Forum: Politik
SPD nach der Wahl: Eine neue Hoffnung
DPA

Die SPD hat verloren. Zum Glück. Nur die totale Katastrophe hat die Kraft, die Genossen zum Neubeginn zu zwingen. Vielleicht ist heute der erste Tag eines neuen sozialdemokratischen Zeitalters.

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dennis_berber 25.09.2017, 15:58
1. Die SPD muss ihre Identität wiederfinden

Es gab Zeiten, da stand die SPD für das Bollwerk der Arbeitnehmerschaft und der Menschen- und Bürgerrechte. Seit Schröder ist die Partei aber so dermaßen weichgespült, dass von der einstigen identität nicht mehr viel übrig ist. Die Partei sollte wirklich in die Opposition gehen, sich an ihre Grundwerte erinnern und einen Neuanfang mit neuem Personal starten. Dann läuft es vielleicht auch bei der nächsten Wahl.
www.finwir.de/politik/spd-eine-partei-die-ihre-identitaet-verloren-hat/

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netroot 25.09.2017, 15:59
2. Eitelkeiten

Für mich zeigt es nur, dass es diesen machtbesessenen SPD-Politikern nur um ihre eigenen Pfründe geht. Programmatisch hat die SPD noch nie soviel sozialdemokratische Ideen implementiert, wie die letzten 4 Jahre. Ginge es um Inhalte, könnte man zufrieden sein und sollte seine Kommunikation überdenken.

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sono84 25.09.2017, 16:01
3. mit Schulz? wohl kaum

Steinbrück (ein Mitte Kandidat) hat 26 % geholt, wurde aber vom Hof gejagt.
Der Martin hat 21 % geholt und vorher mehrere wichtige Landtagswahlen verloren. Aber er soll die Karre aus dem Dreck ziehen?
Wann merkt die SPD, dass sie links noch nie Wahlen gewonnen hat bzw. auch dieses mal verloren hat, weil sie zu weit links stand bzw. mit der Linken keine Koalition ausgeschlossen hat.
Ich habe immer die SPD gewählt, nur dieses mal nicht und ich kenne viele andere.
Wie sagt Schulz, unser Programm ist gut, nur die Leute haben es nicht richtig verstanden..
Das zeigt einfach nur von der Arroganz der Linken, wenn sie schlecht abschneiden, sind die anderen eben zu dumm..
Der Martin ist sicherlich nicht derjenige, der die SPD wieder beleben kann.
Er ist das eigentliche Proble..

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pitti49 25.09.2017, 16:02
4. Der Kommentar strotz...

...genauso wie das gestrige Schulz-Statement von völlig fehlender Selbstkritik. So wird das nichts werden. Wettern in der Opposition hat nichts mit Verantwortung zu tun. Die SPD ist für mich einer der Hauptschuldigen am Aufwärtstrend der AfD. Weshalb hat Schulz nicht deren Anti-Sozialprogramm im Wahlkampf auseinander genommen? Weshalb hat er einseitig nur gegen die CDU gewettert?

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fantin-latour 25.09.2017, 16:03
5. Vorschlag

Lauter Worthülsen. Wie soll das denn programmatisch aussehen? Lächerlicherweise wurde der AfD in der Elefantenrunde vorgeworfen, keine Pläne hinsichtlich der Rentenversicherung zu haben. Haben denn die anderen Parteien welche, außer "Verdrängen. Aussitzen und hoffen, dass die Pleite der Rentenkassen und Pflegeversicherungen dann eintritt, wenn gerade die anderen regieren". Aber weder die Sozis noch die anderen Parteien meinen, die Wahrheit sei den Menschen zumutbar.

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whitewisent 25.09.2017, 16:04
6.

Ist das Sarkasmus oder übertriebener Optimismus? Denn was hat sich seit Freitag wirklich geändert? Die SPD ist weiterhin in 11 Bundesländern in der Landesregierung. Das schließt eine nationale wirksame Opposition aus. Kein einziger führender Genosse hat die Verantwortung für das Wahldesaster gezogen. Man tröstet sich einfach, daß es erwartet wurde. Das sieht man auf Landesebene in Ostdeutschland auch schon seit Jahrzehnten.

Die SPD ist innerlich so degeneriert und überaltert, daß es schlicht keine Nachrücker für wesentliche Positionen gibt. Wer sind die Leute, welche soziale Gerechtigkeit wie Drechsler oder Schreiner personifizierten?

Und wenn man Nachwuchs nennt, wer kommt? Das Multitalent Maas, der immer noch mit 51 zusammen mit Nahles (47) für die "Junge SPD" steht? Dabei sind diese auch schon zu lange im Geschäft, um Neu zu wirken. Der erste Schritt müßte ehrliche Selbstkritik gegenüber den Fehlern der letzten 20 Jahre sein, die natürlich aber auch mit Personen verbunden sind. Ansonsten ist das alles nur Show, um die Niedersachsenwahl noch zu packen. Denn solange die CDU darauf verweisen kann, wie unsozial die SPD auf Länder und kommunaler Ebene ist, wird keine sozial kritische Oppositionsarbeit möglich sein.

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jbdt 25.09.2017, 16:05
7. Linke und Heimat?

Es hätte Augstein gut angestanden, sich mit einzubeziehen und zu schreiben "Heimat ist für uns Linke ein schwieriges Wort".
Die Träumereien von Entgrenzung und Weltfrieden erscheinen doch oft nur als Ausflucht vor den praktischen, alltäglichen Problemen der Gesellschaft.

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niewieda 25.09.2017, 16:05
8. Sozial, für die Menschen und für Europa.

Das Programm der SPD ab heute: Ausgleich der sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen, den Menschen erklären, dass sich Heimat und Europa nicht ausschließen und sie mitnehmen in eine gerechtere Zukunft. Ich will dabei sein.

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Ossifriese 25.09.2017, 16:10
9. Ändern

"...Sozialdemokratie sieht anders aus..." meint Herr Augstein. Und beschreibt Schulz als den Heilsbringer einer neuen SPD - wenn er nur genügend präsent ist. Aber genau da liegt der Fehler! Schulz ist die SPD, weil er eine Partei vertritt, die nicht mehr von Sozialdemokraten, sondern von verkappten "Neoliberalen" und noch schlimmeren, eigennützigsten Figuren bestimmt wird. Dazu gehört und das ist Schulz genauso! Ein Neuanfang dagegen muss zunächst das Seeheimer Ungeheuer bändigen und kaltstellen. Und dann mit unverbrauchten, ehrlichen Parteigenossen ein neues sozialdemokratisches Programm auflegen, das auch sozial genannt werden kann! Mit Schulz wird das nix.

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