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Türkischer Vormarsch in Syrien: Der Kessel von Afrin
DPA

Die türkische Armee setzt im Kampf gegen die Kurdenmiliz YPG auf massive Luftbombardements - mit Erfolg: Die syrische Stadt Afrin ist eingekesselt. Es droht ein langer, blutiger Häuserkampf.

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geschneider 13.03.2018, 19:17
1. Kein Problem

So böse Bilder und schlimme Berichte wie über Ghouta wird es aus Afrin nicht geben. Nicht etwa weil die Menschen da weniger terrorisiert werden, sindern weil nicht sein kanm, was nicht sein darf. Der liebe Sultan Erdogan ist ja unser guter Nato Verbündeter und trotz des Überfalls seines Militärs auf Syrien kein Kriegsverbrecher.

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meinerlei 13.03.2018, 19:19
2. Angriffskrieg

Die Türkei lässt auch verbal keinen Zweifel daran, was sie vorhat: Ihr Gebiet erweitern und sich ein ordentliches Stück aus Syrien herauszuschneiden. Ohne dass ihr Staatsgebiet angegriffen worden wäre, wird 'präventiv' die Heimat Hunderttausender in Schutt und Asche gelegt. Ein Armutszeugnis für die internationale Gemeinschaft, dass dagegen nicht vorgegangen wird, denn möglich wäre dies auch militärisch ohne Weiteres. Und die USA verspielen in der Gegend den Rest jeglichen Ansehens, indem sie ihren Verbündeten fallen lassen. Obwohl doch jeder weiß, in welcher Katastrophe solches Agieren nach aktueller Wetterlage endet.

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viceman 13.03.2018, 19:22
3. man warnt vor einem

Blutbad, welch ein Unfug, das Blutbad findet doch schon statt. wer meint denn, was jetzt schon an Unmengen von Blut geflossen ist. die Türkei überfällt seinen Nachbarn , zerbomt deren Land und die hiesigen politschranzen schreien, der Russe sei schuld. was für eine Welt,ich warte Mal ab, wann der neue US- Aussenminister die Massenvernichtungswaffen in Syrien findet und losschlagen will...

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decathlone 13.03.2018, 19:25
4. Die YPG sollte sich nicht nur strategisch zurückziehen...

... sie sollte auch aufhören für alle anderen den Kopf im Kampf gegen den IS hinzuhalten. Mal sehen, was dann passiert. Ob wir uns dann auch noch von IS-Freund Erdogan auf der Nase rumtanzen lassen? Die Tage der Türkei in der NATO und die Tage der Türkei selbst sind sowieso gezählt.

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fev99 13.03.2018, 19:29
5. Hilferuf

Schuld an diesem Desaster sind Fr. Merkel und Hr. Gabriel. Der Deal war einfach: DE schickt Waffen und ist beim Einmarsch der türkischen Armee nach Afrin „Leise“ und dafür gibts den Hr. Yücel ganz plötzlich frei. Das die Kurden stellvertretend für den Westen die IS-Terroristen bekämpft haben fanden alle super, jetzt ist der IS besiegt, da lässt man die Kurden fallen. Deutschland deine Werte sind nichts Wert !! Ich verachte jeden deutschen Politiker. Ihr seit verantwortlich für den Niedergang der Kurden in Syrien. Ich als Kurde werde das gleiche tun und bei der nächsten Wahl für euren Niedergang sorgen und die AFD wählen ! VERSPROCHEN!! Was hab ich denn noch zu verlieren als Kurde?

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Pelao 13.03.2018, 19:29
6. Das Gute an dieser Offensive wird sein ...

... dass diese vom Nato-Partner Türkei durchgeführte Operation natürlich ausserordentlich chirurgisch durchgeführt werden wird. Es werden keine Kinder sterben, die sanitäre Infrastruktur wird intakt bleiben und es werden auch nur solche Kämpfer fallen, die sich gegen den rechtmäßigen Einsatz der Nato-Waffen zur Wehr setzen. ... Ganz im Gegensatz zu dem, was die Schergen des Assad-Regimes so anrichten ... Zumindest werden wir diesmal von verstörenden Bildern aus den Medien verschont bleiben, in der Bild-Zeitung, z.B. scheint dieser Vortsoß gar nicht stattzufinden.

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gelbesvomei 13.03.2018, 19:30
7. Genau für diesen Fall gibt es den Weltsicherheitsrat

Hier könnte Herr Maas sich mal nützlich machen und unverzüglich den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen anrufen, um diesem türkischen Angriff ein Ende zu setzen. Nun ist zwar (leider) Russland dort Vetomacht - und sofern es in Russlands Interesse wäre, dem türkischen Angriff ein Ende zu setzen, könnte es unmittelbar handeln - und von daher eine bindende Resolution nicht zu erwarten, aber die Hände in den Schoß legen und GAR NICHTS zu tun halte ich für das falscheste.

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twx04717 13.03.2018, 19:36
8. Viel wichtiger ist für den Westen ist,

ob Russland einen alten Doppelagenten ins Jenseits befördern wollte oder nicht. Alles damit die Nato einen wirklich driftigen Grund hat endlich im Osten aufzuräumen.

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Darwins Affe 13.03.2018, 19:36
9. Nicht immer die Amis!

Zitat von meinerlei
Die Türkei lässt auch verbal keinen Zweifel daran, was sie vorhat: Ihr Gebiet erweitern und sich ein ordentliches Stück aus Syrien herauszuschneiden. Ohne dass ihr Staatsgebiet angegriffen worden wäre, wird 'präventiv' die Heimat Hunderttausender in Schutt und Asche gelegt. Ein Armutszeugnis für die internationale Gemeinschaft, dass dagegen nicht vorgegangen wird, denn möglich wäre dies auch militärisch ohne Weiteres. Und die USA verspielen in der Gegend den Rest jeglichen Ansehens, indem sie ihren Verbündeten fallen lassen. Obwohl doch jeder weiß, in welcher Katastrophe solches Agieren nach aktueller Wetterlage endet.
1) Die USA haben als inzwischen grösster Ölproduzent der Welt kein allzu grosses Interesse mehr am Chaos in Nahost.
2) Nach Ihrer Meinung müsste also Europa gegen den NATO-Partner Türkei (auch militärisch) vorgehen. Und das mit einer Bundeswehr, die grossenteils nicht einsatzfähig ist.
3) Notabene: Wer keine Macht hat, kann auch kein Recht durchsetzten.

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