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SPD kämpft um AfD-Wähler: Kümmern statt wimmern
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Die SPD rutscht in Umfragen immer weiter ab. Was tun? In Rheinland-Pfalz stemmen sich Genossen gegen den Negativtrend - und wollen wieder Kümmerer vor Ort sein. Kann das funktionieren? Ein Besuch.

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friedrich.grimm@gmx.de 12.07.2018, 14:20
1. Vertrauensverlust

"Erst an die Linkspartei, seit 2013 auch an die AfD. Aktuell liegt die SPD in Umfragen nur noch bei 17 bis 19 Prozent, 1998 mit Gerhard Schröder waren es noch 40,9 Prozent."
Und dank der Reformen wie auch zahlreicher neoliberaler Entscheidungen, die Gerhard Schröder in seiner Regierungszeit durchboxte, von denen Frau Merkel bis auf den heutigen Tag profitiert, liegt die SPD zurzeit genau da, wie beschrieben.
Niemand verargt es Merkel, dass sie in all ihren viel zu langen Regierungsjahren auch nur ansatzweise an dieser sozialen Schieflage etwas ändern wollte. Und so komme ich zu dem Ergebnis, dass die Wählerschaft, mit massiver Unterstützung unserer Medien, bei CDU und SPD mit zweierlei Maß misst.

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Dark Agenda 12.07.2018, 14:32
2. Die SPD regiert schon ewig in RLP mit Juniorpartner

Unwahrscheinlich dass sie sich als reformerische revolutionäre Kraft verkaufen kann.
Sie müssen sich aber auch keine großen Sorgen machen. Bisher haben die Wähler ihnen ja auch alles durchgehen lassen.
(Speziell die Infrastruktur ist ziemlich mies: Internetausbau, Straßenplanung, Brückenbau, Bahn und Fahrrad -Strecken)

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hansulrich47 12.07.2018, 14:32
3. Ein Versuch

Mehr nicht. Was soll ich einer Partei an "Bürgernähe" zugestehen, die sich mit der Suche nach zu beglückenden Menschen mit Gerechtigkeitslücken verzettelt? Statt Wohnungen zu bauen, erfindet sie "Mietpreisebremsen", die nicht funktionieren können. Eine Partei, die finanziell klamm ist und ruck-zuck die Parteienfinanzierung erhöht, aber den Soli, dessen Abschaffung allen etwas bringen würde, behalten will. Natürlich nur, um noch mehr Gerechtigkeitslücken zu finden und zu stopfen. Ziemlich unglaubwürdig!

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peterpeterweise 12.07.2018, 14:36
4. Kümmern um alle funktioniert nicht mehr

Die SPD hat sich in den letzten Jahren sehr um klassische Themen der Grünen gekümmert. Umweltschutz, Integration von Menschen ohne Bleibeperspektive, gendergerechte Sprache, Toiletten für intersexuelle Menschen .... das sind die Fragen, welche eine gut verdienende Wählerschaft gern angehen möchte. Einige dieser Fragen sind aber für die sozial schwächer gestellten Schichten nicht nur nicht vordringlich, sondern sogar bedrohlich. Umweltschutz führt zu hohen Stromkosten und Fahrverboten für alte Autos, Integration von Menschen ohne Bleibeperspektive zu Konkurrenz mit Immigranten um gering qualifizierte Jobs und gendergerechte Sprache stellt bildungsfernere Menschen ins gesellschaftliche Abseits, weil sie die neuen Sprach- und Benimmregeln nicht beherrschen und nicht mehr Normkonform mitreden können.
Die Zeit der großen Volkspartei für alle ist vorbei. Die SPD muss sich überlegen, wo sie Ihre Zielgruppe definiert. Will sie mit der Linkspartei um Geringverdiener konkurieren, oder mit den Grünen um die gutverdienenden Angestellten und Beamten?

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zeisig 12.07.2018, 14:37
5. Von der Basis entfernt.

Eine lobenswerte Initiative ist das, was die da initiieren mit diesem sogenannten Quartierbüro. Im Kleinen anfangen. Leider kümmern sich die Politiker aus der oberen Etage lieber um das Wohl von Flüchtlingen, allen voran Kevin Künert, der sich sogar erdreistet, einen 69 jährigen Politiker zu schelten, weil der sich über 69 Abschiebungen freut. Das muß aufhören! Die SPD muß wieder für ihrte ureigene Klientel da sein. Dann wird sie wieder wählbar.

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touri 12.07.2018, 14:37
6.

Zitat von friedrich.grimm@gmx.de
"Erst an die Linkspartei, seit 2013 auch an die AfD. Aktuell liegt die SPD in Umfragen nur noch bei 17 bis 19 Prozent, 1998 mit Gerhard Schröder waren es noch 40,9 Prozent." Und dank der Reformen wie auch zahlreicher neoliberaler Entscheidungen, die Gerhard Schröder in seiner Regierungszeit durchboxte, von denen Frau Merkel bis auf den heutigen Tag profitiert, liegt die SPD zurzeit genau da, wie beschrieben. Niemand verargt es Merkel, dass sie in all ihren viel zu langen Regierungsjahren auch nur ansatzweise an dieser sozialen Schieflage etwas ändern wollte. Und so komme ich zu dem Ergebnis, dass die Wählerschaft, mit massiver Unterstützung unserer Medien, bei CDU und SPD mit zweierlei Maß misst.
Natürlich tut sie das, schließlich stand die SPD mal für soziale Politik insbesondere in Bezug auf den einfachen Arbeiter und die CDU war schon immer wirtschaftsnah. Deswegen sage ich auch immer, Schröder Reformen waren grundsätzlich richtig, aber er war in der falschen Partei und hat dadurch die Kernwählerschaft der SPD verprellt.

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Leser161 12.07.2018, 14:37
7. Respekt, aber

Respekt für den unermüdlichen Einsatz dieser Graswurzelpolitiker. Mehr davon. Problem ist halt nur, die kann ich nicht wählen. Und selbst wenn ich hätte gerne die grundlegenden Probleme behoben und keine parteilichen Behördenhilfsdienst.

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vikkru 12.07.2018, 14:41
8. Zurück zu den Anfängen?!

Die Idee und das Projekt begrüße ich sehr weil es wirkt. In meiner Heimatstadt gibt es ähnliche Aktionen der SPD und hier ist der Absturz nicht ganz so extrem wie in der Fläche. Allerdings ist es Traurig das die Errungenschaften der SPD durch die Harz Gesetzgebung hinweggefegt wurde somit ist dies eine Möglichkeit zum Neuanfang.
Als nächstes kommen Arbeiterbildungsvereine :)?

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GrüneLeuchte 12.07.2018, 14:46
9. Richtig so.

Die SPD soll solange den Preis für Schröder zahlen bis sie in sich zusammen fällt. Erst dann kann eine neue Generation die Partei übernehmen die wirklich sozialdemokratische Politik anstrebt. Andernfalls ist Partei die ihre Wähler ein um das andere Mal verraten hat für immer Geschichte.

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