Forum: Politik
Richtungskampf in der Union: Mein rechter, rechter Platz ist frei
DPA

In der Union entwickelt sich nach der Schlappe bei der Bundestagswahl ein Richtungsstreit: Konservative Kräfte wie CSU-Chef Seehofer und der sächsische Ministerpräsident Tillich fordern einen Rechtsruck. Andere wehren sich dagegen.

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schamot 01.10.2017, 20:48
10. Und sie haben es immer noch nicht verstanden

Oder wollen nicht. Wollen nicht, da sich für sie nichts ändern soll. Hauptsache fewählt werden egal vin wem und warum, hauptsache weiter so! Dabei würden sie Polituk und Gesetze fürs Volk und nicht für sich und die oberen 10 Prozent machen, würde es auch keinen braune Satz geben. Aber Sahne schwimmt immer oben, egal was darunter sich zusammenbraut.

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Sackaboner 01.10.2017, 20:56
11. Wie unter anderem auch heute im Presseclub

festgestellt wurde, würde ein Rücktritt von Frau Merkel eine Neuausrichtung der Politik in Gang setzen, an deren Ende wieder eine konsistente Politik stehen könnte und die Parteien den Bürgern wieder etwas anderes als leere Worthülsen und Sätze aus dem Schwafelbaukasten anbieten könnten. Das würde den Menschen wieder Sicherheit geben und die Suche nach Lösungen an den extremen Rändern überflüssig machen. Die Spaltung der Gesellschaft könnte so überwunden werden.

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lord-crumb 01.10.2017, 20:57
12. Ideenlos

Wenn Herr Tillich meint, dass er als Kopie der AfD punkten kann, dann ist er noch ideenloser als ich dachte. Die CDU in Sachsen hat mit Ihrer Politik sowohl die NPD als auch die AfD ermöglicht. Beide Parteien waren bzw. sind in Sachsen besonders stark. Dies gerade vor dem Hintergrund, dass die sächsische CDU in ihrem Selbstverständnis als Regierungspartei von Gottes Gnaden steht's ihr eigenes Ding gemacht hat und sich als deutlich weiter rechts stehend gerierte als die Union im Bund. Vielleicht sollte man den Leuten - gerade in Sachsen, wo ich herkomme - mal offen sagen, dass sie sich nicht wie kleine Kinder benehmen sollen, die eine volle Tüte Gummibärchen haben, wenn die kleine Schwester oder der kleine Bruder kommt und eines abhaben möchte dann aber anfangen zu schreien, weil sie der Meinung sind zu kurz zu kommen.
Der Verdruss der Leute liegt darin, dass viele Politiker den Leuten nicht die Wahrheit sagen. Wenn die CDU jetzt die Parolen der AfD übernimmt, macht sie das nicht glaubwürdiger.

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sikasuu 01.10.2017, 20:57
13. Warum soll ein Wähler die Kopie nehmen, der das Original haben kann?

Ein RECHTSRUCK der CDU/CSU? AFD & Nazi-, Fascjhismusgedanken im "christlicher" Verpackung (Christliche demokratische/soziale UNION)... Vielleicht kann auch die CDU/CSU mal versuchen den Mitbürgern & Wählren klar zu machen, das Faschismus = Faschismus bleibt & ist, gleich in welcher Verpackung er daher kommt.
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Hier mal ein mMn. paar kluge Gedanken von Umberto Eco. (Der hat nicht nur Romane geschrieben, das war sein Hobby. Dessen Brotberuf war DENKEN!)
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http://www.zeit.de/1995/28/Urfaschismus/komplettansicht
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Thema ist "Der kleine Nazi in uns". Etwas komplex, Text aus einer Zeit als Menschen noch längere Texte lesen konnten, doch mMn. sehr "erleuchtend"!
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Diese Thesen vielleicht mal mir den eigenen Gedanken abgleichen!
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(Warnung: Der oben vorgeschlagene Text kann Vorurteile & Selbstgewissheit massiv in Frage stellen)

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andregera 01.10.2017, 20:59
14. Schafft die Merkel aus dem

Kanzleramt endlich raus.
Hat doch schon gesagt, das sie keinen Grund sieht etwas anders zu machen...
Und das betrifft schon lange nicht mehr nur die Flüchtlingspolitik!

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JackNapier 01.10.2017, 20:59
15. Lasst sie doch!

Mitte-Links der Union und Mitte-Mitte der SPD haben doch zu der Erstärkung der AfD und dem Abwandern zu anderen Parteien und zur Gleichgültigkeit (Nichtwählen) geführt.
Dir Union MUSS zur Mitte-Rechts zurück. Genauso wie die SPD zur Mitte-Links.
Aber nein, Hauptsache Mitte-Irgendwas.
Jetzt haben wir den Schlamassel dass echte, umgezügelte Faschisten erstmals seit 1930 wieder im Bundestag sitzen.
Vielen Dank an "Pilitical-Correctness" und die tausend kleinen Grüppchen die alle Rechte haben wollen und lieber getrennt als gemeinsam agieren.
Sieben Parteien im Bundestag sind mindestens vier zu viel. Genauso wie Dauerkanzler und Dauerminister.

