Forum: Politik
Puigdemont zum Wahlergebnis: "Der spanische Staat wurde bezwungen"
REUTERS

Der abgesetzte Regionalpräsident Carles Puigdemont hat das Ergebnis der Parlaments-Neuwahl in Katalonien als "Ohrfeige" für Spaniens Zentralregierung bezeichnet. Er selbst hofft nun auf ein Comeback.

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112211 22.12.2017, 02:50
1. Links-Rechts

Ganz so einfach, wie es sich manche machen, und vielen Bürgern versprechen, ist es nicht. Ob sich nach einer evtl. Unabhängigkeit die Parteien, die dies unterstützen, dann noch grün sind? Puigdemont ist ja nicht gerade einer von der progressiven Sorte, auch wenn er optisch anders wirkt. Korruption und Christdemokraten sind 2 Dinge, die sich nicht unbedingt gegenseitig abstoßen.

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jan.22301 22.12.2017, 03:54
2. Legitim . . .

82 % Wahlbeteiligung! La felicitatión! Glückwunsch Euch Katalanen.

Ein demokratisch bestens legitimiertes Ergebnis. Wir Deutschen mit einer Wahlbeteiligung von rund 76 % bei der BT-Wahl am 24.09.2017 reichen da nicht ran.

Die Nörgler, die beim Unabhängigkeitsreferendum noch die Legitimation des Ergebnisses anzweifelten, werden diesmal nicht meckern können.

Jetzt wird es spannend, ob sich die verschiedenen katalanischen Separatistenparteien auf eine gemeinsame Linie gegenüber Madrid verständigen können.

Als Zyniker würde ich schätzen, daß wir schneller eine Unabhängigkeit Kataloniens sehen, als Deutschland eine demokratisch legitimiete Regierung bekommt.

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chalchiuhtlicue 22.12.2017, 05:50
3. Was kapieren die Katalonen eigentlich nicht?

Es wird keine Unabhängigkeit geben. Dies ist verfassungsrechtlich NICHT möglich. Mit dem ganzen Theater haben sich die Separatisten bereits massiv wirtschaftlich geschadet, eine Unabhängigkeit würden sie wirtschaftlich nicht überleben (keine Handelsabkommen etc.). Als souveränen Staat würde die EU Katalonien nicht anerkennen, diesbezüglich gab es bereits deutliche Aussagen. Was soll also der ganze Mist? Wieder mal ein Beweis dafür, dass bei vielen Südländern die Emotion jegliche Vernunft übersteigt ...

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jakker 22.12.2017, 05:50
4. Wenn es denn sein soll...

sollte man den Katalanen jetzt keine Steine in den Weg legen. Sie betrachten sich als eigenständiges Volk mit eigener Sprache und Kultur. Wenn nur der Eindruck nicht wäre, sie wollen als wirtschaftlich sehr starke Region nicht für den Rest Spaniens zahlen.
Nun denn, auf zum eigenen Staat und EU-Vollmitglied und Nettozahler!! ;-)

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gatopardo 22.12.2017, 06:00
5. So und nicht anders

haben wir uns das knappe Resultat ja auch vorgestellt, wenn es auch schmerzt, dass die Sozialisten nicht besser abgeschnitten haben. Die Klatsche für Rajoy war vorauszusehen, aber auch die Unabhängigkeitsbefürworter müssen sich nun mit ihm arrangieren. Man wird sehen, ob es endlich einen Dialog gibt, der auf eine Verbesserung der katalanischen Autonomie hinausläuft und ob die "liberale" Inés Arrimadas sich auf die Seite der Hoffnungsträger stellt.

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RalfHenrichs 22.12.2017, 06:02
6. Das Volk hat gesprochen

Man kann das Ergebnis nicht gut finden, muss das Ergebnis aber akzeptieren, wenn man Demokrat ist. Insofern ist die Frage, um die es geht: wann ist Katalonien unabhängig oder kann Madrid die Katalanen durch Gewährung großer und umfangreicher Autonomierechte doch noch in Spanien halten. Darunter geht nichts. Rajoy ist jedenfalls hierfür nicht die richtige Person und sollte zurücktreten. Er hat Spanien in eine riesige Krise geführt. Und wer immer noch glaubt, es ginge den Katalanen nur um die Zahlungen an Madrid. Kein Volk stimmt aus diesem Grund so - vor allem dann nicht, wenn, wie ja inzwischen jeder weiß - vor allem jeder in Katalonien - eine Unabhängigkeit zu einem Ausschluss aus der EU, Wegzug von Firmen und Einbruch des Tourismus führen kann - also zu einer Wirtschaftskrise. Die Gründe für die Unabhängigkeit liegen also ganz woanders und sollten endlich offen diskutiert und dargestellt werden - auch in Deutschland.

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danduin 22.12.2017, 06:03
7. Gespalten ist Katalonien trotzdem

Gespalten ist Katalonien trotzdem. Die Separatisten konnte Ihre Mehrheit behalten, aber es ist keine 2/3 Mehrheit, sondern eher 50/50.
Darum wäre eine Abspaltung der falsche Weg und weitreichende Zugeständnisse von der Zentralregierung der richtigere.

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pnegi 22.12.2017, 06:04
8. Viva la Republica

Am 26. Oktober 2017 hat Carles Puigdemont die Republik Katalonien ausgerufen, gestern haben die Katalanen wie immer friedlich und demokratisch diesen Schritt durch Wahlen bestätigt. Die Korrintenkacker in Brüssel sprechen zwar gleich wieder nur von einer "Regionalwahl", in die sie sich nicht einmischen wollen, sie zeigen damit jedoch ihre Missachtung von Demokratie und des Willens eines ganzen Volkes nach freier Selbstbestimmung. Sich jetzt noch hinter einem Paragrafen einer Gross-Spanischen Verfassung zu verstecken, und das Selbstbestimmungsrecht der Katalanen zu missachten, bedeutet nichts anderes als den Katalanen eine Diktatur aufzuzwingen, welche diese nicht wollen. Und bevor in diesem Forum wieder all die totschlag-Argumente über die Abwanderung von Firmen und nicht-Mitgliedschaft in der EU und dem Euro kommen, all dies ist nach der gestrigen Wahl irrelevant. Das katalanische Volk hat gesprochen. Hau...

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kurtbär 22.12.2017, 06:29
9. katalonien - ein trauerfall

katalonien ist ein trauerfall. demokratie und vor allem wohlstand findet man nur in größeren staatlichen gebilden. hier wählen leute bewusst ein kleines staatliches gebilde als ihr zu hause. ein weg zurück in längst vergangen geglaubte jahrhunderte. nicht zu fassen!

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