Forum: Politik
Porträt eines griechischen NS-Opfers: Der deutsche Fluch
Bundesarchiv

Als Kind dachte Giannis Syngelakis, dass Frauen immer Schwarz tragen. Sein Vater wurde mit Hunderten anderer bei einem NS-Massaker auf Kreta ermordet. Der Verlust hat Syngelakis' Leben geprägt.

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Saturn48 19.07.2015, 12:04
10. Hört auf

mit diesem Schwachsinn. Kriege gab es immer und wird es immer geben. Natürlich ist es schlimm was da passiert ist, nur mittlerweile ist die Zeit weiter gegangen, lasst die Toten ruhen wir als später Geborene müssen es nur besser machen und das tun wir doch. Und gibt es nicht genug Probleme Ukraine IS Syrien Irak nur um die bekannten Brennpunkte zu nennen wie viele unbeachtete Kriege gibt es sonst noch auf der Welt. Wer macht da von den Kriegsparteien dann irgendwann was gut ???
Nochmals hört auf damit und was in # 3 steht ist wohl auch nicht so falsch.

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ekel-alfred 19.07.2015, 12:04
11. Alle Deutschen?

Zitat von spiegelritter
Es sollen also die Kinder der Kinder der Kinder für diese Verbrechen zahlen, dass wer nochmal dies nicht nocheinmal tut?
Entweder wir führen die Sippenhaft ein, dann bleibt das ein Thema, oder wir müssen die Sache nun endlich mal (fiskalisch) begraben.

So kann es nicht ewig weitergehen. Wir sind jetzt einige Generationen weiter und tun so, als wäre der Krieg gestern zu Ende gegangen.

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ekel-alfred 19.07.2015, 12:05
12. Sommerloch?

Was mir gerade auffällt.....wieso bringt der Spiegel jetzt wieder Beiträge zu diesem Thema? Ist etwas ruhig geworden um Griechenland und man musste die Lücke sinnvoll stopfen?


**Kopfschüttel**

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Tornado 19.07.2015, 12:06
13. Selbstkasteiung

Die deutsche Presse (und allen voran der Spiegel) meint immer wieder an die NS Gräuel erinnern zu müssen. Das tut sie so ausgiebig, dass es dem Normaldeutschen inzwischen zum Hals heraus hängt täglich zu lesen, wie böse wir Deutschen waren - es tritt ein Abnutzungseffekt ein: man will es einfach nicht mehr hören. Es war Krieg, die Deutschen waren Kriegstreiber und es gab Kriegsverbrechen, ja - aber es ist 70 Jahre her und wie lange wollen wir uns noch damit kasteien? Gibt es etwa in Frankreich so ein intensives Reflektieren bezüglich der napoleonischen Kriege? Wie befassen sich die Italiener mit den Eroberungskriegen des alten Roms? Diskutiert man in GB die Kolonialverbrechen die über die Jahrhunderte geschehen sind? Hisst man in den USA die Nationalflagge im Gedenken an 30 Millionen Indiander die - weg sind? Wie sieht man in Russland die Eroberung von ganz Asien und die Ausrottung ganzer Völker? Genau - interessiert da keinen Schwanz - aber wir Deutschen werden uns noch im Jahre 3045 an das Kriegsende erinnern und uns kasteien, kasteien, kasteien. Lieber SPON, berichtet doch mal über die anderen Verbrechen in der Geschichte. Das Thema Nazis ist ausgelutscht. Es war bis sagen wir 1980 wichtig daran zu erinnern und es aufzuarbeiten. 2015 aber ist ein neues Jahrhundert, ein neues Jahrtausend sogar! Es ist wirklich rückwärtsgewandt und sogar rassistisch anzunehmen, dass die deutschen Verbrechen schlimmer seien als die anderer Völker.

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imlattig 19.07.2015, 12:09
14. was ist mit dem...

massaker in kundus? zivilisten ermorden und dann befoerdert werden.eine
unendliche geschichte.

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streetkarver 19.07.2015, 12:10
15. Hiroshima und Nagasaki

130000 fast ausschließlich Zivilisten, darunter 40000 koreanische Kriegsgefangene. Entschädigung, Fehlanzeige. Das Prinzip Erbsünde gibt es nur für Deutsche.

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Frickleburt Frogfart 19.07.2015, 12:10
16.

Zitat von Chris_7
Liebe Medien, liebe Politik. So als kleiner Vorgeschmack, wenn wir in absehbarer Zeit gegen den "IS" und seine Unterstützer kämpfen müssen. Dann sind genau das die Maßnahmen, die getroffen und konsequent umgesetzt werden müssen. Wenn aus einem Dorf heraus ein Angriff unterstützt oder auch nur nicht verhindert wird, dann sind solche Maßnahmen die einzigen, die zielorientiert wirksam sind. Denn die Partisanen sind da genau so skrupellos, wenn es um "Kollaborateure" geht. Und wenn die einen mit dem Tod drohen, die anderen nicht, dann ist die Seite, die dies nicht tut im Nachteil und wird nicht gewinnen....
Sie sollten es vielleicht einmal mit einer therapeutischen Behandlung versuchen. Oder zumindest mal den Aluhelm lüften, damit wieder frischer Wind ins Oberstübchen kommt.

Die Verbrechen der Wehrmacht in GR mit dem Terror des IS in heutiger Zeit zu rechtfertigen - da muss man erstmal drauf kommen. Respekt!

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patras 19.07.2015, 12:11
17.

