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Schweden-Wahl: Der Traum vom Volksheim
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Die Populisten hoffen auf den dritten Sieg in Folge, die Sozialdemokraten auf Schadensbegrenzung: Bei der Wahl in Schweden an diesem Sonntag droht ein Rechtsruck. Was auf dem Spiel steht - der Überblick.

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Poli Tische 09.09.2018, 08:30
1. Viele BürgerInnen in den Europäischen Ländern...

... durchschauen nicht mehr die politischen Zusammenhänge. Desinteresse, Zeitmangel, Existenzsorgen usw. sind ein Garant dafür, andere für sich entscheiden zu lassen. Wer da mal Vertrauen in Parolen gefasst hat, geht gar manchen Menschenfängern auf dem Leim. Es ist ja so bequem - aber eben auch brandgefährlich. Der europaweite Rechtsruck ist Ausdruck dafür, dass die politische Bildung zu kurz kommt und viele BürgerInnen, aus welchen Gründen auch immer, lieber für sich denken lassen.

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helmut.alt 09.09.2018, 08:48
2. Die Schwedenwahlen werden signalisieren

wie der politische Trend in anderen europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland, zu erwarten ist. Der Haupteinfluss-Faktor ist eindeutig das Migrantenproblem. Da hilft kein Leugnen und das Anführen anderer Missstände wie niedrige Renten, zu wenig Wohnungen, zu niedriges Einkommen, etc.. Am Ende des Tages werden wir mehr wissen.

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habel 09.09.2018, 08:52
3. Guten Morgen Herr Hecking,

ein recht ausgewogener Artikel, sehr schön.
Sie schreiben u.a.:
"Die Rechtspopulisten hoffen auf einen Wahlsieg. Er wäre der dritte in Folge, seit sie 2010 ins Parlament einzogen. Dieses Mal aber könnten sie die politischen Kräfteverhältnisse auf den Kopf stellen. Gleichziehen mit den Sozialdemokraten und den bürgerlichen Moderaten. Vielleicht sogar vorbeiziehen an den beiden Parteien, die Schwedens Politik jahrelang dominiert haben. In mehreren Umfragen des Sommers lag die rechte SD auf Platz 1; bis zu 28 Prozent wurde ihr vorhergesagt."

Da in unserer Region recht viele schwedische Touristen unterwegs sind, mit denen man sich denn auch ab und an unterhält ...wage ich einmal eine Wahlprognose für den heutigen Abend:
Rechts wird dermaßen viele Stimmen holen, da werden sich die deutschen Parteien aber in den nun bald kommenden LT Wahlen "sehr warm" anziehen.

Gleiche Symptome wie bei uns in Lummerland. Allerdings sind die Schwierigkeiten in Schweden schon einen kriminiellen Schritt weiter fortgeschritten.

Tja. Astrologisch gesehen (lustig nicht wahr?), leben wir in einer Zeit des Umbruchs. Probleme kommen so lange wieder auf den Tisch, bis sie gelöst werden. Neue Ansätze sind gefordert ...und sie werden sich auch durchsetzen.
Klingt nach "Hokuspokus", muß man ja auch nicht glauben.
Da ist aber leider etwas d´ran.

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giremii 09.09.2018, 08:55
4. Die Gesellschaften des Westens radikalisieren sich!

neoliberaler Kapitalismus ist die treibende kraft, die die Menschen dazu bringen für völkisches Gedankengut empfänglich zu sein.
In Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung, sind am allerwenigsten die Fremden, Ausländer, Flüchtlinge und Asylanten schuld.
Ich hoffe und dachte, bis jetzt, dass die Aufklärung mit ein Garant dafür war, sich gebildet und weltoffen zu präsentieren. Wo ist diese Überlegenheit geblieben!? Wo steht die Christliche Welt heute...worin unterscheidet sie sich im Vergleich zu der unaufgeklärten muslimischen Welt? ...

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acitapple 09.09.2018, 09:15
5.

Zitat von Poli Tische
... durchschauen nicht mehr die politischen Zusammenhänge. Desinteresse, Zeitmangel, Existenzsorgen usw. sind ein Garant dafür, andere für sich entscheiden zu lassen. Wer da mal Vertrauen in Parolen gefasst hat, geht gar manchen Menschenfängern auf dem Leim. Es ist ja so bequem - aber eben auch brandgefährlich. Der europaweite Rechtsruck ist Ausdruck dafür, dass die politische Bildung zu kurz kommt und viele BürgerInnen, aus welchen Gründen auch immer, lieber für sich denken lassen.
Ihre genannten Argumente sind kein Resultat einer mangelhaften politischen Bildung. Sie sind zurückzuführen auf das Versagen der aktuellen und vergangenen Regierungen. Wer mit der aktuellen Situation unzufrieden ist schaut sich nach Alternativen um, egal ob Politik, Job, Beziehung usw.

