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Schulz und die SPD: Große Geschlossenheit? Schon wieder futsch
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Andrea Nahles soll künftig die SPD-Bundestagsfraktion führen - so wünscht sich das Martin Schulz. Aber es gibt Widerstand gegen die rasche Personalentscheidung. Hat sich der Parteichef verkalkuliert?

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Mister Stone 26.09.2017, 07:59
10.

Wie soll denn mit Nahles ein Neubeginn möglich werden? Ihr "Mindestlohnumgehungsgesetz" ist eine Farce, ebenso die Rente-mit-63-Täuschung. Diese Gesetze mit mehr Ausnahmen als Regeln sind Blendwerk. Nahles ("bestens vernetzt") und Schulz (überzeugter Europäer) gehören zum verfilzten SPD-Klüngel, der für den Niedergang der Partei verantwortlich ist. Politiker(innen) der zweiten und dritten Reihe wurden nie aufgebaut, sondern stets kleingehalten.

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kuac 26.09.2017, 08:02
11.

Es ist egal, wen Schulz vorgeschlagen hätte. Die Reaktionen wären die gleichen. Was will der Seeheimer Kreis? Ist 20% nicht tief genug? Die SPD hat keinen Nachholbedarf auf der rechten Seite. Jetzt muss die linke Flanke gestärkt werden. Ansonsten muss die SPD in Zukunft um den dritten Platz kämpfen.

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ziehenimbein 26.09.2017, 08:02
12. Schulz hat's vergeigt, Merkel auch!

Von daher sollte er zunächst kleinere Brötchen backen und die Fraktion machen lassen. Ob Merkel den Weg für eine große Koalition ohne sich als Kanzlerin frei macht, wage ich zu bezweifeln. Sie glaubt wohl wirklich die Wahl gewonnen zu haben, dabei ist gerade sie abgewählt worden.

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ArnoNyhm1984 26.09.2017, 08:03
13. Wenn die Jamaikagespräche scheitern..

..dann schlägt die Stunde der SPD: Sie wird dann einer GroKo zustimmen -ohne Merkel. Darauf wird sich die CDU nicht einlassen, es wird zu Neuwahlen kommen. Und da die auch nicht viel anders ausgehen dürften, wird es dann wohl dort zur GroKo kommen. Ohne Merkel.

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bmvjr 26.09.2017, 08:04
14. Unterstuetzer gesucht

Herr Schulz ist fuer das Debakel des historisch schlechtesten Wahlergebnisses eigentlich stellvertretend verantwortlich - da wurde von so Manchem eher ein Ruecktrittsangebot erwartet, als eine forsche Absage an die GroKo (obwohl die richtige Entscheidung) oder Personalfestlegungen. Aber der Herr Schulz muss dem Unbehagen innerhalb seiner eigenen Partei nun damit begegnen, sich loyale Mitstreiter auf seine Seite zu ziehen, da es sonst um seine eigene Zukunft in der SPD rasch geschehen sein mag. Das aber will Herr Schulz nach einigen ganz eigenen Niederlagen in seinem Leben nicht wegstecken muessen. Mindestens fuer ihn selbst muss das jetzt mal klappen, egal ob's nun wirklich gut fuer die SPD ist. Eine fragwuerdige Ausgangslage mit Potenzial fuer innerparteiliche Auseinandersetzungen, denen Sigmar Gabriel im Hintergrund zusehen wird, um sich zu gegebener Zeit wirkungsvoll zu praesentieren.

