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Präsident Donald Trump: Putins Werk, Clintons Beitrag
AFP

Eine Supermacht greift in den Wahlkampf einer anderen Supermacht ein: Der russische Cyberangriff in den USA ist ein Skandal. Vergessen sollte man nicht, dass Hillary Clinton für ihre Niederlage selbst verantwortlich ist.

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spon-facebook-10000228292 09.01.2017, 10:57
1. Richtig witzig ist,

das hier nicht das Versagen Clintons und der Wahrung geheimer Dokumente bzw. dem naiven Umgang mit ihnen, sondern dass diese Informationen geleakt wurden.
Mir ist es egal, wer die Daten geleakt hat, denn die Information ist interessant und nicht der Bote.

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Ein_denkender_Querulant 09.01.2017, 11:00
2. Wahrheiten oder Lügen?

Haben die Russen Lügen erzählt, oder Stimmiges an den Tag gebracht?`Das sie es einseitig und selektiv machten, dass es die Wahl hätte beeinflussen können, mag unschön sein, es gab aber einen guten Blick in demokratische Verhältnische der Partei. Aber wenn selbst der Chaos Computer Club keine eindeutige Herkunft erkennt, sagt das viel.

Irgendwie wirkt es nach der NSA-Affäre auf mich, als ob ein Schwerverbrecher schreit, weil ihn jemand bestohlen hat.

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spon-facebook-10000168153 09.01.2017, 11:01
3. Macht man sowas? Ja man macht!

"Erstens haben sie ihre Unterschrift unter ein Dokument gesetzt, mit dem sie ihren künftigen Chef in den Verdacht rücken, Präsident von Putins Gnaden zu sein. Das ist ein riskanter Schritt. Macht das jemand, der sich nicht sicher ist?" Nun die Amerikaner suchen im Irak immer noch nach den Atomwaffen. Die EU sollte die Amis und die Russen sehr kritisch betrachten.

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joes.world 09.01.2017, 11:03
4. So schön hat sich Clinton das ausgedacht, und so hart daran gearbeitet:

sie ist in der zweiten Amtszeit Obamas als Ministerin gegangen, um die Jahre zu nutzen, um alle wichtigen Player der Demokratischen Partei geschlossen hinter sich zu versammeln. Natürlich konnte ihr Bill dabei viel helfen. Der selber auch gerne wieder ins Weiße Haus eingezogen wäre. Monatelange Lobbying-Arbeit in eigener Sache. In den Hinterzimmern der Macht.

So konnte sie die Vorwahl der Demokraten hinter den Kulissen schön dirigieren. Nur ein halbwegs ernst zu nehmender Kandidat trat gegen sie an, dem aber keine echten Chancen eingeräumt wurden, die Vorwahlen zu gewinnen. Alle gefährlichen Kandidaten konnten von Clinton im Voraus abgewehrt werden. Ähnlich, wie es Putin bei seiner Präsidentenwahl macht: nur die zuzulassen, denen man keine Chance ausrechnet, gegen einen selber zu gewinnen.

Alle Stimmen der Superdeligierten hatte sich Clinton schon in den Jahren davor erarbeitet. Sie begann also den Vorwahlkampf mit einem immensen Vorsprung an Delegiertenstimmen für ihre Präsidentschaftsbewerbung. Und dann passierte es doch: der Außenseiter Sanders kam immer besser an. Das war so nicht vorgesehen. Also nützte Clinton ihre erarbeitete Machtstellung innerhalb der Demokraten und begann mit Intrigen gegen Sanders. Insgesamt wurde die Vorwahl der Demokraten immer mehr zur Farce.

Als dann Trump, entgegen alle Vorhersagen, doch gewann, war der Schock bittergroß. So groß, dass Clinton etwas tat, das seit vielen Jahrzehnten mehr, kein unterlegener Kandidat gemacht hatte: sie sprach nach der Wahlniederlage nicht zu ihren Wahlhelfern. Die harrten völlig umsonst in einer extra dafür angemieteten Halle aus, um die, für deren Erfolg sie Monate lang gelaufen und gerackert hatten, noch einmal zu sehen. Um von Clinton mit tröstenden Worten für ihre unbelohnte Arbeit, verabschiedet zu werden.

