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Streit über Iran-Abkommen: Trumps gefährlicher Atompoker
DPA

US-Präsident Trump erwägt die Aufkündigung des Iran-Atomabkommens. Doch das wäre eine diplomatische Katastrophe: Ein Deal mit Nordkorea rückte in weite Ferne. Außenminister Gabriel nennt das "tragisch".

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lafari 22.09.2017, 08:43
30. #1

Sonst alles klar bei Ihnen? Selten so gelacht. Jedes land, das sich den USA nicht fügen will, ist ein regime, ein schurkenstaat und gehört folglich platt gemacht. In welcher welt leben wir, verdammt noch mal?

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nomac 22.09.2017, 08:44
31. lächerlich

Tillerson verweist tatsächlich darauf, dass er (und die USA) nach 38 nicht über den Überfall auf die US-Botschaft hinweggekommen sind? Das ist unendlich lächerlich und eines Diplomaten unwürdig.
Es scheint, als habe Trump nun ein Feld gefunden, auf dem er sich maximal austoben kann nachdem er zuhause nichts reißt. Ich hoffe, die Staatgemeinschaft kann eine befristete Eindämmungspolitik gegen Trump entwickeln.

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frodosix 22.09.2017, 08:46
32.

Zitat von kalim.karemi
Die Anbiederung an Diktaturen wie NK und Gottesstaaten wie den Iran ist nicht zu ertragen. NK will und wird nicht verhandeln, wenn zu einem Preis, den niemand, außer wahrscheinlich Deutschland, bereit ist zu zahlen. Verhandeln heißt positiver Ausgang für beide Parteien, mit Kim? Dass ich nicht lache, mit dem Iran? Ich denke unsere Medien berichten einseitig positiv über dieses Land, man möchte sich ja nicht der Vermutung unterwerfen islamfeindlich zu sein. Ich traue den USA eine realistischere Einschätzung der Lage zu, als dem Fleischerlehrling Gabriel.
Verhandeln heißt im Normalfall nicht positiver Ausgang für beide Parteien, sondern Ausgang, bei dem beide Parteien nicht das bekommen was sie wollen, aber mit dem Ergebnis leben können. Aber unter Trump wird jedes Ergebnis, bei dem die USA nicht genau das bekommt was sie will, als Schwäche gesehen.

Es geht hier auch nicht um Bauchpinseln eines islamischen Staates auch wenn Sie das gerne dort hinein lesen wollen. Fakt ist, dass der Iran sich an die ausgehandelte Abmachung hält und aktuell nicht mehr danach strebt Atomwaffen zu bauen. Das bestreiten nicht mal die USA. Aber Trump will die Abmachung nun einseitig aufkündigen, eben nicht weil sie durch den Iran verletzt wurde, sondern weil er der Meinung ist, dass der Iran noch viel mehr tun müsste, als die Abmachung vorsieht und weil dieser ja bei der nächst besten Gelegenheit wieder Atomwaffen entwickeln KÖNNTE.
Es ist bedenklich, dass die USA dadurch nach Außen hin das Signal geben, dass Vereinbarungen mit ihnen nicht das Papier wert sind auf dem es geschrieben steht. Wieso sollte irgend ein anderer Staat dann noch darauf vertrauen, dass sich Amerika an seine zukünftigen und vergangenen Zusagen hält? Gut heute ist es "nur" der Iran, morgen wird es Kuba sein und übermorgen könnte Trump auf die Idee kommen, dass die relativ geringen Reparationen, die Deutschland nach dem 2. WK geleistet hat, verbunden mit den Aufbauhilfen an die BRD, für die USA ein schlechter Deal gewesen sind und die Aufbauhilfen nun zurück verlangt. Und nachdem Trump ja in der Vergangenheit auch schon vorgeworfen hat, dass die Deutsche Wirtschaft "so unfair" gegenüber der US Amerikanischen sei und Polen ja auch schon einen Präzedenzfall dafür liefert, würden Sie das so absurd und undenkbar finden? ... Nach diesem Auftritt vor der UN? ... Wirklich?

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neu1197 22.09.2017, 09:01
33. zu 19 Wer ist an den Schaltknöpfen

Zunächst muß man feststellen, dass Iran nach informationen aus der UNO seine Verpflichtungen aus dem Atomdeal voll erfüllt. Woher kommt der Forist darauf, dass DT gegen einen Agrressor vorgehen muß. Und übrigens hat Iran noch nie ein anderes Land überfallen, die USA und die Saudis schon.