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Watschn 01.10.2017, 20:59
16. Die CDU/CSU muss ihren verfehlten sozi-linksgrünen Irrweg korrigieren

....Ansonsten droht ihnen ein schleichendes Schicksal der ehem. ital. DC (Democrazia Cristiana)...
Denn die gesamte Union hat bundesweit stark verloren. Warum? Wohl kaum, weil sie zu wenig links-grün politisiert, wie manche Schlaumeier (auch aus höchsten CDU-Spitzen) es darstellen möchten.
Voraussetzung für eine erfolgreiche, konservative Reanimation ist natürlich eine programmatische, echte konservative Begradigung der CDU in Richtung kohlscher CDU (ante Merkel). Und wenn man über solch eine Kurskorrektur (insbes.) in den Parteigremien der CDU sich tatsächlich -trotz all dieser Eindeutigen Resultate- uneins sein sollte, so muss man die Basis verbindlich darüber befragen.

Unbedingte pers. Konsequenzen sind ein MUSS, u. müssen nun möglichst rasch in der CDU-Parteispitze vorgenommen werden. Die sog. klar ersichtlichen Schwachstellen Merkel/Altmaier, DeMaiziere, v. der Layen - welche diesen verfehlten CDU-Linkskurs bis heute supportieren..- ...sollten, ...bzw. ...müssen abgelöst werden. (Auf die Bayernwahl hin) ist auch ein oberster Stabwechsel in Bayern angezeigt, welcher mit Berlin Hand in Hand gehen könnte.
Fähige Kandidaten für Berlin: evtl. Seehofer als Kanzlernachfolger/u. seinem Kanzleramtminister, Söder als evtl. Finanzminister, Spahn evtl. als Innenminister und McAllister als evtl. Verteidigungsminister.
Für Bayern als MP: evtl. Herrmann, Söder.

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22tango 01.10.2017, 21:01
17. Saexit

Sachsen steigt aus der Bundesrepublik aus und sein Deutschtum allein ausleben. Ohne mich.

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zeichenkette 01.10.2017, 21:04
18. Ich habe sowas befürchtet

Der einzige Grund dafür, dass die CDU überhaupt noch regieren wird, ist Angela Merkel. Die die CDU nach "links" (oder: christlich, sozial) gerückt hat. Wenn die CDU/CSU jetzt aus Angst vor der AfD nach rechts rutschen will, wird sie bei den nächsten Wahlen dort landen, wo jetzt die SPD ist.

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hape2412 01.10.2017, 21:05
19. Es ist bezeichnend,

dass die AfD in der Hauptsache in den fünf nicht mehr so neuen Ländern stark ist. Dieses zeigt nicht, dass die Menschen in den neuen Ländern per se rechtsextrem oder sogar rechtsradikal sind. Es zeigt lediglich, dass nach wie vor ein Riss durch Deutschland geht, ein Riss der nicht nur zufällig mit der ehemaligen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland korrespondiert. Es zeigt ebenso, dass es d i e deutsche Identität, von der insbesondere auf der rechten Seite gesprochen, manchmal auch geschrieen wird, nach wie vor nicht gibt. Zu glauben, man könne diese Identität dadurch zustande bringen, dass man alles andersartige histerisch ablehnt, ist der Trugschluss schlechthin. Diese Identität hat nichts damit zu tun, dass man nur noch alles vermeintlich deutsche zulässt. Ginge man diesen Weg, stände Deutschland, wie schon zweimal in der jüngeren Vergangenheit, bald alleine da. Alle Versuche diesen Weg zu gehen sind bisher krachend gescheitert. Im Gegenteil: auch der Islam gehört zu Deutschland - wie auch alle anderen Religionen. Wir besitzen schliesslich Religionsfreiheit. Den Islam auf Terrorismus zu reduzieren ist daher völlig neben der Sache.

40 Jahre zweier unterschiedlicher deutscher Staaten sind nicht einfach wegzudiskutieren, zumal die beiden Staaten hermetisch von einander getrennt waren. Im Moment ist es so, dass der aufgekommene, insbesondere durch die AfD verkörperte Rechtsextremismus Bestandteil der derzeitigen deutschen Identität ist. Es dauert manchmal halt länger, eine Trennung zu überwinden als diese Trennung selbst gedauert hat. Auch im Moment ist es so, dass wir noch nicht ein Volk sind, auch wenn man das 1989 / 90 dachte. Wir werden Geduld haben müssen - ein Ruck nach rechts wäre nur eine schlechte Kopie dessen, was der immer noch größte Teil der deutschen Bevölkerung nicht will und wie es aussieht, auch der größte Teil der deutschen Politiker nicht. Rechtsextremismus undNationalismus haben in einer christlichen Partei nicht viel zu suchen.

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