Forum: Politik
Türkischer Minister zur Bundesregierung: "Was geht euch das an?"
REUTERS

Der türkische Außenminister Cavusoglu attackiert die Bundesregierung. Die beiden in Antalya festgenommenen Deutschen seien "Putschisten", Berlin solle sich aus dem Fall heraushalten.

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Hammelinda 03.09.2017, 00:23
10. Vor der Wahl

Ich frage mich ehrlich, ob da vor der Wahl noch etwas passiert. Die Union bzw. die Kanzlerin wird sicher nochmal ein bisschen "außenpolitischen Wahlkampf" draus machen. Das würde passen. (So wie de Maiziere ein paar Wochen vor der Bundestagswahl eingefallen ist, dass er linke Webseiten, die schon seit 10 Jahren existieren, per Trickkiste schnell verbieten lassen könnte.)

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ziehenimbein 03.09.2017, 00:31
11. Verschärfung der Türkei-Politik? Was soll das sein?

Was will man denn verschärfen und was soll das bringen?
Den Deal mit der Panzerfabrik sollte man stoppen, das würde die Herren in ihrem Machtrausch vielleicht mal etwas ernüchtern. Da geht es um deren dicke Hose, das zieht mehr als Maßnahmen unter der die Bürger leiden. Das mit dem Hinfaren sollten einige Leute auch vielleicht mal besser lassen. Aber den normalen Warenverkehr sollte man nicht behindern, das trifft auf beiden Seiten nur die Falschen. Wieso will man denen überhaupt eine Fabrik hinstellen, wo sie das selber produzieren, was man denen besser nicht verkauft? Ansonsten würde ich mal eine Weile die Sprüche aus der Türkei gar nicht kommentieren. Was bei Pubertierenden hilft, passt oft auch woanders.

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Marut 03.09.2017, 00:34
12. Wie weit geht's noch

Es wird immer deutlicher, dass die Türkei ausprobiert "na, wie weit geht es noch". Aber genau diese Frage sollte sich die deutsche Regierung schleunigst auch stellen. Es ist unerträglich, wie weit sich diese Regierung noch demütigen läßt. Die türkische Regierung baut sich selber innenpolitisch dadurch auf, in dem es vor seiner eigenen Bevölkerung als stark, als diejenigen, die die Deutschen im Griff haben, darstellt. Und die deutsche Regierung läßt es mit sich machen. Es ist nun aber längst überfällig, dass eine harte Reisewarnung ausgesprochen wird und zwar nicht in erster Linie als Schritt gegen die Türkei, sondern als Eingeständnis gegenüber unserer eigenen Bevölkerung. Diese Reisewarnung ist deshalb notwendig, weil unsere Regierung vor der eigenen Bevölkerung zugeben muß, dass sie denjenigen, die Opfer der türkischen willkürlichen Repression werden, keine wirkliche Hilfe zukommen läßt. Die gegenwärtigen Regierung (CDU/CSU und SPD zusammen) läßt sich von Erdogan derartig an der Nase herumführen, dass sie jeden, der in einem türkischen Knast landet, dort vergammeln läßt. Wer in einem türkischen Knast verschwindet, hat es auch nicht besser, als ein Staatenloser, um den sich dann auch keiner kümmert. Das geht garnicht! Und da die SPD in diesem Unterwürfigkeitsdrama kräftig mitspielt, wird es im gegenseitigen Einvernehmen als Wahlkampfthema auch ausgelassen.
Da ist ein knallharter Diktator herangewachsen und das Land, dass aus seiner eigenen Geschichte selber Erfahrung mit einem Diktator im eigenen Land hat - und die Parallelen der Machtergreifung sind schon erschreckend - läßt ihn gewähren und macht ihn vor seinen eigenen Landleuten noch zum starken Mann. Ich habe aus unserer Geschichte etwas anderes gelernt, für mich gilt noch: Wehret den Anfängen!.

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esgehtdoch1974 03.09.2017, 00:47
13. Taten müssen folgen

Leider müssen jetzt Taten folgen, die Türkei hat sich innerhalb weniger Jahre sehr zum Nachteil entwickelt. Deutschland sich muss mit den Mitgliedern der EU konsequent gegen die türkische Regierung durchsetzen, damit die Türkei wieder ein ordentlicher Staat wird. Ein grosser Teil der türkischen Bevölkerung leidet sehr unter dem jetzigen System. Europa muss diesen Menschen helfen ... und zwar aktiv und sofort. Viele Leben sind in Gedahr.

