Forum: Politik
Proteste gegen Regierung: Tunesiens Gewerkschaften beschließen Generalstreik
AP

Tunesien schlittert in eine schwere Krise. Nach dem Mord an dem Oppositionellen Chakri Belaid setzt die Polizei in mehreren Städten Tränengas gegen Demonstranten ein. Gewerkschaften haben für Freitag einen Generalstreik beschlossen.

hxk 07.02.2013, 15:30
1. Wetterumschwung?

Ob sich da nach dem islamistischen Herbst ein echter arabischer Frühling anbahnt? Es wäre Arabien zu wünschen! *daumendrück*

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freidimensional 07.02.2013, 16:34
2. Was in arabischen Ländern mit "Freiheitskampf" beginnt,

Zitat von sysop
Tunesien schlittert in eine schwere Krise. Nach dem Mord an dem Oppositionellen Chakri Belaid setzt die Polizei in mehreren Städten Tränengas gegen Demonstranten ein. Gewerkschaften haben für Freitag einen Generalstreik beschlossen.
endet mit hoher Wahrscheinlichkeit im Chaos ohne Ende.
Die Befreiung von solchen selbstherrlichen Figuren wie Ben Ali et al. würde man ihnen gönnen, nur scheint es stets so zu kommen, wie die im Hintergrund lauernden Freiheitsverhöhner namens Islamisten es wünschen: Back to the stoneage...und Schluss mit lustig und menschlicher Selbstbestimmung.
Viele haben es wohl geahnt und vor diesen ganzen Revolten gewarnt und vorausgesehen, dass so schnell nix läuft mit Demokratie oder Frühling...
Leider scheinen sie vorläufig bzw. mittelfristig Recht zu behalten.
Ich wünsche den Tunesiern trotz dieser schwierigen Verhältnisse Fortschritte in der Verständigung untereinander und in der gesellschaftlichen Weiterentwicklung, und dass bis zur Verwirklichung nicht allzu viel Blut fließt...

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g.bruno 07.02.2013, 17:09
3. Unterstützung!

Es wäre angebracht, die linke bzw. laizistische Protestbewegung von Europa aus wenigstens verbal/moralisch zu unterstützen anstatt zu diesem verzweifelten Widerstand gegen ein rückständiges und repressives Schariaregimes zu schweigen. Dazu sind die EU Politiker offensichtlich nicht bereit oder nicht in der Lage.

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 07.02.2013, 17:37
4. aufwachen!

Zitat von g.bruno
Es wäre angebracht, die linke bzw. laizistische Protestbewegung von Europa aus wenigstens verbal/moralisch zu unterstützen anstatt zu diesem verzweifelten Widerstand gegen ein rückständiges und repressives Schariaregimes zu schweigen. Dazu sind die EU Politiker offensichtlich nicht bereit oder nicht in der Lage.
linke Protestbewegungen unterstützt der Westen nicht, vor allem wenn sie die Gefahr bergen demokratisch zu sein. Mit Diktaturen kann man viel bessere Geschäfte machen, da die Leute dort nichts gegen widrige Arbeitsverhältnisse etc. tun können. Und wer soll denn bitte unsere Krabben pulen wenn nicht die Tunesier?

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Steuerzahler0815 07.02.2013, 17:41
5.

da zeigt sich mal wie gewerkschaften die quelle alles üblen ist

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degraa 07.02.2013, 18:16
6.

Zitat von Redaktion
Die islamistische Ennahda-Partei - der auch Ministerpräsident Jebali angehört - sprach sich gegen den Schritt aus. Ein Führungsmitglied sagte, Jebali habe die Bildung einer Regierung mit parteilosen Experten eigenmächtig und ohne Absprache vorgeschlagen.
Das Land braucht vor allem eine Regierung, in der keine Islamisten sitzen.

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KingTut 07.02.2013, 19:18
7. Der Arabische Frühling fand (noch) nicht statt

Zitat von sysop
Tunesien schlittert in eine schwere Krise. Nach dem Mord an dem Oppositionellen Chakri Belaid setzt die Polizei in mehreren Städten Tränengas gegen Demonstranten ein. Gewerkschaften haben für Freitag einen Generalstreik beschlossen.
Der von uns einst so leidenschaftlich bejubelte Arabische Frühling fand in Wirklichkeit nie statt, denn er brachte lediglich islamistische Regierungen hervor, unter denen die Bevölkerung jetzt ächtzt. Ich hoffe, dass es bald einen echten Arabischen Frühling gibt, der den Menschen wahre Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bringt bei gleichzeitig strikter Trennung von Staat und Religion. Nur dann hat die Gesellschaft eine Chance zur Weiterentwicklung. Das gilt nicht nur für Tunesien, sondern auch für Libyen und Ägypten, wo der Umsturz der alten Regimes die Menschen in noch größere Not als zuvor gestürzt hat.

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rwk 08.02.2013, 09:59
8. Demokratie bringen..

Die EU gehörte ja auch zu den Staaten die Hurra brüllten als Ben Ali verschwinden musste. Da wurden Sprüche geklopft von : Demokratisches Regime, neu aufbauen, Gerechtigkeit, freie Wahlen usw.
Vergessen wurde, dass die Tunesier mit dem was wir als "Demokratie" bezeichnen nichts anfangen können. Den Menschen werden jetzt alle Richtlinien entzogen und dann heisst es: So - jetzt könnt Ihr demokratisch denken, handeln, wählen. Das funktioniert nie und nimmer in einem arab. Staat. Die Leute wollen zuallererst einen vollen Einkaufskorb (den sie bezahlen können), darnach wollen sie wissen, was sie tun müssen. Oder anders gesagt ein Caïd oder Führer oder Starker Mann muss sagen wo's lang geht. Dann kann ein Staat im arab. Raum funktionieren sonst nicht (siehe div. Beispiele); Es ist blauäugig und unsinnig zu glauben, dass ein verjagter Dikdator durch Demokratie ersetzt werden kann. Es gibt kein funktionierender arab. Staat mit freigewählter Regierung die auch die Verfassung respektiert. Um auf diesen Stand zu kommen, brauchten wir in Europa hunderte von Jahren, wobei wir das Bremsen der Religion überwinden konnten was im Islam auf Grund der Struktur nicht möglich ist. Der Islam fordert völlige Unterwerfung,er fordert kein Nachdenken. Das Christentum fordert Glaube und das ist subjektiv, nicht greifbar!

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