt, das in gewisser Weise seine Selbsterhaltung aufgegeben zu haben scheint.

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gerd0210 11.09.2018, 21:38
284.

Zitat von Paddel2
Richtige Problemerkennung, aber falsche Ursachenanalyse. Das Problem ist nicht die Migrationsdebatte, sondern das sture Festhalten an der schwarzen Null. Die wird nur erreicht, weil bei der Polizei, bei Gerichten und an der Bildung gespart wird. Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Bildung sind die Säulen unserer Gesellschaft und die müssen wieder gestärkt werden. Die irrationale deutsche Angst vor Schulden lähmt unser Land. Hier benötigen die Menschen auch mediale Aufklärung. In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen und niedriger Zinsen sollte kräftig investiert werden. Statt dessen bereiten wir den Boden für eine Rezession und gelangen in Zeiten höherer Zinsen in Investitionsdruck. Das ist absurd.
Und Schulden tilgen Sie, wenn kein Geld mehr da ist?

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Ökofred 11.09.2018, 21:44
285. dann geh doch rüber!

Zitat von Mobaaga
Ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu.... Frau Merkel sagte ja bereits, dass Deutschland nicht mehr ihr Land sei, wenn es darum geht, anderen Menschen zu helfen. Nur den eigenen Bürgern will sie nicht helfen (Thema: "Abgasskandal", "Altenpflege" und, und, und). Tja, da wird sich Madame wohl doch ein anderes Volk suchen müssen.... Ich möchte nicht länger Gast im eigenen Land sein und jeden Tag irgendwo davon lesen, dass irgendein armer, gerade vor dem Tode geretteter Zuwanderer aus lauter Dankbarkeit einen Deutschen abgestochen hat, oder eine von unseren Frauen oder Töchtern vergewaltigt hat. ICH WILL DAS NICHT. Frau Merkel hat vor 3 Jahren niemanden von uns gefragt, ob wir das überhaupt schaffen wollen...!
Ihr Beitrag disqualifiziert Sie von selbst. Aber auch Ihnen kann geholfen werden.
In den USA warten Sie auf Menschen mit Ihren Überzeugungen! Im Zweifel reicht auch Österreich.

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Teigkonaut 11.09.2018, 22:24
286. Debatten lassen sich nicht verordnen

Was den Menschen wichtig ist und was nicht entscheiden ihre Alltagserfahrungen. Und da ist die Migrationsdebatte offenbar ein Thema was viele Menschen umtreibt. Ich kann das gut verstehen, denn am Beispiel Berlin zeigt sich welche dramatischen Folgen die ungesteuerte Migration hat. Seit Wochen liefern sich dort arabische Clans gewalttätige Auseinandersetzungen, Menschen sterben dabei und Unbeteiligte in der Nachbarschaft haben plötzlich Angst auf offener Strasse erschossen zu werden. Die Berliner Polizei schafft es bisher nicht diese Auswüchse einzudämmen. Öffentliche Plätze wie der Görlitzer Park haben sich längst zur rechtsfreien Zone entwickelt. Und da wundert sich ein SPON-Kommentator weshalb dieses Thema die Menschen bewegt.

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Ökofred 11.09.2018, 22:25
287. aha

Zitat von kaffeepause9h30
Das ist leider nur die halbe Wahrheit! Durch die Akademisierung, die uns von der OECD eingequatscht wurde, haben wir es geschafft, unser weltweit führendes "duale Ausbildungssystem" in die Grütze zu fahren. Zurzeit bereiten sich nach und nach die Handwerker, Facharbeiter und kaufmännischen Angestellt*innen der Geburtsjahrgänge 1955-1965 auf den Ruhestand und Renteneintritt vor. Das damit verbundene Know-how wird in 10 Jahren unwiederbringlich verschwunden sein und Deutschland wird allergrößte Probleme bekommen, seinen Wohlstand aufrecht zu erhalten. Selbst wenn wir jetzt alles Geld für neue Schulen, Bildung, Polizei und Justiz raushauen würden; es fehlte immer noch an allen Ecken und Enden am qualifizierten Nachwuchs und Personal, was auch in der Lage wäre, das Geld sachgerecht und gezielt auszugeben, und die Projekte zeitnah ins Werk zu setzen. Was heute dabei rauskommt: siehe BER, siehe S21, siehe Kölner Oper, U-Bahnbau usw.usw...
JA klar, 1/3 der Auszubildenden bricht die Ausbildung ab. Logo da quatschen die Leute von der OECD den Auszubildenen ständig rein oder so, so dass die Genialität des Systems nicht erkennen... naja ist ja nicht so schwer, mehr zahlen und sich ein bisschen auf die jungen Leute einstellen, dann klappts auch mit dem Nachwuchs. Ansonsten, die ganzen Informatiker und BWLer finden ja auch gut bezahlte Arbeit...

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