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rbn 03.09.2017, 00:48
14. eine entlarvende Aussage des Türken

Er versteht anscheinend nicht das Völkerrecht, das seit dem Wiener Kongress den Schutz des Menschen durch seine Regierung regelt.
Wenn sie den Schutz der deuttschen Staatsangehörigen durch Berlin in Frage stellt, so entlarvt dies die Türkei als einen Staat, der mit der zivisierten Staatenwelt nichta mehr gemein hat.

Ein solcher Staat darf nie und nimmer ein Mitspracherecht in Europa bekommen, es wäre eine Katastrophe.

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Teddi 03.09.2017, 00:52
15. Er irritiert

Er irritiert, der Erdo, aber das ist ja sein Ziel. Das Deutsch-türkische Dilemma könnte aber um ein Wesentliches bereinigt werden, wenn man endlich diese verrückte Entscheidung des Doppelpasses rückgängig machen würde. Die Leute sollen sich entscheiden ob sie jetzt Deutsche oder Türken sein wollen. Da nimmt ihnen keiner ihre Familien, Traditionen oder Religionen weg. Das kann man sowieso in einem freien Land wie Deutschland so halten, wie man will. Vorausgesetzt natürlich, man schadet jemandem damit nicht. Aber ohne den Doppelpass wäre all dieser Wahlrummel von Seiten Türkei auch wieder im eigenen Land. Man darf aber auch nicht länger die politische Einmischung durch Erdo dulden. Es braucht eine schmerzhafte Verwarnung für den entrückten Sultan am Bosporus, dass er mal einen echten Weckruf bekommt.

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harms 03.09.2017, 00:57
16. Na und ?

Der türkische Diktator und sein devotes Fussvolk im Ministerrang führt mal wieder den Rest der Welt am Nasenring durch die Manege.
Was macht die Bundesregierung? Zeigt sich empört und macht den Tanz mit.

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_Mitspieler 03.09.2017, 01:01
17. Risiken vermeiden

Aktuell sollen 55 Deutsche in der Türkei inhaftiert sein, davon 12 aus politischen Gründen. Ich bedauere diese Menschen. Was mich jedoch irritiert ist die Tatsache, dass immer noch täglich Deutsche in die Türkei reisen. Reisewarnung hin oder her. Wer da noch hinreist, muss sich doch nicht wundern, wenn er festgesetzt wird. Offensichtlich kann der einzelne Reisende doch im Vorfeld überhaupt nicht einschätzen, ob er gefährdet ist oder nicht. Ich glaube nicht, dass die beiden jetzt inhaftierten Deutschen sich der Verhaftungsgefahr bewusst waren. Die Türkei und Deutschland haben systemimmanent-strukturell völlig unterschiedliche Auffassungen von Rechtstaatlichkeit. Das sind keine Nuancen. Dazwischen liegen Welten. Und die Schere öffnet sich weiter. Wie viele müssen denn noch inhaftiert werden, bis das hier beim letzten Reisewilligen angekommen ist? 500 oder 50.000? Urlaub in der Türkei ist zum reinen nervenkitzelnden Abenteuerurlaub für Extrem-Erlebnisreisende geworden. Für viele betroffene ungewollt gar ein heißer Höllentrip. Erkannte Risiken kann man zwar nicht immer restlos vermeiden, man kann sie jedoch im vorliegenden Fall reduzieren, indem man nicht in die Türkei reist. Und was Spanien angeht, Hab-Acht-Stellung bis auf Weiteres! Fitch, S&P und Moody's würden im übertragenen Sinn von „Beobachtungsstatus“ reden.

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ccpppiwi 03.09.2017, 01:04
18. Reisewarnung verschärfen

JEDE Reise deutscher Bundesbürger in die Türkei sollte ab jetzt ohne jeglichen Anspruch auf Versicherungsschutz oder konsularischen Beistand auf komplett eigene Verantwortung geschehen. EU Beitritt beenden.

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WOLF in USA 03.09.2017, 01:22
19. Tuerkische Unverschaemtheiten

werden Folgen haben. Vielleicht die gravierendste von allen, der voellige Verlust des Vertrauens zur Tuerkei, und der Verlust der tuerkischen Reputation in der gesamten westlichen Welt, in Deutschland sowieso. So etwas braucht ggf. Jahrzehnte um sich davon zu erholen. Und gleich mal vorab, bevor da jemand das Beduerfnis hat uns zu belehren, als Deutsche wissen wir das.

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