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AlBundee 26.09.2017, 08:08
15. Steht zu euren Leuten

Jetzt nur nicht wieder den Fehler machen, wie bei Steinbrück den Spitzenkandidaten nach der Wahl im Kartoffelsack in den Keller zu stellen. Von dem hat man nie wieder was gehört. Es ist unglaubwürdig, wenn eine Partei mit einem Kandidaten "überzeugt" durch den Wahlkampf zieht und bei Ausbleiben des gewünschten Erfolgs so tut, als kenne sie ihn nicht. Schulz hat nicht den perfekten Wahlkampf für die SPD gemacht, aber er hat wenigstens einen gemacht. Er hat weder die Agenda 2010 beschlossen, noch die GroKo, noch hat er als GroKo-Minister Fehlentscheidungen getroffen. Trotzdem ist er mit all diesen Steinen im Rucksack in die Wahl gegangen und hat getan was er konnte. Den Begriff "Seeheimer Kreis" habe ich im gesamten Wahlkampf nicht ein einziges mal gehört. Über Nahles Entscheidungen zum Gewerkschaftsrecht kann man sich streiten, aber dass sie eine Top-Personalie der SPD ist, ist wohl unbestritten. Lasst sie im Laden bis zum nächsten Parteitag den Hammer schwingen und bestätigt sie dann oder schlagt halt jemand besseren vor. Viel wichtiger ist jetzt, neben Schulz, Nahles, Gabriel, Schwesig, Oppermann weitere Leute ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und als Team um Ideen zu streiten. Nach der Merkel-Monokultur lechtst die deutsche Öffentlichkeit geradezu nach dem Kampf um die beste Idee. Denken sie mal an den verstorbenen Heiner Geissler. Hat der sich jemals um eine Parteieinheitsmeinung geschehrt? Nicht ein bisschen. Er hat gesagt, was er vor seinem Gewissen sagen musste. Und hat das damals dem Erfolg seiner Partei geschadet? Wohl eher nicht.

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christa.hans 26.09.2017, 08:08
16. Neubeginn

Neubeginn bedeutet eine neue Ausrichtung der Politik und dieses geht nur glaubhaft mit neuen Personen.
Weder Schulz noch Nahles kommen diesem gerecht.

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klatschreporter 26.09.2017, 08:08
17. Wie also kommt die SPD aus dem Keller?

"Interessanterweise kommt der Widerstand unter anderem vom Seeheimer Kreis, der Organisation der konservativen SPD-Abgeordneten - zu denen fühlt sich auch der frisch gewählte Parlamentarier Schulz zugehörig. "

Genau in diesem zu einflussreichen neoliberalen Agenda 2010 - Zirkel liegt einer der wesentlichen Gründe für die verheerende Wahlniederlage und den Niedergang der SPD: Den Seeheimern fehlt einfach das Sozialdemokratische.

Also, liebe SPD: Weniger Seeheimer, dann klappt's auch wieder mit dem Wähler.

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Marut 26.09.2017, 08:10
18. Seeheimer Kreis

Mit dieser Gruppe wird sich die SPD noch gründlich auseinandetzen müssen, denn sie wird einer wirklichen Positionserneuerung der Partei entgegen stehen. Eine Verschiebung der Position, die ein stärkeres Zusammenarbeiten mit der Linken möglich machen würde, werden diese Damen und Herren versuchen zu torpedieren. Die Tatsache, dass sich auch Martin Schulz zu ihnen hingezogen scheint, wirft eher die grundsätzliche Frage auf, ob es mit Schulz eine wirkliche Neupositionierung geben kann. Eine Entwicklung nach dem Motto "alter Wein in neuen Schläuchen" wird von den Wählern sehr schnell durchschaut und abgestraft werden.

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haresu 26.09.2017, 08:10
19. Ausgerechnet Nahles

Jahrelang ließen sich Leute wie Steinmeier noch im Morgengrauen des Montags zum Fraktionschef wählen, Diskussionen Fehlanzeige. Aber bei Nahles gibt es natürlich Widerstand. Weil sie die erste Frau auf dem Posten wäre? Weil sie eher links ist? Weil sie in der Bevölkerung nicht gerade beliebt ist? Oder ist es nur Postengeschachere? Geschmack hat das alles. Natürlich auch das Vorgehen von Schulz. Eigentlich müsste er den Job selber machen. Ersatzweise jemand der bekannt und beliebt genug ist um als Oppositionsführer im Parlament auch wahrgenommen zu werden. Aber da scheint es niemanden zu geben.

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