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Südkoreas Präsident Moon: Versöhner unter Druck
DPA

2019 wird doppelt schwer für Südkoreas Präsident Moon: Er muss die Sorgen seiner Landsleute ernstnehmen und gleichzeitig die Aussöhnung mit dem Norden vorantreiben. Er hat nur diese eine Chance.

hugahuga 10.01.2019, 20:06
1.

Wenn Moon und auf der anderen Seite Kim es schaffen, Rückendeckung bei den eigenen Leuten aufrecht zu halten, dann ist eine Annäherung sicher keine Utopie. Dass China sich von dem dann entstandenen Gebilde - eine Wiedervereinigung könnte man es wohl noch nicht nennen - bedroht fühlen könnte, ist eher unwahrscheinlich. Dass aber USamerikanische Politik wieder einmal falsch spielen könnte und sich nicht an geschlossene Verträge halten könnte, ist schon eher wahrscheinlich - dafür gibt es ausreichend Beispiele. Dass auch Japan unter Abe voll auf die US amerikanische Karte setzt und sich nicht um seine eigene Geschichte und dem, was man Korea angetan hat, schert, ist traurige Wirklichkeit. Man kann den Herren Kim und Moon nur wünschen, sich nicht zu sehr auf den "Wertewesten" zu verlassen, denn den gibt es bekanntlich nur auf dem Papier.

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hanji 10.01.2019, 22:34
2. Die leidige Wochenarbeitszeit

"... hat er die Wochenarbeitszeit in Südkorea auf 52 Stunden reduziert" kann man so nicht sagen: Es geht um die gesetzlich maximal ERLAUBTE Wochenarbeitszeit. Die physische Anwesenheitszeit am Arbeitsplatz laut Betriebsvereinbarung liegt in den meisten Unternehmen bei 40 h, und wie viel davon tatsächlich GEARBEITET wird, ist nochmal ein ganz anderes Kapitel.

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