Zitat von felisconcolor
passt hier nicht. Entweder mein Bild von den vielen Griechen die ich persönlich kenne und schätze, oder das Bild was uns hier in den Medien weiss gemacht werden soll. Weder die Griechen haben einen Groll gegen Deutsche noch Deutsche gegen Griechen. Was beiden gemeinsam ist, ist das (milde ausgedrückt) Unverständnis gegenüber der Regierungs- und Europapolitik. Und einer Kanzlerin die wohl eher in die Hölle gehen als auch nur ein Land aus dem europäischen Verbund heraus lassen würde. Das sollte mal differenzierter betrachtet werden. Dieses rumwühlen in alten Geschichten tut niemandem gut. Und schürt nur Hass wo keiner ist.
Doch, alles passt. Eine kleine Erfahrung meinerseits.
Ich war das erste Mal in meinem Leben 1978 in Kalavryta, hatte natrülich absolut keine Ahnung, was da gelaufen ist. Wenn man da hoch fährt, wird der Wahnsinn eigentlich komplett, nämlich, was machte die Wehrmacht in einem absolut abgeschiedenen Bergdorf? Ich bemerkte dann doch sehr viele schwarz gekleidete Frauen, überall, wohin ich kam, Fotos mit Trauerflor, das war so deutlich, dass ich nachfragte. In wenigen Worten wurde mir erklärt, was passiert war, ich fuhr dann auch zur Gedenkstätte mit der Auflistung aller erschossenen Männer. Das ist schon gigantisch, so viele Namen zu sehen und zu erkennen, dass da ganze Familien vernichtet wurden.
Ein Jahr später fuhr ich mit meinen Eltern dort hoch, auch sie, Kriegsgeneration, begriffen, was die deutschen Spuren wirklich bedeuteten. Nirgendwo schlug uns Hass entgegen, sehr viele Fragen an uns, aber kein Hass. Das hat mich tief beeindruckt. Jahre später begegnete ich dem damaligen Bürgermeister der Stadt, der hatte als 13 Jähriger überlebt, weil sein Vater und seine beiden Brüder vor ihm erschossen wurden und auf ihn gefallen waren.
Nein, ich als Person bin nicht verantwortlich, nein, die Nachgeborenen sind nicht verantwortlich - aber wir gehören dem Volk an, auf das ja so viele so stolz sind, das dieses und viele andere Gräueltaten begangen hat. Ich denke, als Deutsche müssen wir uns unserer Geschichte bewusst sein und bewusst damit umgehen. Ich habe Herrn Professor Hagen Fleischer sehr oft bei Diskussionen erlebt, er gehört zu denen, die keine persönliche Verantwortung haben, der sich aber als Deutscher stellt und heute Verantwortung übernimmt, und das macht einen Unterschied.

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EMU 19.07.2015, 12:12
18.

Ich kann Chris_7 und felisconcolor nur zustimmen:

Sobald sich die Zivilbevölkerung militärisch engagiert (Guerillas und deren Support, menschliche Schilde), wird der Krieg richtig dreckig und als reguläre Armee kann man dann nur aufgeben oder eben diese "Zivilisten" als legitime Ziele betrachten.

Ja, diese "sammelt x Leute pro toten Sodaten und erschiesst sie"-Anordnungen sind unmenschlich. Nur ist bisher keinem was besseres eingefallen. Einem Bekannten meines Vaters haben die Russen '45 seinen Vater erschossen. Irgendein Jäger wollte mit seiner Jagdflinte noch in einem Dorf bei Dresden den Krieg gewinnen. Konsequenz: jeder im Dorf, der männlich und zwischen 14 und 70 war, wurde an die Wand gestellt.

Die letzten, die versucht haben, anders Krieg zu führen, waren die Amis. Nur haben die weder in Afghanistan noch im Irak damit einen Blumentopf gewonnen. In beidne Fällen ist ein Sieg (also eine Beendigung der Kampfhandlungen ohne weiteren Widerstand) an genau dem Widerstand der nicht-uniformierten Kräfte gescheitert. Das heisst, die Amis haben auch keine bessere Lösung gefunden und daher ihre Niederlagen kassiert.

Auch was das griechische Verhältnis zu D angeht, das hab ich von meinen Kreta-Besuchen Mitte der 90er Jahre ganz anders in Erinnerung. Die Leute waren nett und freundlich zu mir und hatten eher ein Problem mit den jungen Briten, die da runter sind, um sich hemmungslos zu besaufen.

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abrigal 19.07.2015, 12:13
19.

Ich bin das Thema so leid und ich verstehe die Medien nicht mehr.
Gerade als Bewohner eine betroffenen Landes erstaunen mich die Bilder Von Menschenschlangen vor den Geldautomaten, aber keiner erwaehnt
die Schlangen vor den Suppenkuechen bei uns in Portugal.
Wir leben seit Jahren mit einer Mehrwertssteuer von 23 % und unser Durchschnittslohn liegt unter 700 Euro, der Mindestlohn bei 500 Euro.
Viele Rentner bekommen weniger als 400 Euro .
Gebt den noch Betroffenenen Griechen Ihre Entschaedigung aber wir alle wissen dass dieses geplanten Kredite nicht zurueckbezahlt werden.
Es war nicht der Euro der die Leute arm gemacht hat, das waren Sie schon Zu Drachmen bzw,. Escudo Zeiten. Damals musste ein Portugiesischer
Arbeiter fuer einen Fabfernseher von 90.000 Escuden, rund 3 Monate arbeiten, heute arbeitet er 3 Wochen. Die armen Rentner sind

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