Forum: Politik
Reaktion auf Macrons Sieg: Fast Hälfte der Deutschen will europäischen Finanzminister
AP/dpa

Außenminister Gabriel schlägt nach SPIEGEL-Informationen einen deutsch-französischen Pakt zur Zukunft Europas vor. Kritik auf die Vorschläge des neuen Präsidenten Macron nennt er "engstirnig und kleinherzig". Viele Deutsche hat er hinter sich.

Seite 1 von 15
timetostandup 13.05.2017, 09:42
1. richtig so

Gute Initiative von Herrn Gabriel, wir sollten die aktuelle labile weltpolitische Lage für Reformen nutzen, die die EU für eine raue Zukunft stärkt. Das kann keiner besser als das Duo Frankreich-Deutschland übernehmen. Und funktioniert nur wenn sich Deutschland nicht schon wieder als Primus inter pares aufspielt...

Beitrag melden
mundi 13.05.2017, 09:46
2. Politisch nicht durchsetzbar

Ein EU-Finanzminister müsste zunächst für die Harmonisierung der Sozialleistungen in der EU sorgen. Das Ungleichgewicht in der EU ist auch eine Ursache der unerwünschten Migration in die reichen Ländet.
Für Deutschland würde es eine Senkung der Sozialleistungen bedeuten.
Da wären Tempolimit auf der Autobahn oder Verbot der Tabakplakate politisch eher durchsetzbar.

Beitrag melden
larsmach 13.05.2017, 09:46
3. Wäre von vornherein nötig gewesen

Ein (durch Wahl der Bevölkerung bestimmter) Finanzminister für die EURO-Zone wäre von vornherein nötig gewesen.
Derweil können Deutsche vor Kraft nicht gehen, weil der EURO niedriger bewertet ist als es die D-Mark war und sein würde.

Beitrag melden
benutzer1000 13.05.2017, 09:48
4. Ich will keinen europäischen Finanzminister.

Die EU hat anscheinend keine Probleme. Ein Finanzminister würde sicherlich keine Probleme lösen, sondern viele neue Probleme verursachen, dass von den alten Problemen abgelenkt wird. Auch ein Ansatz.

Beitrag melden
viwaldi 13.05.2017, 09:51
5. Viel reden, wenig sagen

Solange die strukturellen Grundprobleme Frankreichs nicht beseitigt werden (unflexibler Arbeitsmarkt, 35h Woche, Rente mit 62, usw. usw) kann man sich immer neue Programme ausdenken, kann ihnen immer neue Namen geben, kann immer wieder Geld "in die Hand" nehmen. Es wird nichts nützen. Es bleibt bei den zwei Grundalternativen: entweder Frankreich hat die Kraft zu Reformen, oder Deutschland zahlt in ein Faß ohne Boden und zahlt die Schulden von anderen Ländern. Das nennt die SPD dann "mehr Gerechtigkeit". Schafft Frankreich die Reformen, dann ist der Zeitpunkt gekommen wo Deutschland substantiell helfen kann und helfen sollte - weil dann die Hilfen verfrühstückt werden, sondern wirklich einen Hebel entfalten können. Es geht, - wie letztendlich auch bei Griechenland - immer um die Reihenfolge der Maßnahmen. Als Warnung muss der Euro dienen. Hätten wir erst das Steuer- und Finanzrecht in der EU harmoniesiert und dann die gemeinsame Währung eingeführt (sog. Krönungsmodell), hätten wir alle uns viel Leid und viel Geld sparen können. Begehen wir als nicht den selben Fehler wieder und wieder. Macron muss Frankreich reformieren, und dann, - aber auch erst dann- ist die volle deutsche Solidarität gefordert. Höre ich Gabriel reden, beschleicht mich das Gefühl er hat es immer noch nicht verstanden.

Beitrag melden
hausfeen 13.05.2017, 09:53
6. europa will nicht an das geld der deutschen.

europa will nicht an das geld der deutschen. sondern deutschland schlägt unverhältnismäßig viel profit aus den handelsvorteilen der eu. davon sollte man freiwillig etwas abgegen in eine zukünftige sozialunion. sonsten machen die le pens und wilders die zollschranken runter.

Beitrag melden
klaus.hahner 13.05.2017, 09:53
7. Reaktion auf macron

Manipulation?wenn knapp die Hällfte dafür sind,sind mehr als die Hälfte adagegen!!!

Beitrag melden
bbr1960 13.05.2017, 09:53
8. Solange der EU-Finanzminister kein Deutscher ist, geht es in Ordnung.

Das würde die Unzufriedenheit mit der EU in den anderen Ländern drastisch verstärken. Außerdem liegt den Deutschen die Inflationsangst irgendwie in den Genen, obwohl Inflation im Moment unser kleinstes Problem ist.

Beitrag melden
imo27 13.05.2017, 09:56
9.

Zitat von timetostandup
Gute Initiative von Herrn Gabriel, wir sollten die aktuelle labile weltpolitische Lage für Reformen nutzen, die die EU für eine raue Zukunft stärkt. Das kann keiner besser als das Duo Frankreich-Deutschland übernehmen.
Ich fürchte, der Schuss geht nach hinten los. Dadurch wird Europa nicht gestärkt, sondern der Widerstand gegen die zentralistische undemokratische EU wird wachsen.
Reformen der EU müssen anders aussehen, um sie zukunftsfähig zu machen. Wir brauchen eine EU der Bürger. Back to the roots!

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!