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Rassisten-Aufmarsch in US-Unistadt: Gouverneur verkündet Ausnahmezustand für Charlott
AP

In der US-Stadt Charlottesville ist ein Aufmarsch ultrarechter Gruppen eskaliert, die gegen den Abbau eines Denkmals protestieren. Flaschen flogen, es gab mehrere Festnahmen. Donald Trump verurteilte die Gewalt.

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xxgreenkeeperxx 12.08.2017, 20:50
1. Warum ausgerechnet jetzt?

General Lee hat immerhin die Kapitulation unterschrieben und war auch über die Südstaaten hinaus ein angesehener General während des Bürgerkrieges. Er ist sozusagen ein Teil der US-Geschichte. Warum man ausgerechnet jetzt in seiner Heimatregion, also erst nach 150 Jahren, ein Denkmal von ihm unbedingt entfernen muss, kann ich so nicht nachvollziehen. Bis jetzt hat das doch niemanden gestört. Auf einmal ist es plötzlich unerwünscht weil nicht mehr politisch korrekt? Wahrscheinlich um die Bevölkerung noch mehr zu spalten, den Hass weiter zu schüren und von den "Regierungserfolgen" des Mr. Trump abzulenken. Das die Rechten dann auf die Straße gehen war ja vorherzusehen. Als ob es keine wichtigeren Problem derzeit für die USA zu lösen gäbe.

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petruz 12.08.2017, 21:02
2.

Menschen marschiren mit "Make America Great Again"-Kappen durch Straßen, schreien "Hail Trump" und Leute, die das ablehnen, werden mit einem Auto überfahren. Amerika 2017.

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todde1962 12.08.2017, 21:19
3. Der kleine Unterschied

"Lee war der Befehlshaber der Truppen der Südstaaten, die im amerikanischen Bürgerkrieg für den Fortbestand der Sklaverei kämpften." Diese Darstellung ist nicht ganz richtig. Die Südstaaten kämpften für ihre Unabhängigkeit. Den Unternehmen in den Nordstaaten waren bei der Erschließung des amerikanischen Westens, die Unternehmer des Südens eine unangenehme Konkurrenz, die es zu beseitigen galt. Den heroischen Kampf für die Befreiung der Sklaven hat es nie gegeben.

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HarleyDavidSonOfABitch 12.08.2017, 21:19
4. Intolerant sind natürlich immer nur die anderen ...

Das sind Krawalle mit Ansage.

Es stellt sich schon die Frage, warum ein linksgerichteter Stadtrat über 150 Jahre nach Ende des amerikanischen Bürgerkriegs durch Beschluss die Reiterstandbilder zweier absoluter Schwergewichte der US-amerikanischen Geschichte (Robert Lee und Thomas Jackson) zu entfernen beabsichtigt, an denen sich 93 bzw. 96 Jahre lang niemand gestört hat, ein afro-amerikanischer Schüler jüngstens einmal ausgenommen, und zugleich zwei "Parks" gleichen Namens umbenennt, die zusammengenommen nicht einmal die Größe eines Bundesligarasens besitzen.

Diese Entscheidung war bzw. ist ahistorisch und daher nichts weiter als eine geschichtsklitternde politische Provokation des politischen Gegners - die Sklaverei wird ebenso wenig damit ungeschehen gemacht wie mit einer politisch korrekten Neufassung vom Mark Twains "Tom Sawyer".

Käme im Übrigen in Berlin ein konservativer Senat auf die analoge Schnapsidee, ein politisch missliebiges Denkmal, das "sowjetische Ehrenmal" beispielsweise, zu schleifen und den Treptower Park in einen "Helmut Kohl Memorial" umzubenennen, wir hätten hier Krawalle von links, dagegen wären die Bilder aus West-Virginia Kindergeburtstag.

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der.tommy 12.08.2017, 21:22
5.

Dass er es wagt, der größter spalter der jemals Präsident wurde, der ständig gegen Minderheiten hetzt. Dass er es wagt jetzt einen auf "Einigkeit und Brüderlichkeit" zu machen. Er widert mich an!

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pansatyr 12.08.2017, 21:26
6. von United States

kann man eigentlich nicht mehr sprechen; überall, wo Populisten und Demagogen die Macht übernehmen, kommt es zur Spaltung, und das Gemeinwesen bricht auseinander. Wollen wir hoffen, dass Deutschland das erspart bleibt.

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herby_der_erste 12.08.2017, 21:27
7. bewaffnete Demonstranten?

Wenn ich den Bildern glauben schenken darf, dann sind die Demonstranten mit Helmen, Schild und Knüppel bewaffnet? Da fällt mir nichts mehr ein...

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123456789abc 12.08.2017, 21:37
8. The night they drove old dixie down

muss doch nun logischerweise auch verboten werden - selbst wenn es dem armen Zensor nicht passt.

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shechinah 12.08.2017, 21:44
9.

"Lee war der Befehlshaber der Truppen der Südstaaten, die im amerikanischen Bürgerkrieg für den Fortbestand der Sklaverei kämpften." Alternative Fakten, oder nur zu faul mal ein Geschichtsbuch zu öffnen, bevor man einen Artikel schreib?

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