Denkste. Clinton brauchte diese Typen nun nicht mehr. Also kam sie auch nicht und ließ ihre Wahlhelfer, die meisten ehrenamtlich, schließlich von einem besseren Boten wegschicken, den Saal räumen. Und hier stimmte wohl der Spruch: in Extremsituationen lernst du erst den wahren Charakter eines Menschen kennen.

Aber dann nahm Clinton doch ihre Arbeit rasch wieder auf: vor der Wahl (als sie noch glaubte, sicher zu gewinnen) hatte man aus ihrem Lager Trump vorgeworfen, den Sieg seiner Konkurrentin nicht anerkennen zu wollen. So er verliert. Und genau dies tat Clinton nun selber: sie anerkannte Trumps Sieg nicht an. Denn sie setzte Taten, um die Wahl, nach der Wahl, doch noch zu drehen.

Die Grüne Kandidatin wollte just in den 3 Staaten, die Clinton zum Sieg fehlten, die Wahlen anfechten. Und nicht in den Staaten, in denen Clinton noch viel knapper gewonnen hatte. Und Clintons Anwälte waren von Anfang an voll dabei. Parallel dazu, wurde eine Petition im Internet gestartet, um Trumps Wahlmänner so unter Druck zu setzen, dass sie dann für sie anstatt ihm stimmen würden.

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DJ Bob 09.01.2017, 11:03
5. Sehr guter Beitrag

Aber selbst wenn Clinton einen Mitschuld für ihre Niederlage hat, bleibt denoch offen das zb in Pennsylvannia, Ohio,
Florida etc die Ergebnisse so eng waren da kann man schon auf die Idee kommen das Putins "Vorstoß" das Zünglein an die Waage war für den Sieg Trumps.
Auch die Einschätzung und glasklare Logik warum die Behauptung der 3 Sicherheitsdienste richtig wäre ist schlüssig. Mr Putin legt es drauf an "autoritäre" oder ähnliche Regierungen überall in der westlichen Welt man kann fast schon sagen zu "installieren" Da muss sich Obama die Frage gefallen zu lassen wie ein "Regionalmacht" das zustande bringen konnte.
Nur hat Putin eins vergessen Mr Trump sitzt bei weitem nicht fest im Sattel. Denn die normalerweise zugestandene ersten 100 Tagen für den Präsidenten ist im Zeitalter von Twitter Soziale Netzwerke nicht mehr existent.
Und wenn sein Klientel (und deren Geduld sehr dünn) merken das Ihre Jobs trotzdem weg sind oder sogar noch weiterhin wegfallen dann überlebt er politisch kein Jahr.
Ich hab das Gefühl das wir nächstes Jahr in den USA Neuwahlen haben..Warum eigentlich nicht?? Herr Schröder hat auch vorzeitig hingeschmissen

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Ottokar 09.01.2017, 11:03
6. Zeitenwende im Spiegel ?

Diesen Artikel hätte ich Herrn Veit Medick gar nicht zugetraut. Die heilige Hillary hat ihren Teil dazu beigetragen das sie die Wahl verloren hat ? Donnerwetter, aber danke für diesen Artikel der Mut beweist.

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bkarger 09.01.2017, 11:04
7. Herr Medick,

Auf der Grundlage von Behauptungen zu urteilen, dass Putin Frau Clinton gehackt haben soll, das ist schon dreist und hat nichts mit Journalismus zu tun, sondern ist reine Propaganda, zudem die Behauptungen von den größten Spionage Vereinen wie CIA,FBI und CIA zu kommen, die selbst he ug Dreck am Stecken haben.
Jornalismus ist was anderes !

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kaiservondeutschland 09.01.2017, 11:04
8. Gut zusammengefasst

Sehr gut zusammengefasst. Ich war zunächst der Meinung, dass Clinton Schuld ist, weil ihre einzigen Argumenten doch waren, dass sie eine Frau ist und ansonsten einfach nur Spitze. Das mag Wähler, denen es schlecht geht, nicht unbedingt ansprechen. Clinton war irgendwie nur ein schlechter Obama-Ersatz.

