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Syrien-Krieg: Russland spekuliert über Assads Fall
AFP / SANA

Mit Waffen und Geld unterstützt Russland den syrischen Diktator Assad - doch der Kreml ist offenbar nicht mehr sicher, ob er auf den richtigen Mann setzt. Moskaus Vize-Außenminister Bogdanow sagt: "Ein Sieg der Opposition ist leider möglich."

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cepnik1 13.12.2012, 12:36
1. Die Geister die gerufen werden...

In spaetestens 1 Jahr, dann denke ich werden die Rebellen schon 6 Monate die Macht ergriffen haben, wird man bestuerzt im Westen auf Meldungen reagieren die den Gottesstaat in Syrien ausrufen werden. dann, spaetestens dann wird man sich an den kopf langen und sich fragen muessen warum man diese Rebellen die von Al Quaida unterwandert sind unterstuezt hat, nur dann is es zu spaet ;-) bestes beispiel, Aegypten mit seinen Mossel bruedern und und und, da lob ich mir doch die Haltung Russlands, nix da mit Al Quida unterstuezung, Russland weis aus eigener erfahrung wie sich solche sogenate befreier vermehren koennen..................................., aber bleibt ihr nur in dem glauben das diese rebellen nur das gute und eine reine demokratie in syrien wollen, hahaha

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Anton T 13.12.2012, 12:40
2. Radius

Zitat von sysop
Mit Waffen und Geld unterstützt Russland den syrischen Diktator Assad - doch der Kreml ist offenbar nicht mehr sicher, ob er auf den richtigen Mann setzt. Moskaus Vize-Außenminister Bogdanow sagt: "Ein Sieg der Opposition ist leider möglich."
Zu spät, Putin. Viel zu spät. Hättest Du Dir 40.000 Tote in Syrien früher überlegen sollen. Welche Regierung, welches Regime auch immer Assad nachfolgen wird, man wird sich erinnern, wer das Massaker ermöglicht hat. Jetzt ist der Zug abgefahren. Die Militärbasen in Syrien kann der Kreml abhaken. Und damit den letzten verbliebenen Einfluß im Nahen Osten. Russlands außenpolitischer Aktionsradius wird kleiner, und das ist eine gute Nachricht für die Welt.

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lifeguard 13.12.2012, 12:40
3.

Zitat von sysop
Mit Waffen und Geld unterstützt Russland den syrischen Diktator Assad - doch der Kreml ist offenbar nicht mehr sicher, ob er auf den richtigen Mann setzt. Moskaus Vize-Außenminister Bogdanow sagt: "Ein Sieg der Opposition ist leider möglich."
war ja irgendwann klar, das moskau merkt, das sie auf das falsche pferd gesetzt haben.

am besten wäre es, hinter den kulissen über den abgang assads zu verhandeln, um da noch einflußmöglichkeiten auf die bildung einer übergangsregierung zu haben und nicht vollends das gesicht zu verlieren.

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freiheitsk 13.12.2012, 12:54
4. Schule

Zitat von sysop
Der Anschlag soll sich gegen eine Offizierssiedlung gerichtet haben. Unter den Opfern seien auch Schüler einer benachbarten Grundschule mit Kindergarten.
Und warum wurde die Bombe dann direkt vor einer Schule mit Kindern und Frauen gezündet? Zitat von
In Thursday's attack, a car packed with explosives blew up near a school in a residential part of the southwestern suburb of Qatana, Syria's SANA news agency said.
Blast near Damascus kills 16, state media say - Yahoo! News

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H.Lorenz 13.12.2012, 13:01
5. Was ist denn das für eine Aussage?

Ihre Headline und das Zitat von Bogdanow liegen grammatisch etwas auseinander, finden Sie nicht?!

Ich empfehle hier, die längst nicht mehr unabhängigen deutschen Medien äußerst kritisch zu betrachten. Ein Blick zu RiaNovosti (Keine Gegenreaktion Moskaus auf Anerkennung syrischer Opposition durch) genügt und man findet dort Bogdanow's ausführliche Äußerungen und noch einiges mehr - was, wen wundert's, hier beim Bertelsmann-Spiegel verschwiegen wird.

