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Trotz Drohung aus Pjöngjang: Trump besteht auf Denuklearisierung Nordkoreas
AP

Steht das historische Treffen zwischen Kim Jong Un und Donald Trump auf der Kippe? Entsprechende Drohungen aus Pjöngjang würden ihn nicht von seinen Forderungen abbringen, verkündete der US-Präsident nun.

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newera2100 16.05.2018, 19:56
1. Atomwaffen

Wer anderen die Entwicklung von Atomwaffen verbieten will, sollte sich erst einmal dazu verpflichten sein eigenes Arsenal zu recyclen; alles andere ist eine unglaubliche Anmassung. Und das gilt sowohl bzgl. Nordkorea als auch dem Iran. Pakistan, Indien, Israel haben auch Atomwaffen.. eine Handvoll Nukes zu haben ist also schon lange nicht mehr das Privileg eines elitären Clubs - und wer könnte heute noch behaupten die Führungen des Iran oder selbst Kim wären "unberechenbarer" als jene der USA selbst!?

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Gmorker 16.05.2018, 20:05
2. Unumkehrbar?

"komplette, verifizierbare und unumkehrbare Denuklearisierung " - Wie kann man denn eine unumkehrbare Denuklearisierung erreichen, wenn letztlich alleine das Wissen und die generelle Verfügbarkeit von spaltbarem Material ausreicht, um eine Nuklearisierung durchzuführen. Solange es spaltbares Material und das Wissen irgendwo auf der Welt gilt, ist die Denuklearisierung auch theoretisch umkehrbar, notfalls indem man bei Null wieder anfängt. ... Natürlich sind das jetzt politische Spielchen, die Nordkorea da treibt, aber ein Militärmanöver abzuhalten, das einen Angriff auf den Norden simuliert, während der Norden endlich die Kriegsrhetorik runterschraubt, zeugt meines Erachtens auch nicht grade von Weitsicht. Der Satz von Trump "Wir haben nichts gesehen, wir haben nichts gehört" scheint allerdings Kernsatz seiner gesammten Administration und Präsidentschaft zu sein ;)

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dirk1962 16.05.2018, 20:08
3. Ein Trauerspiel

Nun gibt es eine echte Chance auf Gespräche mit Nordkorea und Trump riskiert deren Absage, um bei seiner Forderung zu bleiben. Kim wird schnell jedes Interesse verlieren, wenn er wie ein Bittsteller behandelt wird.

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neutralfanw 16.05.2018, 20:24
4.

Glaubt Trump, dass er weiterhin seine Spielchen spielen kann? Warum jetzt dieses Manöver vor Kim‘s Nase? Auch Trump muss Kompromisse eingehen, sonst wird das nichts mit dem Kim-Gespräch. Den gemeinsamen Auftritt und die Fotos dazu sind doch das eigentliche Ziel von Trump.

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hugahuga 16.05.2018, 20:33
5.

Wenn man sich das Video und die Begründung für die Manöver - ausgerechnet jetzt, wo es Licht am Horizont zu geben scheint, ansieht, dann fällt einem zur US amerikanischen Politik nur der Vergleich mit der "Axt im Walde" ein. Es kann eigentlich nicht mehr lange dauern, bis die Vorherrschaft des Hegemons gebrochen wird - denn dass 330 Mill US Amerikaner den Rest der Welt nach ihrer Pfeife tanzen lassen wollen, kann nur in einem Desaster enden.

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Heinrich52 16.05.2018, 20:39
6.

Zitat von dirk1962
Nun gibt es eine echte Chance auf Gespräche mit Nordkorea und Trump riskiert deren Absage, um bei seiner Forderung zu bleiben. Kim wird schnell jedes Interesse verlieren, wenn er wie ein Bittsteller behandelt wird.
Er wird nicht wie ein Bittstelelr behandelt. Er weiß dass es um denuklearisierung geht. Im Vorfeld wurde das mit dem amerikanischen außenminister besprochen, da war er noch gewillt. Wenn er denuklearisiert wird man ihm helfen dass Nordkorea so wohlhabend wird wie Südkorea. Es soll auch um einen Friedensvertrag gesprochen werden, das sichert sein Bestehen. Aber er möchte lieber die Knfrontation mit den USA und Japan und dass die Bevölkerung weiterh hungert. Nur weil er 3 Gefangene Amerikaner freigelassen hat stellt er Forderungen Ganmz schön kühn

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ex_Kamikaze 16.05.2018, 20:41
7. Die sind verrückt die Amis

haben die echt geglaubt für ein paar Fotos in Singapore unterwirft sich Kim bedingungslos der US-Hegemonie?
Nehmen die überhaupt noch Interessen Anderer wahr?

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Heinrich52 16.05.2018, 20:42
8.

Zitat von Gmorker
"komplette, verifizierbare und unumkehrbare Denuklearisierung " - Wie kann man denn eine unumkehrbare Denuklearisierung erreichen, wenn letztlich alleine das Wissen und die generelle Verfügbarkeit von spaltbarem Material ausreicht, um eine Nuklearisierung durchzuführen. Solange es spaltbares Material und das Wissen irgendwo auf der Welt gilt, ist die Denuklearisierung auch theoretisch umkehrbar, notfalls indem man bei Null wieder anfängt. ... Natürlich sind das jetzt politische Spielchen, die Nordkorea da treibt, aber ein Militärmanöver abzuhalten, das einen Angriff auf den Norden simuliert, während der Norden endlich die Kriegsrhetorik runterschraubt, zeugt meines Erachtens auch nicht grade von Weitsicht. Der Satz von Trump "Wir haben nichts gesehen, wir haben nichts gehört" scheint allerdings Kernsatz seiner gesammten Administration und Präsidentschaft zu sein ;)
Alles spaltbare Material muss er vernichten und die Langstreckenraketen muß er aufgeben. Das sind die Forderungen der drei Mächte. Es gibt keinen so schlechten Deal wie mit den Iranern. Kein fauler kompromiss. Waren gegen Abrüstung. Er hat keine Forderungen zu stellen er ist nicht in der Situation wo er das kann. Das ist ihm nun klar geworden.

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kodu 16.05.2018, 20:51
9. Warum ausgerechnet JETZT ein Manöver?

Daß ausgerechnet jetzt ein solches Militär-Manöver stattfindet, zeigt womöglich an, daß es den USA nicht um Annäherung, sondern lediglich um Aufrechterhaltung des "PAX AMERICANA" geht.
Anstatt sich sorgfältig auf das Treffen mit Nordkoreas Kim vorzubereiten, beginnt Trump jetzt schon und über die Medien, für Pjöngjang unannehmbare Forderungen auszuposaunen, was das Ende des Tauwetters sein dürfte. Das Treffen wird nicht stattfinden, befürchte ich!
Trump sollte bei Tsun-Tsu nachlesen.

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