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Richtungskampf in der Union: Mein rechter, rechter Platz ist frei
DPA

In der Union entwickelt sich nach der Schlappe bei der Bundestagswahl ein Richtungsstreit: Konservative Kräfte wie CSU-Chef Seehofer und der sächsische Ministerpräsident Tillich fordern einen Rechtsruck. Andere wehren sich dagegen.

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denker111 01.10.2017, 21:45
50.

Lieber Herr Seehofer,
wenn genau in den Bundesländern, in denen die Union schon maximal weit rechts ist, die Afd die größten Erfolge hat, dann würde ich mir von einem weiteren nach rechts rücken wenig versprechen.

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beobachter68 01.10.2017, 21:48
51. Neuer Anfang ist gefragt!

Die CDU sollte ihre alte Grundsätze reaktivieren und wieder eine christlich-konservative Partei werden. Das würde aber nur ohne Merkel gelingen.

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gehel 01.10.2017, 21:50
52. Tillichs Hilfslosigkeit schreit zum Himmel

Die Idee des Hr. Tillich ist erbärmlich. Monatelang lässt er widerspruchfrei Pegida und AfD in Sachsen agieren und reagiert nur zögerlich auf Rechtsradikale in seinem Land und dann fordert er, dass es Angela Merkel richten soll und das am ehesten mit einem Ruck nach Rechts in der CDU. Zunächst muss man Hr. Tillich fragen, was Fr. Merkel nicht noch alles tun soll. Es gibt auch Verantwortliche in Ländern und Kommunen, die nicht nur allmonatlich ihre Gehälter einstreichen sollen, sondern die auch politisch aktiv werden müssen. Die Kanzlerin sollte kein Micromanagement betreiben, nur weil sich einige Herren zu fein fühlen, anzupacken. Wenn sich Konservative in der CDU nicht mehr verstanden fühlen und dann ohne jede Scheu in das Sammelbecken für Konservative, Rechte und Rechtsradikale überwechseln und glauben dort besser vertreten zu sein und ihre Sache vor allem auch durchgesetzt bekommen, dann wird die CDU es wohl kaum schaffen, diese Leute mit einem kleinen Rechtsruck wiederzugewinnen. Die CDU hat mit der AfD am rechten Rand nun das gleiche Problem wie die SPD mit den Linken am linken Rand. Da wird dann von den Hartgesottenen das Original lieber gewählt. Hr. Tillich sollte sich lieber in Sachsen aufmachen und den Populismus der AfD und Pegida entlarven. Wenn die AfD in Sachsen die Oberhand gewinnt, werden die Investoren wohl reihenweise das Land verlassen und dann geht die Wirtschaftskraft Sachsens baden. Darüber sollten sich die Wähler in Sachsen auch klar sein.

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ulrich-lr. 01.10.2017, 21:50
53. Sack und Esel

Zitat von b.toennies
wieder so ein "Ministerpräsident" aus den neuen Ländern... blas, fad, matschweich, angepasst, ohne Stand und Stehvermögen, beliebig austauschbar... ähnlich wie dieMisere und wie die anderen Nullnummern "gell Herr Platzeck... BER lässt grüßen.... Knicken vor der AFD ein haben nichts im Griff.. Die sollen einfache eine gescheite Landepolitik machen und mit ihren Leuten reden und ins flache Land investieren anstatt im feinen Zwirn und fetten Dienswagen hinter dunklen Scheiben von der Staatskanzlei ins Wochenende zu fahren... Ein paar rechte Slogans raushauen wird diesen " Ministerpräsidenten" egal ob CDU oder SPD auch nicht mehr helfen...
Sie schimpfen wohl etwas am tatsächlich Schuldigen vorbei.

Zur Erinnerung: Es handelt sich um das Ergebnis der Bundestagswahl. Da liegt wohl näher, dass weniger gegen Tillich als gegen die Bundes-CDU und ganz besonders Merkel gestimmt wurde.

Natürlich gibt es Wechselwirkungen. Jedoch das Wahlergebnis hat eindeutig Merkel zu vertreten. Jedoch kann die Verantwortliche nicht erkennen, dass sie etwas falsch gemacht hätte. Das waren natürlich - wie immer - die anderen.

Sie hat provokant-herablassend von "Sorgen, Nöten, Ängsten" - Ängsten! - geredet, die man sich anschauen müsste. Motto: Alles weglabern. Tatsächlich waren die Leute nicht ängstlich, sindern stinksauer bis wütend. Und wollen ihr nicht mehr zuhören.

Wut ist in der Tat ein schlechter Ratgeber. Deshalb soll man ja auch die Menschen nicht wütend machen, indem man z. B. an ihnen vorbei regiert. Da helfenauch die nordkoreanischen CDU-Parteitagsabstimmungsergebnisse und der obligatorische Neueineinhalb-Minuten-Applaus am Ende jeder - noch so schwachen - Rede nicht weiter. Auch wohlwollende Medien ersetzen nicht den Wähler, wie wir gerade sahen.

Also ab. Bahn frei für einen Neuanfang mit frischen Köpfen.

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geando 01.10.2017, 21:51
54. @22tango

Zitat von 22tango
Sachsen steigt aus der Bundesrepublik aus und sein Deutschtum allein ausleben. Ohne mich.
Und Leute wie Sie sind es, die etwa der AfD eine "Spaltung der Gesellschaft" vorwerfen? Sie würden am liebsten Ost von West abtrennen, Bayern vom Rest, "Dunkel" von "Hell" und das was übrigbbleibt in "Das gelobte bunte Land" umbenennen? Nein, ich denke noch wollen viele ihr Deutschland als Nation im Ganzen behalten und das ist auch gut so, sonst würde dieses Land schon lange nicht mehr existieren.

