Forum: Politik
Präsidentenwahl in Costa Rica: Wie der Eiferer zum Favoriten wurde
REUTERS

Costa Rica galt als aufgeklärtestes Land in Zentralamerika. Dann ordnete ein Gericht die Gleichstellung homosexueller Paare an - das treibt nun einem Laienprediger im Wahlkampf die Stimmen zu: Er steht für erschreckende Rückständigkeit.

Seite 1 von 7
hexagon7467 01.04.2018, 11:08
1.

Der christliche Fundamentalismus ist eine imm größer werdende Gefahr für die Demokratie.
Die strikte Trennung von Kirche und Staat ist ein wichtiges Instrument um den Jesus People Einhalt zu gebieten.
Religion ist reine Privatsache und sollte es auch bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marcel Helfer 01.04.2018, 11:29
2. Das einfache Weltbild

Da ist es wieder, das einfache Weltbild. Alle die dem grassierenden Linkspopulismus, Gendergeschwurbel und Internationalität nix abgewinnen können, stehen für erschreckende Rückständigkeit. Ganz ähnlich den spiessigen osteuropäischen Sozialisten in den 80ern die etwas vom "reaktionären Kräften die das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen" geredet haben, wenn jemand mit ihrer Ideologie nix anfangen konnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walldemort 01.04.2018, 11:30
3. Erschreckend

Frustrierend, wie leicht sich im 21. Jahrhundert Stimmen fangen lassen, indem man an die Nordwesten Instinkte appelliert und auf Minderheiten losgeht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anselmwuestegern 01.04.2018, 11:36
4.

Aus Sicht religiöser Gruppen ist es sinnvoll Politik zu machen. Sie sind dadurch populär und im Blickfeld. Besonders die Freikirchen, die sich um ihre Mitglieder intensiv kümmern, können dabei nur gewinnen. Die grossen Kirchen, wie die dort noch immer zahlenmässig starke röm.-kath. Kirche, kann das nicht zu ihrem Vorteil nutzen, auch wenn die Ansichten nicht weit auseinander gehen. ... oder vielleicht auch gerade deshalb.
Das Problem der Demokratie ist, dass man es ertragen muss, von Leuten regiert zu werden, die anderer Meinung sind und manchmal auch Spinner. Dieses Opfer gehe ich gerne ein, denn die einzige akzeptable Alternative für mich wäre eine Monarchie oder Diktatur mit mir an der Spitze. Ich bezweifle, dass das der Rest der Menschheit, bezogen auf mich, ebenso sieht. Man kann Menschen mit Argumenten überzeugen ist mit Gefühlen mitreißen. Meistens gewinnen die Gefühle.
Es heißt ja auch: "Herz über Kopf!"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SethSteiner 01.04.2018, 11:43
5. Religionsfreiheit ist das Problem

Dort wo der Staat der Religion Sonderrechte gewährt, da denken religiöse Menschen auch dass ihre Religion das Gesetz weiter bestimmen kann. Meinungsfreiheit ist völlig ausreichend um den persönlichen Glauben zu schützen. Es wird Zeit zu erkennen, wie gefährlich der religiöse Fundamentalismus ist und ihm diese Basis zu entziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trötine 01.04.2018, 11:51
6. Schade...

Mensch, da können wir ja froh sein, noch auf der (immer kleiner werdenden) Insel der Rechtschaffenden zu wohnen... Aber jetzt mal im Ernst: Alvarado Muñoz ist wirklich kein Gewinn für Costa Rica, aber durch diesen herrlich tendenziösen Artikel wird er mir fast sympathisch. Was der Autor hier alles an herabsetzenden Geschützen auffährt: Explizit zu erwähnen ist natürlich, dass der Mann Popsänger und Laienprediger war (gut, dass in Deutschland unsere Politiker 'vorher' alle Neurochirurgen und Atomphysiker waren), so schnell spricht 'wie aus einer Maschinenpistole geschossen' (soll insinuieren, er wäre ohne Weitere bereit Gewalt anzuwenden, oder wie?), Vertreter von christlichen Werten ist, 'oder was er dafür hält' (stimmt, die Bösen haben eh nie Ahnung von nix), etc. Und Costa Rica antizipiert anscheinend schon den Niedergang, der sich bald mit Alvarado Muñoz einstellen könnte: 'war mal Schweiz Mittelamerikas' (Was war da los?), 'Rückfall ins Mittelalter' (jo, noch drastischer ging's nicht), und natürlich sind die 'Abgehängten' schuld (wie überall auf diesem Planeten)... Weniger biased und gründlicher recherchiert wäre besser gewesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paysdoufs 01.04.2018, 11:51
7. Noch ein Nachtrag...

Zu den supranationalen („Menschenrechts“-) Gerichten: Auf dem Papier eine tolle Idee, haben diese IMHO in der Praxis das Potenzial den Glaube an die Grundprinzipien der Demokratie auszuhöhlen; denn: „Warum einen Volksvertreter wählen gehen, wenn Gesetze immer öfter von im Hinterzimmer eingesetzten Richtern gemacht werden...?“

Eine perfekte Lösung habe ich auch keine, aber das (gefühlt) zunehmend übergriffige „Babysitting“ der Legislative durch eine (oft weit entfernte) Judikative halte ich für den falschen Weg (PS: Manch eine Exekutive hätte das Babysitting wohl nötiger...)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hohnspiegel 01.04.2018, 11:51
8. Opium fürs Volk

sagte schon Karl Marx über Religionen, wozu das führt sehen wir in den muslimischen Staaten, wenn man sich die christlichen Ereiferer anschaut kommt einem das Grausen, zu behaupten dass ihre Vorstellungen von Werten von Gott käme ist vermessen, daraus entsteht nur wieder Unterdrückung aber viele Menschen sind heute noch nicht aufgeklärt und wollen im Leben mit klaren Anweisungen geleitet werden da sie nicht imstande sind ihr Leben selbst zu bestimmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Blank 01.04.2018, 11:54
9. Religionen nerven zusehends

Leben und leben lassen scheint nicht mehr dem heutigen Zeitgeist zu entsprechen.
Der einzige der über das öffentliche Zusammenleben bestimmen kann ist der Staat und dabei sollte er jede zu starke Regulierung vermeiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7