Forum: Politik
Schwarz-Dunkelrot: Wo CDU und Linke schon miteinander regieren
imago/Hohlfeld

Schmieden CDU und Linkspartei bald das erste Bündnis auf Landesebene? Adenauers Erben und die SED-Nachfolger sind sich längst nicht mehr so fremd wie einst.

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schwaebischehausfrau 09.09.2018, 10:59
1. Politischer Selbstmord...

Ein solches Bündnis auf Landesebene wäre politischer Selbstmord. Und zwar für CDU und LINKE gleichermassen. Nach Bildung würden beiden Parteien die Mitglieder und eigene Abgeordnete in noch größeren Scharen überlaufen von der CDU zur AfD und von LINKEN zu GRÜNEN. Man kann ja ne Menge versuchen herbeizuschreiben, aber diese vermeintliche tolle Idee, die AfD aus Regierungen herauszuhalten, würde die sonst als Super-Gau heraufbeschworenen "Weimarer Verhältnisse" nur noch beschleunigen..

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Mister Stone 09.09.2018, 11:02
2.

Sehr polemisch klingt "SED-Nachfolger"? Gehts nicht noch ne Schippe schmuddeliger? DIE LINKE ist die einzige Partei in Deutschland, die tatsächlich linke Ideen vertritt. Was haben denn "Stop von Rüstungsexporten an kreisenstaaten, Besteuerung von Milliardenvermögen, Verweigerung von deutscher Beteiligung an Kriegseinsätzen, Mindestrente und Mindestlohn deutlich (!) über Grundsicherungsniveau usw. usw. mit der SED zu tun? Gar nix! Aber alles was irgendwie links der kapitalistischen Elite ist (die SPD und die Grünen sind das schon lange nicht mehr, denn sie gehören zu diesem dekadenten Establishment), muss verschmuddelt werden, nicht wahr?
Und dem gegenüber wird die CDU als "Adenauers Erben" verklärt? Warum nicht "Erben der Persilscheinträger der Nachkriegszeit"? Weil das zwar zutrifft, aber nicht so edel klingt?
Alle wissen es, aber fast alle weigern sich, es zuzugeben: Wer die AfD verhindern will, muss linke Politik machen. Nicht scheinlinks sondern echt links. Aufstehen, Leute! Oder liegen bleiben wie bisher...

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mwroer 09.09.2018, 11:06
3.

Warum soll es auch nicht funktionieren? Auf Stadtteilebene, auf Kommunalebene gibt es kaum echte 'ideologische' Projekte. Da entscheidet tatsächlich eher der Pragmatismus und das ganz allgemeine Wohl der Bürger die Zusammenarbeit und wer da vertrauensvoll zusammen arbeiten kann, der soll das unabhängig von der Parteilinie im Bund oder Land auch gefälligst tun. Da würde ich im Zweifel auch mit der AFD versuchen zu arbeiten - und diese unsagbar dämliche Linie 'Auch wenn die Idee gut ist, wenn es es von denen kommt wird es abgelehnt' schleunigst fallenlassen.

Auf Landesebene ist schon wieder zuviel Bundespolitik im Spiel und damit steigt der Anteil 'Ideologie und Rücksicht auf den Bund' gewaltig. Ob es da funktionieren kann mit CDU und Links? Im Zweifel würde ich es einfach probieren. Letztlich waren auch die Grünen mal als 'nicht zur Zusammenarbeit geeignet' markiert.

Parteien ändern sich. Zusammenarbeit wird möglich und wo es geht sollte man dies auch tun.

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leo.dom 09.09.2018, 11:29
4. Linke sind links,

weil sie eine andere Meinung zu sozialen Fragen, zum Kapital, zum Militär etc. als die bürgerliche Mitte und der rechte Rand haben. Das tut der Demokratie grundsätzlich gut und muss auch akzeptiert werden. haben. Wenn Sachfragen zwar mit politischem Hintergrund, jedoch sachlich und pragmatisch gelöst werden, so ist das auch vollkommen akzeptabel - bei Vertretern anderer Parteien ist das nicht anders. Was spricht nun wirklich dagegen?

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Markus Frei 09.09.2018, 11:35
5. Zwang

Gerade in den neuen Bundesländern kann es durchaus passieren das eine Regierung ohne die AfD nur noch mit CDU und Linken machbar wird. Die SPD befindet sich dort im freien Fall und wird sich da in absehbarer Zeit sogar Sorgen um die 5%-Hürde machen müssen.

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robert.hammer 09.09.2018, 11:45
6.

wenn ich was in Richtung konservativ haben will dann kann man das evtl. mit CDU/CSU machen. Aber dann will ich nicht Links. Wenn es da Zusammenarbeit gibt, dann ist das nur eine Art von wie komme ich an Macht oder Mehrheiten, das hat mit dem Wähler dann nichts mehr zu tun. Warum nicht gleich wie in der DDR einen "demokratischen" Block aufbauen, die überall miteinander verbündet sind.

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d.b.licht 09.09.2018, 11:45
7. Vertrauen, richtig!

Entscheidend sind doch Akteure, die sich vertrauen und die Probleme gemeinsam angehen wollen. Bei Merkel vs. Seehofer kann man sehen, wie es -trotz gemeinsamer Parteien- nicht geht.

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Andreas1979 09.09.2018, 11:47
8. Das ist auch so ein Problem des Wahlvolkes

Warum soll ich noch wählen gehen, wenn in der Politik sowieso gemacht wird was sie wollen und jetzt rechts und linksbündnisse funktionieren könnten. Vor der Merkel CDU gab es immer klare Linien und Abgrenzungen.
Doch heute geht es nur darum seine Posten zu erhalten. Früher gab es noch Parteien, die für etwas standen. Heute fahren auch die Grünen mit dicken Autos, tragen Anzüge made in dreckigen Industrienationen usw. Darum ist die Glaubwürdigkeit in allen Politikbereichen erschüttert.

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GoaSkin 09.09.2018, 12:00
9.

So wie die Linke viele Jahre durch ihre Präsenz rot-grüne Mehrheiten verhindert hat, verhindert die AfD heute durch ihre Präsenz eben schwarz-gelb. Und wenn Beide stark genug sind, wird es eben auch für große Koalitionen zu eng.

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