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Trump gegen die Uno: Schockstarre am East River
AP

Donald Trump will aufräumen in der Uno. Doch bisher gab es nur wirre Signale und Twitter-Tiraden. Ausbaden muss das die krisengeplagte Weltgemeinschaft - und die unerfahrene Botschafterin des US-Präsidenten.

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Atheist_Crusader 17.02.2017, 15:21
1.

Wenn's denn nur die Gelder wären. Tatsächlich diskutieren konservative Kreise gerade, ob man sich nicht komplett aus der UNO zurückziehen sollte.

Natürlich gibt es eine Menge an der UNO zu kritisieren, aber keine UNO zu haben dürfte schlechter sein als eine ineffiziente UNO zu haben. Zumal die USA fröhlich zu dieser Ineffizienz beigetragen haben. Das offensichtlichste Beispiel wäre der Weltsicherheitsrat wo die ständigen Mitglieder mit ihrem dauerhaften Veto mal gerne sämtliche Sanktionen gegen sich und ihre Freunde abwürgen.

Die konservativ-amerikanische Mentalität geht aber leider in die Richtung, dass die USA so großartig und besonders wären, dass man am besten tut was man will, aber sich zu nichts verpflichtet. Und schon gar nicht dem Urteil Anderer unterwirft.

Das weckt unangenehme Erinnerungen an das Auseinanderbrechen des Völkerbundes.

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rst2010 17.02.2017, 15:29
2. vielleicht wäre

eine einstaatenlösung der weg, den gordischen knoten zu zerschlagen: dann wären die ortodoxen siedler auf einmal eine kleine minderheit und hätten kein erpressungspotential mehr. israelis und palästinenster müssten sich endlich zusammenraufen, israel bräuchte sich nicht mehr so unanständig gegenüber den palästinensern aufzuführen ...

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cup01 17.02.2017, 15:40
3. Trump weiss nicht wovon er redet.

Das wiederum weiss die ganze Welt. Sollte es ums Geld gehen, dann wäre es besser sich zunehmend aus der US Abhängigkeit zu befreien und einen höheren Eigenanteil aufzubringen. Eine Auflösung der UNO darf nicht geschehen.

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ebenfalls.hofnarr 17.02.2017, 15:51
4. Oje oje

ja, es ist an der Zeit Organisationen wie die UNO und die EU zu optimieren; aber nicht so. Es ist ja nett, neue Leute ohne Vorbelastung in die diversen Ämter zu hieven, und ja natürlich kann man learning by doing praktizieren. Nur bei der Trump-Junta hat man immer das Gefühl beim Wiener Opernball würde auch eine Horde Klingonen Pogo tanzen. Und genau das ist Trumps Generalproblem: Es ist nicht so, daß er (und seine Junta) total daneben liegen mit den Dingen die sie ansprechen und auch sicherlich erreichen wollen. Aber dazu braucht man eben Profis, die professionell an die Sache herangehen und keine verpeilten Günstlinge die von einem Fettnapf in den Farbeimer stolpern.
Und da helfen auch keine Sprüche wie: "Man muß Trump und seiner Kleptokratenjunta nur genug Zeit geben, dann....!" Nein, muß man nicht! Die Welt ist weder eine Tobeecke im Kindergarten noch ein Experimentierkasten.
Man lässt ja auch keinen Schlosser eine Gehirnoperation durchführen und sagt dabei: "Lass ihn mal machen, er hat ja schon mal den Schädel aufgeflext."

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Mundil 17.02.2017, 15:55
5. Das sind Methoden...

""An die, die uns nicht unterstützen", las Haley bei ihrer Uno-Premiere forsch vom Blatt: "Wir führen eine Namensliste.""
Das sind Methoden die nicht nur an Diktaturen erinnern.
Und deshalb muss man sich dagegenstellen und auf keinen Fall klein bei geben.

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adal_ 17.02.2017, 15:57
6. Traum und Wirklichkeit

Für die Weltgemeinschaft ist die Zweistaatenlösung ein Dogma. In Israel glauben die meisten längst nicht mehr daran. Warum? Ganz einfach:
1. Es gibt nicht eine, es gibt zwei palästinensische Entitäten, die sich gegenseitig nicht grün sind.
2. In beiden Entitäten haben seit 2006, also seit sage und schreibe 11 Jahren, keine Wahlen mehr stattgefunden.
3. Ramallah hat bis heute nicht das Existenzrecht des Staates Israel anerkannt, was auch vorbehaltlich einer endgültigen Friedenslösung, die die Grenzen festlegt, möglich wäre.

Die palästinensische Autonomie - eine Frucht des Oslo-Prozesses - steckt also im politischen Chaos fest. Dessen ungeachtet, dass 70,5 % der UN-Mitgliedstaaten Palästina inzwischen als Staat anerkannt haben und es wohl keine Regierung gibt, der mehr internationale Gelder pro Einwohner zur Verfügung gestellt werden.als der palästineischen Autonomiebehörde in Ramallah.

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archivdoktor 17.02.2017, 15:58
7. Ungerecht!

Zitat von cup01
Sollte es ums Geld gehen, dann wäre es besser sich zunehmend aus der US Abhängigkeit zu befreien und einen höheren Eigenanteil aufzubringen.
Es ist doch recht ungerecht, wenn die USA 22% zur Finanzierung der UNO beitragen!! Engländer und Franzosen je rd. 6%. Und die Russen? Rd. 2% (!!), die Chinesen rd. 3,2% = haben aber die gleichen Vetorechte wie die USA!! Deutschland löhnt rd. 8%, hat aber nicht viel zu sagen....Ist das alles gerecht?? Ich sage NEIN und hoffe, da ändert sich bald etwas!

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sr.pablo 17.02.2017, 16:01
8. Ist doch alles korrekt

Durch die Vetorechte ist die UNO eh nur ein zahnloser Tiger. Die fünf ständigen Siegermächte des WWII haben einen Freischein. Mit dem Veto können sie jede Resolution verhindern. Daher ist die UNO in dieser Beziehung auch nur Willkür und kann weg, wenn sie nicht umfassend reformiert wird. Da diese Vetorechte aber enorm praktisch sind, werden diese fünf Staaten einen Teufel tun und den Status Quo ändern.

Zudem wird es eine Zwei-Staaten Lösung auch nicht geben. Allein schon weil seit Jahrzehnten darüber debattiert wird. Und in 30 Jahren werden sie immer noch debattieren. Was wäre das auch für ein Staat? Wie würde der aussehen? Ein fragmentiertes Gebilde, gar nicht überlebensfähig, abhängig von den Launen Israels. Diesen Unsinn kann man wirklich beizeiten zu den Akten legen. Daraus lässt sich nur ein Staat zimmern.

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oldman2016 17.02.2017, 16:06
9. Geld gegen Leistung

Zitat aus dem Artikel: "Die 1945 als Anker der Nachkriegsordnung gegründete Uno ist bürokratisch verkalkt und - siehe Syrien - politisch gelähmt. Reformen führten bisher ins Leere." Ich frage micht, warum es eines Donald Trump bedarf, um zu dieser Analyse des Zustands der UNO zu gelangen. Ich habe den Eindruck, dass die UNO zu einem Selbsbedienungsladen für korrupte Politiker, Despoten und Tyrannen verkommen ist. Mit vorgeblich zum Wohle der Bevölkerung aufgelegte UNO-Hilfsprogrammen füllen sich vorgenannte Personen in zahlreichen Staaten in schamlosester Weise die eigenen Taschen.

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