Forum: Politik
Traumatisierte Kinder in der Ukraine: Kaspern gegen den Krieg

Krieg, Flucht, Vertreibung. Die Clowns von Red Noses setzen dem Elend Ukulele, ein Märchen und ein Lächeln entgegen. In der Ukraine helfen sie mit Workshops, die das Herz berühren.

hansriedl 13.08.2017, 20:59
1. Ukraine: Straßenkinder

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung der Ukraine lebte bereits vor dem Ausbruch des bewaffneten Konfliktes in existenzieller Not, eine Situation die sich durch den Krieg nochmal extrem verschärft hat. Eine Folge davon sind Tausende von Straßenkindern, die in Kanälen, U-Bahnschächten und Kellern leben. Viele leben in den Wäldern.
Armut hat viele Gesichter: das der bettelnden, schlecht ernährten und verwahrlosten Straßenkinder ist eines davon. Sie sind ein Symptom der desolaten Situation, in der sich die Ukraine befindet.
Wege ohne Ziel.
Die Maidan Revolution von 2014. Die Folgen sind die gleichen wie im Irak, Libyen, Syrien.
Lernen die Putschisten nichts dazu?.

Die Arbeitslosenrate schoss durch den bewaffneten Konflikt weiter durch die Decke, besonders kinderreiche Haushalte schaffen es häufig nicht mehr, die Familie zu ernähren. Es gibt kein funktionierendes Sozialsystem, um extreme Härtefälle abzufedern. Sozialstationen und auch medizinische Notfalldienste mussten in Teilen des Landes geschlossen werden.Viele Kinder, deren Zuhause von Armut und häufig auch von Gewalt geprägt ist, entschließen sich wegzulaufen. Doch nun, mitten in der Krise, sind sie umso mehr auf sich allein gestellt.

Um zu überleben, sehen die Kinder oft keinen anderen Weg als sich zu nehmen, was sie zum Überleben brauchen - oder sich zu prostituieren. Oft leiden sie an Hunger und Krankheiten, an vielen Orten ist HIV weit verbreitet. Um ihrem tristen Alltag zu entkommen und den Hunger nicht zu spüren, schnüffeln einige Kinder regelmäßig Klebstoff oder konsumieren andere Drogen.
Die Ukraine hatte eist 52 Millionen Einwohner. Wie viel Einwohner hat die Ukraine heute?
Jetzt sind es nur noch 41 Millionen. Aber die reale Zahl ist noch niedriger. Denn nach offiziellen Angaben arbeitet eine Million Ukrainer in Russland und in der EU. Viele Migranten fahren mit einem Touristen-Visum in die EU und lassen sich dann dort nieder.

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hdwinkel 13.08.2017, 21:10
2. Nie wieder Krieg

Es ist immer wieder herzzerreißend, welches Leid ein Krieg erzeugt. Und es macht umso wütender, daß aus dem Ostukrainekonflikt überhaupt ein ausgewachsener Krieg geworden ist.
Daran haben alle Beteiligten ihre Aktien: Russische Nationalisten, die ohne den Hauch einer Mehrheit auf eine gewaltsame Loslösung von Kiew drängten genauso wie die ukrainische Regierung, die den Konflikt durch ihre ATO überhaupt erst zu einem ausgewachsenen Krieg mit Bomben und Artillerie auf bewohnte Städte gemacht haben.
Besonders zynisch hat sich Herr Poroschenko damals geäußert:
„Unsere Kinder werden in Schulen und Kindergärten gehen, während ihre sich in Kellern verkriechen!“
Er hat gewissermaßen Wort gehalten. Und sowas sind unsere Partner oder sogar Freunde.
In jedem Fall aber Dank und Hochachtung den Red Noses für ihren Einsatz.

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widower+2 13.08.2017, 21:41
3. Geschwurbel!

