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Streit über Sahra Wagenknecht: Revolte der Genossen
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Bei den Linken spitzt sich der Streit über Sahra Wagenknecht zu. Während die Fraktionschefin ihre Sammlungsbewegung vorantreibt, planen ihre Gegner den Aufstand. Ihr Ziel: Wagenknecht soll gehen.

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vigilante 08.11.2018, 18:25
1. Eine neue Konkurrenz für die Linke?

Nein, eine neue Partei wäre keine Konkurrenz für Die Linke.
Die Linke wäre dann nämlich erledigt und würde nach und nach aus dem Bundestag und aus allen Länderparlamenten fliegen. Und mit was? Mit Recht!
Auch ich würde dann sofort aus der Linken austreten und in Wagenknechts Partei eintreten. Hoffen wir, daß es bald soweit ist, denn obwohl ich noch das Parteibuch der Linken habe, stehe ich nicht mehr dahinter und halte die Partei für gescheitert.

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beathovenr66 08.11.2018, 18:26
2. Spd ?

Provokante These, gebe ich zu. Praktisch nur machbar, wenn bei der SPD das Herz wieder links sitzen würde und
nicht in einer undefinierbaren Mitte, zwischen allen Stühlen. Unser aller Sahra, keine Frage, ist eine Politikerin von
deren Qualität wir nur ganz, ganz wenige haben. Rhetorisch kann ihr ohnehin niemand das Wasser reichen und
vernünftige Positionen, man lese ihre Bücher, besetzt sie auch. Fehlt jetzt der Mut zum grossen Sprung ?

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linksrechts 08.11.2018, 18:27
3. Parteienlandschaft

Na dann bekommt Deutschland ja vielleicht doch noch eine echte linke Partei. Ich teile nicht unbedingt alle Meinungen einer Frau Wagenknecht, aber diese scheint ja wenigstens noch offen für Vernunft und Argumente zu sein.

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ex_Kamikaze 08.11.2018, 18:28
4. Ohne Wagenknecht

gibt es keine Realpolitik mehr bei den Linken. Statt über Verteilung des Wohlstandes, eine realistische Einwanderungspolitik und über die NATO wird dann nur noch über Gender und Feminismus diskutiert.
Damit "vergrünt" die Linke und verliert ihr Profil.
Links zu sein bedeutet nicht, jeden noch so abenteuerlichen Lebensentwurf mit einem Persilschein zu versehen. Links sein bedeutet, eine klare Position zum Kapitalismus und seiner Politik zu haben. Links sein bedeutet Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen und nicht die Interessen aller möglichen (teilweise selbst ernannten) Minderheiten zu Lasten der Mehrheitn durchzusetzen. Bei Kipping und Co habe ich nicht den Eindruck das denen diese Balance gelingt.

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fkfkalle3 08.11.2018, 18:43
5. Bye,Bye ihr sogenannten " Linken "

Eine lebendige, linke Bewegung lebt auch von unterschiedlichen Standpunkten, die in viel interner Kleinarbeit nach aussen eine Linie bildet. Klar, Sarah ist unbequem, das ist gut so. Offensichtlich hat man sich in den Diäten eingerichtet , spielt eine linke Bewegung, mehr ist da nicht mehr, verzichtbar. Die Interessen der Bürger wird nunmehr auch von den Linken eingestampft.

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entertainerin 08.11.2018, 18:46
6. Hoffentlich bald

Bereits seit der Ankündgung von Sahra Wagenknechts Bewegung "Aufstehen" hoffe ich auf eine Parteigründung. Sahra Wagenknecht ist für mich derzeit mit weitem Abstand die intelligenteste deutsche Politikerin in einem Alter, in dem sie noch etwas bewegen kann. Wer ihr letztes Buch gelesen hat, kann nur von Ihren fundierten Kenntnissen und ihrer Bildung begeistert sein. Wenn solche Menschen im politischen Wirkungsbereich mehr Macht hätten, bestünde tatsächlich die Chance auf eine bessere Welt. Daher bitte ich die Partei "Die Linke", enthebt sie aller Posten, so dass einer Parteigründung nichts mehr im Wege steht. Wir brauchen in dieser Welt des Kommerzes und der Gewinnmaximierung für Wenige und zum Schaden Vieler endlich einen wirklichen Aufbruch. Ich vermute, eine solche Partei hätte von Beginn an eine Chance auf ein zweistelliges Wahlergebnis und wenn sie sich nicht von falschen Freunden vereinnahmen lässt, sogar früher oder später noch viel mehr Potential.

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tinnytim 08.11.2018, 18:49
7.

Zitat von vigilante
Nein, eine neue Partei wäre keine Konkurrenz für Die Linke. Die Linke wäre dann nämlich erledigt und würde nach und nach aus dem Bundestag und aus allen Länderparlamenten fliegen. Und mit was? Mit Recht! Auch ich würde dann sofort aus der Linken austreten und in Wagenknechts Partei eintreten. Hoffen wir, daß es bald soweit ist, denn obwohl ich noch das Parteibuch der Linken habe, stehe ich nicht mehr dahinter und halte die Partei für gescheitert.
Für mich als dem linken Spektrum grundsätzlich gewogener Mensch, ist eine Linke unter Wagenknecht vollkommen unwählbar. Sicher hat sie ihre Sympathisanten und die Linke mag ohne Wagenknecht ein paar Federn lassen, aber Netto dürfte der Verlust überschaubar sein, wenn dieses zersetzende Element zusammen mit ihrem Mann in der Partei nichts mehr zu sagen hätte.

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Leonia Bavariensis 08.11.2018, 18:51
8. Wagenknecht ist zu recht umstritten

Eine Fraktionscheffin, die gleichzeitig eine Konkurrenzgruppierung aufbaut, spaltet natürlich die Partei. Man hätte ihr schon längst klar machen müssen, dass sie sich zu entscheiden habe und ansonsten entscheidet die Partei über sie. Sie spielt ja derzeit die Petry in rot.

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tinnytim 08.11.2018, 18:56
9.

Zitat von ex_Kamikaze
gibt es keine Realpolitik mehr bei den Linken. Statt über Verteilung des Wohlstandes, eine realistische Einwanderungspolitik und über die NATO wird dann nur noch über Gender und Feminismus diskutiert. Damit "vergrünt" die Linke und verliert ihr Profil. Links zu sein bedeutet nicht, jeden noch so abenteuerlichen Lebensentwurf mit einem Persilschein zu versehen. Links sein bedeutet, eine klare Position zum Kapitalismus und seiner Politik zu haben. Links sein bedeutet Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen und nicht die Interessen aller möglichen (teilweise selbst ernannten) Minderheiten zu Lasten der Mehrheitn durchzusetzen. Bei Kipping und Co habe ich nicht den Eindruck das denen diese Balance gelingt.
Sahra Wagenknecht und Realpolitik, der war gut.
Wagenknecht gehört zu jenen Elementen der Partei, die keine Kompromisse kennen und immer nur schwarz-weiß denken. Dabei gehören für sie die SPD und die Grünen genauso zum Schwarz, wie die FDP oder die CDU. Mit solchen Personen lässt sich nichts gestalten, sondern höchstens weiter Gräben aufreißen

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