Dann dachte ich, dass Putin Schuld war, hatte aber meine obigen Gedanken verdrängt. Danke, dass nochmals an die Mitschuld von Clinton erinnert wurde und auch, dass das IT-Handling der Demokraten amateurhaft war.

Trump gönne ich die Geschichte mit Putin.

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joes.world 09.01.2017, 11:05
9. Der Plan war simpel:

einerseits entweder einen oder zwei der Staaten doch noch umdrehen zu können, oder zumindest dort die Auszählung so lange hinauszuzögern, bis dieser Staat zum festgesetzten Datum gar kein offizielles Ergebnis hat und somit gar keine Wahlmänner entsenden kann. Weder für den einen, noch die andere. Und dieser Staat somit gar keine Stimmen nach Washington melden könnte. So hoffte Clinton, Trumps Vorsprung bei den Wahlmännern zu minimieren.

Andererseits sollten durch die Wochenlange mediale Begleitung der Nachzählung, so viel MISSTRAUEN an der Rechtmäßigkeit von Trumps Sieg erweckt werden, dass sich mehr und mehr Wahlmänner von Trump ab, und zu Clinton zuwenden würden. Zusätzlich wurde, um die Wahlmänner glauben zu lassen Unrecht zu tun, wenn sie Trump wählen, alle möglichen Sündenböcke für Clintons Wahlniederlage gesucht: manipulierte Wahlmaschinen, die Art wie facebook & Co seinen Usern, spezifisch auf ihre Gewohnheiten zugeschnittene Nachrichten präsentierte; und natürlich die Ansage, dass Putins Trolle die Bürger mit Fehlinformationen so sehr verwirrt hätten, dass sie den Falschen wählten. Wobei von den Medien gerne unterschlagen wurde, dass sie selber mehrheitlich ganz klar auf Clintons Seite waren und jegliche Objektivität fahren ließen. Und darum ritterten, wer mehr für Clintons Sieg tun konnte. In ihren Artikeln und Beiträgen. Was unterschied diese Medien dann eigentlich noch von Putins Trollen? Beide waren einseitig und kaum einer an Objektivität interessiert.

Aber all diese Spielchen brachten Hillary nichts. Trump verlor nur 2 Wahlmänner. Sie mehr als er, sogar 5. Eine Stimme von ihr wanderte zu einem Indianerhäuptling. Eine feine Geste, wie ich meine. Immerhin war das einmal das Land seiner Vorfahren. Und sicher nicht das Land der Clintons.

Letzten Freitag dann, wurden die Kuverts mit den Wahlmännerstimmen in einer gemeinsamen Sitzung von House und Senat geöffnet. Das war die letzte Chance, wo man noch formal eine Wahl Trumps zumindest hinauszögern hätte können. Was einige Demokraten auch versuchten, aber damit scheiterten.

Deshalb kann, ja darf, Trump heute nie und nimmer anerkennen, dass nur der leiseste Zweifel an der Rechtmäßigkeit seiner Wahl besteht. Denn das würden seine Gegner sofort nutzen ("seht her, sogar Trump selber glaubt, dass er seinen Wahlerfolg Putin verdankt") um ihn zu schwächen. Denn zu viele bei den Demokraten, aber auch den eigenen Republikaner, wünschen sich einen schwachen, angeschlagenen Präsidenten. Der dann nicht die Kraft hätte, in Washington ein wenig umzurühren. Und somit ihre Pfründe zu gefährden.

Und wenn Obama nun bekrittelt, dass Republikanische Abgeordnete, einige wenige Moderatoren im TV und Trump selber Putin dafür nicht kritisieren – dann stellt er sich entweder bewsst naiv oder ist dies wirklich. Denn Trump kann Putin nicht für seinen Fall kritisieren, ohne dass es dann bei allen Gegnern von Trump sofort heißen würde: "jetzt hat er es selber zugegeben: er ist zu Unrecht Präsident."

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