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EconomistGI 22.09.2017, 09:05
34. Ach wirklich?

Zitat von Palmstroem
Deutschland stellt sich wieder einmal an die Seite einer häßlichen Diktatur. Im Iran werden immer noch fast täglich Menschen öffentlich gehängt, auch Frauen und Jugendliche - auch wegen Gotteslästerung. Der Iran destabilisiert weiter mit seinen Terrormilizen den Nahen und Mittleren Osten und erkennt weiterhin das Existenzrecht Israels nicht an. Kann man einem Terrorregime trauen, dass weiterhin ballistische Raketen testet, die Atomsprengköpfe tragen können? Statt die USA wegen ihres berechtigten Mißtrauens anzugreifen, sollte Sigmar Gabriel besser vertrauensbildende Maßnahmen vom iranischen Regime fordern!
Das kann man auch umgekehrt sehen:
Deutschland weigert sich (aus der Geschichte gelernt habend), sich an die Seite einer gewaltverherrlichenden Autokratie zu stellen. In Amerika werden immer noch fast täglich Menschen von Polizisten ohne Not erschossen, nur weil sie die falsche Hautfarbe haben oder z.B. gehörlos sind. Amerika destabilisiert weiter mit seiner fehlenden Diplomatie Regionen in aller Welt (und - nebenbei bemerkt - erkennt weiterhin das Existenzrecht Palästinas nicht an). Kann man einem mental unstabilen, total egozentrischen, und weitgehend empathielosen US-Präsidenten trauen, der ständig Kontrahenten wie eigentlich Alliierte vor den Kopf stößt und der völlig unberechenbar ist? Statt Iran wegen Dingen anzugreifen, die Sache der Iraner ist,und nicht Sache Amerikas, sollten Sie besser vertrauensbildende Maßnahmen von der US-Administration fordern!
Sigmar Gabriel hat es auf den Punkt gebracht: Wer das Recht des Stärkeren statt die Stärke des Rechts propagiert, hat jegliche Glaubwürdigkeit verloren, für den Frieden einzutreten. Im Gegenteil, ein solcher ist ein Kriegstreiber, dem man in den Arm fallen MUSS, um sich vor der Geschichte nicht schuldig zu machen.

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joG 22.09.2017, 09:08
35. Es wäre schon fast tragisch...

....wenn es nicht gewollt wäre von Gabriel den Bruch mit den USA auf Grund solcher verfehlten Kritik zu erreichen. Der "Vertrag" ist von Obama schlampig gemacht, indem er ihn nicht ratifizieren lies. So ist es lediglich eine nicht bindende Absprache geblieben. Das wußten die Beteiligten. Auch ist sie eine schlechte Vereinbarung, die Iran erlaubt weiterhin Angriffsträger zu entwickeln und erproben um bereit zu sein für den Tag nach ihrem Ablauf. Iran befördert weiterhin Terroristen in der ganzen Gegend und war ursächlich, dass Assad seinen Bürgerkrieg weitertreiben konnte. Einige der Flüchtlinge wohnen nun in Deutschland und die kann man zum Thema fragen.

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Raubtierkapitalist 22.09.2017, 09:09
36. Was ist denn die Legitimation ?

Grundsätzlich sollte eine Weltgemeinschaft darauf drängen, Atomwaffen abzurüsten und die Entstehung von neuen zu verhindern.
Die USA und ihre Verbündeten erneuern aber ihr Atomwaffen:
http://www.n-tv.de/politik/USA-erneuert-Arsenal-in-Deutschland-article12471751.html
Mit welcher Legitimation wollen wir denn nun auftreten, die Herstellung solcher Waffen zu verhindern/ zu verbieten?
Das ist einfach unglaubwürdig!
Es wurden bereits Deals mit Libyen und Irak ausgehandelt, um die dortigen nuklearen Waffenprogramme zu stoppen. Dafür versicherte die US, dass sie diese Länder nicht angreifen wird.
Nun was dieses Versprechen wert war, kann man anhand der jüngesten Geschichte selbst beurteilen. Das haben sogar die Machthaber in Nordkorea mitbekommen.