Zitat von hdwinkel
Es ist immer wieder herzzerreißend, welches Leid ein Krieg erzeugt. Und es macht umso wütender, daß aus dem Ostukrainekonflikt überhaupt ein ausgewachsener Krieg geworden ist. Daran haben alle Beteiligten ihre Aktien: Russische Nationalisten, die ohne den Hauch einer Mehrheit auf eine gewaltsame Loslösung von Kiew drängten genauso wie die ukrainische Regierung, die den Konflikt durch ihre ATO überhaupt erst zu einem ausgewachsenen Krieg mit Bomben und Artillerie auf bewohnte Städte gemacht haben. Besonders zynisch hat sich Herr Poroschenko damals geäußert: „Unsere Kinder werden in Schulen und Kindergärten gehen, während ihre sich in Kellern verkriechen!“ Er hat gewissermaßen Wort gehalten. Und sowas sind unsere Partner oder sogar Freunde. In jedem Fall aber Dank und Hochachtung den Red Noses für ihren Einsatz.
Sie können auch durch das Zitieren angeblicher Äußerungen von Poroshenko nicht wegdiskutieren, dass Russland in diesem Krieg eindeutig der Aggressor ist. Und da das so ist, sind die Ukrainer natürlich unsere Freunde und Partner, sofern man noch auf dem Boden des Grundgesetzes und des Völkerrechts steht.

Etwas Anderes ist schlicht nicht denkbar, wenn man sich nicht dauerhaft der Barberei des Rechts des Stärkeren beugen möchte.

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KaroXXL 13.08.2017, 23:02
4. Wieso ist Russland da der Aggressor?

Zitat von widower+2
Sie können auch durch das Zitieren angeblicher Äußerungen von Poroshenko nicht wegdiskutieren, dass Russland in diesem Krieg eindeutig der Aggressor ist. Und da das so ist, sind die Ukrainer natürlich unsere Freunde und Partner, sofern man noch auf dem Boden des Grundgesetzes und des Völkerrechts steht. Etwas Anderes ist schlicht nicht denkbar, wenn man sich nicht dauerhaft der Barberei des Rechts des Stärkeren beugen möchte.
Haben Sie da konkrete Belege?

Und was soll "angeblich" heißen?
Und der Putsch ging sicher nicht von Russland aus.
Das Massaker von Odessa, die Angriffe auf Wohngebiete, das ständige Brechen des Minsk-Vertrages. Plus extremer Nationalismus und "Freiwilligenbatallione" voll von Neonazis, und zwar der üblen Sorte, teilweise auch in der Politik. Und DAS sind Freunde und Partner? In welcher Welt denn bitte??

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spon-facebook-10000122439 13.08.2017, 23:53
5. Freunde und Partner ?

Eine Regierung , die Bandera und Konsorten verehrt, wird nie unser Freund und Partner sein , das sollten wir Deutsche aus unserer Geschichte gelernt haben , nie wieder Faschismus , nie wieder Krieg. Guten Abend.

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hdwinkel 14.08.2017, 00:06
6. Krieg

Zitat von widower+2
Sie können auch durch das Zitieren angeblicher Äußerungen von Poroshenko nicht wegdiskutieren, dass Russland in diesem Krieg eindeutig der Aggressor ist. Und da das so ist, sind die Ukrainer natürlich unsere Freunde und Partner, sofern man noch auf dem Boden des Grundgesetzes und des Völkerrechts steht. Etwas Anderes ist schlicht nicht denkbar, wenn man sich nicht dauerhaft der Barberei des Rechts des Stärkeren beugen möchte.
Regierungen, die Kriegsverbrecher und Antisemiten wie Bandera zu Volkshelden macht, mögen Ihre Freunde und Partner sein, meine bestimmt nicht.
Aber auch inhaltlich irren Sie. Ich zitiere mal den von Poroschenko Beauftragten Herrn Schufritsch vom Anfang Juli 2014:
"Für uns kam die Entscheidung, die Anti-Terror-Aktion wiederaufzunehmen, völlig unerwartet. Doch das ist Poroschenkos Entscheidung, er ist dafür verantwortlich. Fakt ist allerdings auch, dass selbst nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsrates zwischen 20.000 bis 25.000 Männer im Donbas unter Waffen stehen. Etwa 2,5 Millionen Menschen im Donbas haben beim sogenannten Referendum für die Abspaltung gestimmt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung will nicht mehr Teil der Ukraine sein. Damit müssen wir uns alle auseinandersetzen, auch wenn das in Kiew nicht jedem schmeckt."
http://derstandard.at/2000002728734/...t-verhandelbar

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