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Streit über Incirlik: Gabriel droht mit Ende der Awacs-Mission in der Türkei
AP

Beim Streit über die Bundeswehrtruppen im Stützpunkt Incirlik bringt Sigmar Gabriel jetzt auch die "Awacs"-Mission der Nato ins Spiel: Der Außenminister drohte mit einem Abzug von deutschen Soldaten.

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christa.hans 18.05.2017, 18:47
1. Gabriel droht ...

Es ist mehr als unwürdig wie Erdogan die deutsche Regierung und die Bundestagsabgeordnete am Nasenring durch die Manege führt.
Es ist mir ein Rätzel, dass man dieses so hinnimmt. Allerdings frage ich mich; "Warum von Seiten der Nato dieses so hingenommen wird?"

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hugahuga 18.05.2017, 18:51
2.

Sorry, aber ich kann Gabriel nicht mehr ernst nehmen. Er biedert sich an, dann droht er, dann erkennen wir die Worthülsen und dann bleibt alles, wie es ist. Der Mann ist auf diesem Posten überfordert. Nicht, dass sein Vorgänger sehr viel besser gewesen wäre. Aber Deutschland braucht einen kompetenten, fähigen und energischen AM - auch und gerade deshalb, weil bestimmte Staaten nur allzu gerne versuchen, die deutsche Aussenpolitik von aussen zu lenken.

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tullrich 18.05.2017, 18:52
3. Pure Angst?

Wovor hat Sigmar Gabriel so panische Angst? Dass die Türkei Deutschland den Krieg erklärt? Oder doch eher, dass sie die Grenzen wieder öffnet und mit weiteren Millionen Migranten die SPD auf unter 20% abstürzt? Und jetzt ruft er nach dem großen Bruder NATO - so wie er bei jedem kleinen Problem nach der EU oder dem Internationalen Währungsfonds ruft. "Riesenstaatsmann", nannte FJ Strauß mal Herrn Möllemann.

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toll_er 18.05.2017, 18:53
4. irre

Diesen Streit zu einem bilateralen Problem zu erklären, das schlägt dem Fass den Boden aus.
Wenn das bilateral ist, was hält 'uns' davon ab, Tornados und Awacs abzuziehen? Nichts. Ist ja nur bilateral.

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flytogether 18.05.2017, 18:53
5. Warum immer drohen?

Souveränität sieht anders aus. Man stellt einmal seinen Standpunkt dar und handelt dann entsprechend. Das gebiert Respekt und nicht dieses devote Herumlavieren. Das Maß ist schon lange voll

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jimbofeider 18.05.2017, 18:58
6. Brisanz

Das schaut so aus wie wenn das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Ein weiteres nachgeben, tolerieren gegenüber der Türkei scheint wohl nicht angezeigt. Wenn ein eigentlicher Türkei Fan wie Gabriel so klare Worte sprichtscheint wirklich Matthä am letzten zu sein. Das die Nato nicht vermitteln will, spricht für die Brisanz des Konfliktes Deutschl. - Türkei. Es wird so gehen meiner Meinung wie bei Scheidungen üblich, es wird keinen Sieger geben. Im Gegenteil alle werden verlieren.

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dirk1962 18.05.2017, 18:58
7. Unwürdiges Spektakel

Ich verstehe wirklich nicht, worauf die Regierung noch wartet. Zieht unsere Soldaten ab aus der Türkei und gut. Unsere Bundestagsabgeordneten haben das Recht jederzeit und ohne Sultan Erfolg zu fragen die Truppe zu besuchen. Vergesst endlich diese Türkei und haltet Euch an Deutsche Gesetze. Dieses ganze Theater mit den Türken ist unwürdig und peinlich. Nicht für Erdogan, aber für jeden Deutschen Bürger. Ich erwarte das meine Kanzlerin mehr kann als Rückzieher zu machen und Angst zu haben vor dem Sultan.

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kraus.roland 18.05.2017, 19:00
8. Die verfahrene Lage..

..kann durch Drohungen nicht entwirrt werden. Entweder die Mission der Bundeswehr auf türkischem Boden macht Sinn, dann gibt es nichtöffentliche Mittel den Sultan in die Schranken zu weisen, oder aber man ist von dessen Unzurechnungsfähigkeit überzeugt, dann muss der Bund sofort abziehen und die Natomitgliedschaft der Türkei energisch anfechten. Auf keinen Fall darf die Bundesregierung Erdogans Kindereien hinnehmen! Aber dazu braucht es eine Regierung!

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xaver1967 18.05.2017, 19:01
9.

Ach Herr Gabriel, würde die Türkei so formulieren wie Sie es gerade tun, wäre es für uns natürlich Erpressung. Und wie formulieren wir immer so schön, wenn die Türkei in regelmäßigen Abständen sehr infantil mit der Kündigung des Flüchtlingsabkommen droht? Genau, "wir gehen davon aus, dass die Türken weiterhin ihren Verpflichtungen nachkommen wird". Ähnlich wird es die Türkei nun tun, zumal Deutschland keinen gesetzlich verbrieften Anspruch auf die Abgeordnetenbesuche hat. Also, entweder ziehen wir jetzt nach dem großen Getöne die Soldaten ab, oder backen kleinere Brötchen und belassen sie dort, weil wir eigentlich wollen, dass sie dort bleiben sollen, aber trotzdem unsere Extrawurst einfordern. Und Stoltenberg hat Recht, machen Sie Ihre Angelegenheit mit jemandem, mit dem Sie im Streit legen selbst aus. So wirkt das recht weinerlich wie ein wutaufstampfender Bub, der seinen Willen nicht bekommt und nach dem großen Bruder ruft.

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