Forum: Politik
Streit vor dem Parteitag: Groko-Gegner fürchten um Überleben der SPD
DPA

Unmittelbar vor Beginn ihres Bundesparteitags zeigt sich die SPD in der Koalitionsfrage tief gespalten: Die Parteispitze will ergebnisoffen mit der Union reden - Gegner der Groko sehen dagegen das Überleben der Partei gefährdet.

Seite 1 von 15
gesell7890 06.12.2017, 07:52
1. Eine Partei,

die sich zur Wahl stellt, Stimmen einsammelt, und dann die Stimmen wegschmeißt, muß nicht überleben. Wer Wählerwillen mit Füßen tritt, hat weder Verantwortung noch Demokratie begiffen. Und würde der Parteichef nicht immer vorschnell Unsinn von sich geben, brauchte er auch keine 180-Grad-Kehrtwende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mm12345 06.12.2017, 08:10
2. Verantwortung übernehmen

muß zunächst mal Frau Merkel. Die CDU hat vom Wähler den Regierungsauftrag bekommen, also machen ! Und wenn keiner mit der CDU regieren will, wird es eben eine Minderheitsregierung. Das kann doch nicht ernsthaft daran scheitern, das Frau Merkel das nicht so gerne hat. Für die SPD ist das eine echte Existenzfrage, eine erneute GroKo wird sie auf ein Niveau mit Grünen, FDP und Linken bringen. Was Frau Merkel recht sein könnte, die CDU als letzte grössere Partei. Deshalb möchte sie so gerne die GroKo. Und deshalb muß die SPD das verhindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
saarpirat 06.12.2017, 08:10
3.

Die Partei wird überleben, aber im schlimmsten Fall noch weiter absacken. Aber sie wird nicht sterben und kann wieder aufblühen.

Ich sehe eine Neuauflage aber auch als Chance. Die SPD sollte bei der nächsten Wahl (spätestens dann wohl ohne Merkel - und auch Schulz) aber ihre Erfolge deutlicher herauskehren und sie nicht der Kanzlerin überlassen.

Außerdem wäre das aktuell eine Riesenchance wichtige Projekt der Zukunftssicherung der Sozialsysteme und der Industrie 4.0 anzugehen und umzusetzen. Dabei hätte ich nämlich bei einer FDP-Beteiligung angst.

Und jede Alternative würde Deutschland nur schaden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Aranea avicularia 06.12.2017, 08:14
4. Weisheit contra Pöstchen der Altvorderen

die Gegner einer Groko sind klug genug, vor den Folgen einer Groko zu warnen. Aber Gabriel, Maas & Co. wollen ihre Ministerpöstchen zu gerne behalten, allen voran Gabriel. Und Schulz will endlich wichtig werden, irgendwie. Aus den gleichen Gründen gieren auch die Grünen nach Jamaika. Man kann diese kleingeistigen Egomanen nicht mehr ernst nehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kurt2.1 06.12.2017, 08:17
5.

Wenn Herr Bülow sich um seine Partei sorgt, sollte er sich Herrn Lauterbach anschließen und sich (mit) dafür einsetzen, dass die SPD endlich wieder Themen besetzt. Im Moment würde die Partei offene Türen einrennen, wenn sie sich für die Bürgerversicherung einsetzt. Davon sollte die SPD eine Koalition abhängig machen. Die Situation, solche eine Forderung durchzusetzen, kommt so schnell nicht wieder.
Dagegen ist der Einsatz für Europa, für Frauenrechte und Familiennachzug für Flüchtlinge jederzeit möglich. Außerdem sind es Themen, mit dem die meisten SPD-Wähler sich sowieso nicht identifizieren.
Erkennt die SPD dieses Fenster nicht, kann Herr Bülow sich auf dem Arbeitsamt fragen, was er und seine Partei falsch gemacht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kleinsteminderheit 06.12.2017, 08:23
6. Verantwortung übernehmen

Wer sich zur Wahl stellt, muss auch bereit sein, Verantwortung für das Land zu übernehmen. Derzeit ist eine Regierungsbeteiligung für keine Partei, außer CDU/CSU, attraktiv. Aber darum geht es nicht. Niemand wird dafür gewählt um sich in der Opposition als Besserwisser zu gerieren oder beleidigt seine Wunden zu lecken. Verhandeln, Kompromisse machen und regieren lautet der Auftrag. Wenn alle "den Lindner machen" sieht es düster aus für unser Land.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sandu2 06.12.2017, 08:25
7. SPD mit CDU und Grünen ohne CSU

Eine Groko mit CDU und CSU würde für die SPD bei der nächsten Wahl 10-15% bedeuten.
Einzige Möglichkeit, für die SPD gestärkt aus einer Koalition herauszukommen wäre eine Koalition mit CDU und Grünen ohne CSU, denn in dieser Koalition wäre die CDU der Juniorpartner,
Dies wäre auch für Deutschland die bessere Koalition, denn wie die CSU bei Glyphosat, Maut, Dieselskandal gezeigt hat, ist sie am Gemeinwohl nicht sonderlich interessiert, sondern eher Partei für Lobbyisteninteressen. Die Gesundheit der Deutschen oder gar von Europäern ist Ihnen nicht so wichtig.
Wie die Jamaika-Verhandlungen und die letzten 4 Jahre gezeigt haben, wäre eine solche Koalition auch stabiler.
Und wenn der Bundespräsident der SPD zumutet, ihr Überleben zu riskieren, um eine Neuwahl zu vermeiden, sollte er der CSU mal 4 Jahre Opposition zumuten können

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HARK 06.12.2017, 08:26
8. Verantwortung Bla bla

Wenn die SPD Verantwortung für das Land übernehmen möchte, dann muss sie Merkel dazu zwingen, eine Minderheitsregierung zu bilden und wechselnde Mehrheiten im Bundestag zu finden. Dann würde nämlich im sog. hohen Haus endlich wieder darüber debattiert, wohin das Land sich entwickeln soll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AlBundee 06.12.2017, 08:31
9. Reparaturvorschläge

Der Seeheimer Kreis tritt geschlossen in die CDU ein, dann hat diese geschmacksneutrale Partei ohne Eigenschaften wieder ein konservatives Profil. Nahles gründet einen Arbeitgeberinnenverband für Unternehmen, die nur Frauen einstellen, keine Mitbestimmung zulassen, wird dessen Präsidentin und wechselt in die FDP. Die CDU gründet die AMP (Angela Merkel Partei), schliesst Merkel aus der CDU aus und verweist sie in die neue Partei. Programm der AMP: Merkel, Erhalt von Merkel, Bewahrung des Vermächtnisses von Merkel, Merkel Biographie, Merkel-Museum, Merkel-Mechandising, Meditationsübungen im Rautengriff, Redetraining für Konfirmanden. Danach und erst danach sollte man es nochmal mit der GroKo versuchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 15