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Peter Bernhard 22.09.2017, 09:12
37. "Atompoker" - bei den Ritchies

Die bei-den Richies - ain't no posh, it's cash, Baby... wir fahren Kies, immer hin und her. Den Riccardo und das Grenznutzentheorem kann ich in einem selbstgebastelten "Geldwert für Dummies" sehr gut mit Kim und Iran mir als verstanden banalisieren: "wir senden einen Flugzeugträger". Nur einen? So wie ich das gerade erinnere, scheint mir das nun wirklich was mit "Art of the Deal" zu sein: es sei völlig ausreichend und adäquat - in einem Waagschalewerfen - einer "atomare Bedrohung" mit einer Art Kreuz-Fahrt von Guam aus zu begegnen. Ist das etwa der Versuch einer gegenseitigen Verbilligung - das von mir gestern besprochene Abgelatsche-Latschenwerfen. vielleicht ironisiert mal? Denn: verballhornen wollte ich Riccardo zu Ritchies via art of richness oder so deshalb, weil ich eine Möglichkeit von ehrlicher und manageable Gegenseitigkeit gemeint hatte zu erkennen, in einem Vice Versa von allerdings Nichtanerkennen einer Unterschiedlichkeit von Wert: der Verzicht auf eine einzige nur Atombombe kostet mich gar nichts, erspart dir jedoch 100 Milliarden Dollar. Oder: diese B-minus-minus-Qualität will bei mir nun wirklich niemand haben, wieso sollte ich sie dir auch nur zur Hälfte des Preises überlassen, der in deinem Land gezahlt wird? Es kommt somit nicht - und nun - bezogen auf das Geforderte, das "Geld" ist, und nicht die Ware - zu einer Teuerung - und dann in einer Gegenseitigkeit im Wege eines ehrlichen Auge um Auge, Zahn um Zahn: zu einem Gegenerwerb durch den Verkäufer beim Käufer, dem sicher eingeräumt wird, den "eigentlichen" Wert zu fordern. Hierin eine Nachteiligkeit zu erkennen, die nicht immer auch gegenseitig zumindest logisch neutralisiert werden kann, erfodert "Volkswirtschaft": das Geld ist als solches somit als den Zirkel zweier Tauschpartner -- der wohl, und da wird es interessant: ein durch speziell illustrativ nationale Währungen, zu einem Zirkel beliebig vieler Tauschpartner erweiterbar ist - öffnendes Instrument zu sehen, das für Waren - wie ich meine - "zugelassen" werden muss, die von dem sich austauschenden ZIrkel, Kreise, nicht in die gegenseitige "Vernichtung", dis-toysing, von Geldwert einbezogen wird.

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wetterleuchten.horizont 22.09.2017, 09:16
38. Hallo an alle "National-Konservativen"

Habt Ihr denn immer noch nicht begriffen, dass es hier um die Frage geht "Krieg oder Frieden" und das natürlich auch in Europa. Denkt an eure Familien, bevor ihr sinnlose Kommentare in die Welt schickt.

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rolantik 22.09.2017, 09:18
39. Gabriel - wenig überzeugend

So richtig weiss man nicht, was die Strategie von Gabriel ist. Ist es dem Wahlkampf geschuldet, oder was ist seine Absicht? Hier sollte die EU mit einer Stimme sprechen und ein Land sich nicht alleine hervortun wollen. Am Verhandlungstisch zwischen Nordkorea den USA und China mit Russland wird bestimmt nicht Herr Gabriel sitzen, falls es überhaupt so weit kommt. Sein "besorgter" Blick ist wenig überzeugend und seine Beiträge eher selbstverständlich. Man sollte vorsichtig sein: auf der einen Seite den Iran zu "loben", dass er vertragstreu ist und anscheinend den Bau von Atomwaffen einstellt und gleichzeitig die Saudis mit Waffen beliefert, das passt nicht zusammen.
Dieses Getöse von Trump, mit der entprechenden Gegenreaktion von Kim Jong Un, ist kindisch und keiner wird einen Krieg anzetteln, weil in Nordkorea ein Despot sich Ansehen verschaffen will und ein US-Präsident mit totaler Zerstörung droht.
Höchste Zeit, dass China ihren Verbündeten in NK zurückpfeift und dass der Senat in den USA sich wegen Trump ähnlich verhält. Dazu braucht man aber Herrn Gabriel nicht, zumal Frau Merkel bereits ihre Vermittlerrolle angeboten hat.

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