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Rechte Schwedendemokraten nach der Wahl: Der Tabu-Koalitionspartner
AP / TT

Der Erfolg der rechten Schwedendemokraten bei der Wahl erschwert die Regierungsbildung in Schweden. Bislang wollen die etablierten Parteien nicht mit Parteichef Åkesson reden - doch der kann warten.

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helmipeters 10.09.2018, 19:00
1. tabu

ist doch in, jetzt auch in Schweden. In Schweden will keiner mit der rechten " Schmuddelpartei ", in Deutschland ist die Linke, ausserhalb des Ostens, ebenso eine no go - Partei, plus die neu hinzu gekommene AfD. So einfach geht Politik, wer sich nicht den Mainstream unterwirft ist no go. Demokratie lässt keine andere Meinungen zu außer die, die von den Mächtigen des Landes akzeptiert werden. So einfach geht Demokratie.

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flytogether 10.09.2018, 19:18
2. Was für ein Demokratieverständnis?

wenn man den Vertreter von nahezu 20% der Wähler als Tabukandidaten bezeichnet.

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flaffi 10.09.2018, 19:30
3. Lach, lach

Natürlich kann der gute Mann warten. Die Zeit spielt ihm alles zu. Sowas brauchen wir hier. Dann gibt es aber Schnappatmung zu hauf.

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darthmax 10.09.2018, 19:30
4. Vergangenheit

In Hamburg gab es den Richter Gnadenlos, mit dem Herr Beus sehr wohl koalierte, nach 2 Jahren war der Spuk vorbei und er hatte die absolute Mehrheit. Die grünen Rechtsabbiegepfeile in Hamburg gedenken der Episode.
Dann koalierte er mit den Grünen und die Partei verschwand danach in der Bedeutungslosigkeit und die AFD zog ein.

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karlsiegfried 10.09.2018, 19:32
5. So einfach ist das ...

... auch in Schweden. Die passsen uns nicht in den Kram, wir haben alles richtig gemacht, man versteht uns nicht, wir sind doch die Guten, wir sind völlig schuldlos und so weiter. Wer nicht für uns ist, ist ein rechtsradikaler Bösewicht oder Populist. Kennen wir in Deutschland auch.

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hansriedl 10.09.2018, 19:33
6. Ist doch nichts Schlechtes

wenn politische Parteien kein Machtmonopol besitzen, sondern gezwungen sind, mit politisch Andersdenkenden Kompromisse zu
schließen. Leicht ist dies natürlich nicht. Vor allem, wenn sehr polarisierende Themen die Wähler spalten. Auch in Schweden kann man beobachten, dass Wähler von den Parteien der Mitte hin zu Parteien wechseln, die früher nur extreme Randgruppen angesprochen hätten. Was hier aber scheinbar anders läuft als bei uns, ist, dass sich die etablierten Parteien nicht selber weiter nach links oder rechts verbiegen, um am Rand Stimmen zu holen. Mit der Kurz Taktik, einen weiten Schritt nach rechts zu gehen, hätten auch dort die Konservativen vermutlich die Wahl gewonnen.

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Das schwarze Schaf 10.09.2018, 19:57
7.

Ich verstehe nicht, warum nicht eine große Koalition gebildet wird. Sind die Schweden so scharf darauf Minderheitsregierungen zu bilden? Auch auf Kosten einer Unterstützung durch eine radikale Partei? Kopfschütteln!!!

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Dmk 10.09.2018, 20:45
8. Bis 40%

Und wie lange soll das funktionieren bis sie irgendwann die absolute Mehrheit haben. Wäre es nicht besser sie in die Regierung zu holen und da müssen sie zeigen was machbar ist. Vielleicht kennt noch einer die shill Partei aus Hamburg und was ist davon noch übrig geblieben. Deshalb geb ihnen eine Wahlperiode danach erledigt.

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Katzenfritz 10.09.2018, 21:45
9. kommt schon noch besser.

Zitat von flytogether
wenn man den Vertreter von nahezu 20% der Wähler als Tabukandidaten bezeichnet.
warten Sie es nur ab.
Interessante Frage: Wie sieht es eigentlich aus, wenn die Partei mit dem höchsten Stimmenanteil zum "no-go-Partner" wird?
Darf man das dann noch überhaupt als "demokratieähnlich" bezeichnen`?

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