Außerdem, meinen Sie wirklich, daß Moskau nach einem Fall Assad's keinen Einfluß mehr in der arbischen Welt haben wird? Das ist naiv oder einfach nur dumm. Jeder weiß doch eigentlich, wie gut der Übergang des KGB-Netzwerkes auf deren Nachfolger vollzogen wurde und daß neben diesem Netzwerk nur noch eines im nahen Osten und Nordafrika annähernd gut aufgestellt war: Mischa's Auflandsaufklärung, die in Teilen nach der politischen Wende vom BND genutzt wurde und wird.

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machete08 13.12.2012, 13:10
6. Sinnentleert

Assad oder mehr Islam? Was wollen ihr? Frei, wohlhabender, glücklicher wird niemand in Syrien werden. Schon gar nicht, nachdem das Land zerschossen ist und sich die jeweiligen Bevölkerungsgruppen dort mit oder ohne Assad weiter nach dem Leben trachten werden. Das Ganze ist vollkommen sinnentleert mit Blick auch eine bessere Zukunft für die Menschen dort.

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Schroekel 13.12.2012, 13:13
7. eine teure...

Zitat von sysop
Mit Waffen und Geld unterstützt Russland den syrischen Diktator Assad - doch der Kreml ist offenbar nicht mehr sicher, ob er auf den richtigen Mann setzt. Moskaus Vize-Außenminister Bogdanow sagt: "Ein Sieg der Opposition ist leider möglich."
...und überdies sehr späte einsicht der russischen nomenklatura. Es sind nicht nur 40 tausend mit russischen waffen getötete menschen zu beklagen, der komplette verlust des ansehens und einflusses im arabischen raum und des verlustes der letzten marinebasis ausserhalb russland, es handelt sich um einen miliardenverlust an unbezahlten rechnungen für rohstoffe, benzin, waffen und - letztlich - devisen und vor allen dingen eine bankrotterklärung dessen, was pukins leute diplomatie nennen. an der syrienpolitik der russischen regierung ist gut abzulesen, dass sich russland wieder in richtung alter sowjetzeiten zurückentwickelt hat. leider war da nichts anderes zu erwarten. teure sache.

noch eine notiz. der SPON artikel ist etwas ungenau. lt. BBC und Al Jazera hat vize aussenminister bogdanow ebenfalls bestätigt, dass russland vorbereitungen zur evakuierung der (mehrere tausend) in syrien verbliebenen staatsbürger getroffen hat.

BBC News - Syria government 'losing control' - Russian official

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reuanmuc 13.12.2012, 13:16
8.

Zitat von lifeguard
am besten wäre es, hinter den kulissen über den abgang assads zu verhandeln, um da noch einflußmöglichkeiten auf die bildung einer übergangsregierung zu haben und nicht vollends das gesicht zu verlieren.
Die Russen hätten mit der syrischen Militärführung verhandeln sollen. Allein sie hätte dieses grausame Blutvergießen verhindern können und eine auch für die Russen genehme Übergangslösung ohne Assad finden können. Die jetzige syrische Opposition wird sich kaum mit den Russen arrangieren nach diesen Erfahrungen.

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H.Lorenz 13.12.2012, 13:21
9. Nachtrag

Natürlich hält Moskau nicht ewig an einer Situation fest, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht nach "Schema F" beendet werden kann. Andererseits sollten sich einige Forsiten mit dem Gedanken anfreunden, daß selbstverständlich längst Verhandlungen geführt wurden, mit dem Ziel eine Nachfolge-Administration zu etablieren (und zuzulassen), die territoriale, politische und wirtschaftliche Stabilität garantiert. Und diese Verhandlungspunkte werden natürlich auch so aufgestellt sein, daß russischer Einfluß selbstverständlich erhalten bleiben wird.

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