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Richtungsstreit in der Union: Ministerpräsident Günther warnt CDU vor Rechtsschwenk
DPA

Die SPD hat ihre Probleme - aber auch in der CDU rumort es. "Die Union darf sich nicht nach rechts orientieren", fordert Daniel Günther. Parteikollegen jedoch wollen verstärkt AfD-Wähler ins Visier nehmen.

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santoku03 17.02.2018, 18:35
1.

Das einzige was gegen die "AfD" hilft, ist dass die CDU/CSU wieder nach rechts und die SPD wieder nach links rückt. Dann ist es auch fast egal, welche von beiden in der Regierung und welche in der Opposition ist. Hauptsache, nicht beide in der Regierung. So einfach ist das.

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Menschundrecht 17.02.2018, 19:01
2. Schafft jede/n

Ach, Herr Günther, das Szenario, vor dem Sie warnen, das hat sich doch längst eingestellt, gleichgültig, ob man Ihre Mutti inzwischen für national sozialistisch, für nationalsozialistisch, für international sozialistisch oder für internationalsozialistisch halten mag.

Die hat es geschafft, die SPD ideologisch links zu überholen und die NPD exekutivistisch rechts. Sie wissen schon .... 'Wir schaffen das' aka 'Die Hölle auf Erden' aka 'Das Irrenhaus'.

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opk-verfasser 17.02.2018, 19:05
3. Kurs der „Herrschaft des Unrechts“ (Seehofer ) verlassen

Es ist richtig, wenn Parteikollegen verstärkt AfD-Wähler ins Visier nehmen wollen, was ja Merkel selber auch schon wollte. Zeitonline: 'Merkel will "jeden einzelnen AfD-Wähler" zurückgewinnen'.

Die Union muss sich dabei gar nicht nach rechts orientieren. Sie muss sich einfach nur in Richtung Rechtsstaatlichkeit orientieren und ihren Kurs der „Herrschaft des Unrechts“ (Seehofer ) verlassen. Nur so lassen sich die 980.000 AfD-Wähler zurückgewinnen, die früher CDU gewählt haben.

Die CDU braucht auch nicht unbedingt eine Verjüngung. Was sie braucht, ist nur die Rückbesinnung auf Konrad Adenauer, d.h. den Rücktritt von Angela Merkel.
http://opk-akte-verfasser.com/?p=25514

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muckusch 17.02.2018, 19:12
4. Der Kurs der Mitte tue der CDU gut, ...

... meint Herr Günther - woran dieses Resultat gemessen ward, sei dahingestellt, doch könnte dann ja alles bleiben wie es ist, denn darauf, was der CDU gut tut, kommt es ja entscheidend an.

Investitionsstau, Banken- und Eurokrise, Kollaps von Bundeswehr, Polizei, Justiz, Bildungswesen, Gesundheitssystem, Kranken- und Pflegekassen, Renten- und Pensionskassen, Migrationskrise, Klimaziele im Konflikt mit Feinstaubwerten, Agrochemie im Krieg gegen die Natur, nie gekanntes Tempo beim Artensterben, Boden, Wasser, Elektromobilität, Digitalisierung - und die CDU weiter auf dem gefühlten Kurs der Mitte auf Sicht.

Herr Günther, wählt sich Italien im März aus dem Euro heraus, dürfte Europa wohl implodieren, wenn ich diesbezüglich keinen Fake-News aufgesessen bin.
Ob der CDU-Wohlfühl-Kurs der imaginären Mitte dann auch Deutschland so gut tut wie der CDU im Wählertief?

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s.l.bln 17.02.2018, 19:16
5. So einfach...

Zitat von santoku03
Das einzige was gegen die "AfD" hilft, ist dass die CDU/CSU wieder nach rechts und die SPD wieder nach links rückt. Dann ist es auch fast egal, welche von beiden in der Regierung und welche in der Opposition ist. Hauptsache, nicht beide in der Regierung. So einfach ist das.
...ist es eben nicht.
Die CDU war die letzten 12Jahre ziemlich erfolgreich und hat bei der Wahl wegen eines temporären Ereignisses Stimmen eingebüßt.Vor allem, weil die Leute nicht in der Lage sind, zu begreifen, daß wir nie resriktivere Ausländergesetze hatten als jetzt.

Die Union braucht nicht die AFD light geben oder in unselige Kohl Zeiten zurück fallen.
Die Modernisierung hat ihr gut getan und mit einer vernünftig geregelten Nachfolge für Merkel wird was wohl wieder in die andere Richtung gehen.

Der limitierte Erfolg der AFD ist Teil eines weltweiten Effektes. Die Populisten haben die Wirkung der sozialen Medien erkannt und nutzen die geschickt, um einen bestimmten Teil der Gesellschaft abzuholen.

Das kann die Union auch machen, wenn ihnen 13 % reichen.

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spon_4583183 17.02.2018, 19:18
6. "Rechtsschwenk" von der Merkel-CDU zur alten CDU?

Wird das schon als schlimm angesehen? Früher galt die CDU mal als Partei der inneren Sicherheit. Heute kann ich davon nichts mehr erkennen. Ein "Rechtsschwenk" wäre für mich einfach ein Zurück zur Rechtsstaatlichkeit. Von daher wenn hier von Rechtsdruck gesprochen wird, dann muss man auch anerkennen, dass die CDU absolut nach links gewandert ist. Nicht ohne Grund hat die AfD die Lücke nutzen können und ist in Sachsen (als Beispiel) schon vor der CDU. Also wenn ich mal unterstelle, dass die AfD (wohlgemerkt in Sachsen) zur rechts ist, warum hat dann die AfD die CDU dort überholt? Warum sind die Wähler von der CDU weg zur AfD gewandert? Das passt doch nicht zusammen!

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riomaster181 17.02.2018, 19:20
7. Sinnlos

Da kann warnen wer will, Herr Günther oder andere. Die erste seriöse Partei die in der Migrationsthematik eine grundlegend andere Position einnimmt und diese auch umsetzt wird den Löwenanteil der zähneknirschend zur AfD abgewanderten Wähler zurückgewinnen. Und das kann eigentlich nur eine Post-Merkel CDU sein, da die Funktionärsschicht der SPD einen solchen Schwenk nie zulassen wird, egal wie sehr die SPD noch absaufen mag. Lieber in ideologischer Schönheit sterben als dem Wählerwillen folgen.

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4frankie 17.02.2018, 19:21
8. Ein junger, unter Merkel "groß" gewordener CDU-Funktionär

kann ja gar nichts anderes, als die linke Politik Merkels zu verteidigen. Er kennt einfach nichts anderes und kommt noch dazu aus dem Norden, wo man sowieso wenig konsequent bei seinen politischen Überzeugungen ist. Aber ein "weiter so" wird ganz klar der CDU den Weg der SPD eröffnen, so wie z.B. der DC in Italien in den 1990igern. Ein Weg zurück in die Mitte wäre noch lange kein "Rechtsruck" ... und die AfD ist keine "rechte" sondern eine wertkonservative Partei ... sie vertritt die Positionen, die lange Zeit zum Markenkern der CDU/CSU gehört haben. Wer die AfD stärken will, muss nur weiter den Weg Merkels gehen.

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ditor 17.02.2018, 19:28
9. rechts von der Union...

Wenn man den Anspruch hat, dass es rechts von der Union keine demokratisch legitimierte Partei geben dürfe, dann muss man auch entsprechende Politik machen. Der Blick nach Europa zeigt dass sich ansonsten neue rechte Parteien bis zur Regierungsbeteiligung etablieren können.

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