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Havel Pavel 09.09.2018, 09:32
6. Der gesunde Menschenverstand wir wohl siegen

Zitat von giremii
neoliberaler Kapitalismus ist die treibende kraft, die die Menschen dazu bringen für völkisches Gedankengut empfänglich zu sein. In Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung, sind am allerwenigsten die Fremden, Ausländer, Flüchtlinge und Asylanten schuld. Ich hoffe und dachte, bis jetzt, dass die Aufklärung mit ein Garant dafür war, sich gebildet und weltoffen zu präsentieren. Wo ist diese Überlegenheit geblieben!? Wo steht die Christliche Welt heute...worin unterscheidet sie sich im Vergleich zu der unaufgeklärten muslimischen Welt? ...
Genau was Sie beschreiben sind ja die Punkte die im Focus stehen und die gilt es ja zu wahren und sich nicht durch eine unkoordinierte Zuwanderung zerstören zu lassen. Es ist ganz einfach nicht möglich all diese Werte einschliesslich Wohlstand und Ordnung unter Beibehaltung des gegenwärtigen Zuwanderungsstroms dauerhaft zu erhalten. Nur sind die allerwenigsten zu persönlichen Verzicht bereit wollen aber merkwürdigerweise auch gleichzeitig an den Zuwanderungsmodalitäten festhalten. Ja was denn nun, beides geht halt nun mal nicht!

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hdwinkel 09.09.2018, 09:35
7. Strategien gesucht

Es nützt ja nichts, um den großen Elefanten im Raum drumrumzureden. Es gibt wohl kein zweites Land in Europa, das nicht von der gegenwärtigen Migrationswelle, ausgelöst durch die Kriege in Nahost, betroffen wäre. Nirgends dürfte sich das tagtägliche Leben der Menschen so sehr verändert haben. Ein sozialistisches Paradies war Schweden zwar nie, aber Ghettoisierung in den größeren Städten sind tatsächlich neu und mit ihnen ein signifikanter Anstieg von Kriminalität wie Vergewaltigungen und Morden. Mehrheitlich ein Problem, ausgelöst durch Migration.
Die Menschen in Schweden sind traditionell sehr gastfreundlich und keineswegs fremdenfeindlich. Aber wenn das Geld und die Möglichkeiten nicht reichen, um die Integration praktisch zu managen, also z.B. mehr Polizei einzustellen, bezahlbare Wohnungen und Integrationskurse anzubieten, dann muß man sich nicht wundern, wenn mit Gruppen symphatisiert wird, die im Kern rassistisch sind. Nicht weil die Menschen mehrheitlich selbst rassistisch sind, sondern weil ihnen eine praktische Perspektive fehlt und auch in Schweden aus Angst vor den Rechtsaußen die Probleme nicht in der Gesellschaft offen diskutiert wurden.

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Poli Tische 09.09.2018, 09:38
8. Stimmt....

Zitat von acitapple
Ihre genannten Argumente sind kein Resultat einer mangelhaften politischen Bildung. Sie sind zurückzuführen auf das Versagen der aktuellen und vergangenen Regierungen. Wer mit der aktuellen Situation unzufrieden ist schaut sich nach Alternativen um, egal ob Politik, Job, Beziehung usw.
.....aber wie kann man diesen Versagen der Regierungen entgegensteuern? Indem sich der einzelne Bürger politisiert, nicht radikalisiert. Wer Zusammenhänge begreift (politische Bildung) kann in unserem Land nicht nur über Wahlen in der Politik etwas bewegen.
Es kommt doch darauf an selbst in der Lage zu sein über Missstände nachzudenken, zu analysieren und Entscheidungen zu treffen. In der Politik, im Job und in der Beziehung.

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Entgrenzt 09.09.2018, 09:38
9. Rechtsdrift

Wenn man als Wähler gemessen an den Wahlversprechen die tatsächlich umgesetzten Ergebnisse betrachtet, so ist man wohl gewillt diese in eine andere Richtung zu schieben, keinesfalls aber erwartet man eine 1:1 Umsetzung der propagierten Ziele, vielmehr geht es den Meisten um den zu erwartenen Konsens der dabei herauskommt.

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