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hwdtrier 01.10.2017, 21:57
55. Christlich ist: Tue Gutes vor allem

deinen Brüdern. Oder wie der Kirchenvater Augustinus sagte: jedes Land soll nur Flüchtlinge seines Glaubens/Weltanschauung aufnehmen.

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zeichenkette 01.10.2017, 21:57
56.

Zitat von biobayer
Der einzige Grund dafür, dass die CDU/CSU so viel verloren hat , ist Angela Merkel. Und für Christen sind die "C"-Parteien schon lange nicht mehr wählbar.
Die CDU/CSU hat mehr nach links, an die FDP und die Grünen verloren als an die AfD. Und die CSU hat so richtig verloren, obwohl sie rechter ist als die CDU. Da muss man schon sehr irrational sein, um zu glauben, dass mit einem Rechtsruck mehr Wähler sie wählen würden.

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surfaxel 01.10.2017, 21:58
57. Merkel muss weg, sie ist das Problem...

mit ihr steht die CDU nämlich nirgendwo, weder rechts noch links! Sie steht immer da, wo es alternativlos ist. Da man nicht im Vorfeld nicht sagen kann, wo das sein wird, erübrigt sich auch eine Richtungsdebatte. Schickt sie nach Hause, erst dann machen solche Überlegungen Sinn...

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geando 01.10.2017, 21:58
58. @j.w.pepper

Zitat von j.w.pepper
...ihre Grundsätze verleugnet, nur um (bis zu) 13 Prozent Wähler mit einer nationalistisch-rassistischen Grundhaltung von einer anderen Partei abzuwerben, verleugnet sich selbst. Und verdient dann nicht mehr, als demokratische Partei angesehen zu werden. Deswegen (hoffe ich) wird das bei der Union nicht passieren. Von den angeblichen 60 Prozent der AfD-Wähler, die den blau-braunen Haufen aus ebenso angeblicher Enttäuschung über die anderen Parteien gewählt haben wollen, hat die Mehrzahl entweder nicht gemerkt, dass die AfD keine Lösungen anzubieten hat (Stichwort: Fehlen jeglichen Rentenkonzepts). Oder ihre Enttäuschung besteht darin, dass die "etablierten" Parteien nicht so rassistisch wie sie selbst sind, sondern Asylrecht und Flüchtlingskonvention ernst nehmen. Das dürfte in der Mehrzahl der Fälle so sein, sonst könnte man als Protestler ja genau so gut etwa die Partei von Herrn Lucke wählen, die zwar (für mich auch nicht akzeptabel) Anti-EU und Anti-Euro, aber wenigstens nicht rassistisch ist. Von mir aus sollten die "13 Prozent" weiterhin ignoriert werden. Die Welt wird nicht besser dadurch, dass man Menschenfeinden und Egoisten nach dem Mund redet.
Zit: "Stichwort: Fehlen jeglichen Rentenkonzepts"- Werfen Sie mal einen Blick ins Programm der AfD. Dort gibt es sehr wohl klare Aussagen zum Rentenkonzept. Diese sind zumindest nicht weniger Umfangreich als die entsprechenden Konzepte anderer Parteien. Das "Fehlen des Rentenkonzepts" bei der AfD ist schlicht gesagt eine Ente (heute sagt man wohl "Fake-News").

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derinvestigator 01.10.2017, 22:00
59. Es führt kein Weg daran vorbei: Die Flüchtlingspolitik muss ...

...geändert werden. Die verschwurbelte Flüchtlingspolitik von Frau Merkel hat die AfD so stark gemacht. Sie hat alle damit verbundenen Entscheidungen, also auch Rechtsbrüche (Schengen), am Parlament vorbei getroffen. Selbstherrlich hielt sie es auch nicht für nötig, die europäischen Partner irgendwie mit einzubeziehen. Dieses undemokratische Verhalten hat bei vielen Menschen zu Empörung geführt. Die egozentrische Aussage: „Wir schaffen das!“ setzte bei vielen Menschen solidarisches Verhalten in Gang, während Frau Merkel sich aus dem weiteren Verlauf weitgehend heraushielt. Pläne, wie die Flüchtlinge zu integrieren seien, wie sie mit Wohnungen und Jobs, vor allem nach der im März 2018 geplanten Familienzusammenführung, versorgt werden können, gibt es bis dato nicht. Eigentlich sollten diese Themen gar nicht in den Wahlkampf geraten, wenn Schulz sie nicht angesprochen hätte.
Leute, die gegen die AfD stänkern und die Nazi-Keule schwingen, wollen einfach nicht akzeptieren, dass viele Menschen nicht begeistert sind von einer zügellosen Zuwanderung hunderttausender Flüchtlinge und dem Multikultiwahn, der angeblich unser Land und unsere Gesellschaft lebenswerter machen würde. Dabei hatte die Kanzlerin noch im Oktober 2010 selbstgewiss posaunt: "Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!" Und ebenso im Juni 2012: „In der Währungsunion muss jedes Land für seine Defizite allein haften.“ Beide Aussagen zeigen, dass nur ohne Merkel die Probleme AfD und EU- bzw. Euro gelöst werden müssen. Das wohlfeile Verteufeln der AfD-Wähler ist hingegen absolut kontraproduktiv.

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