Forum: Politik
Umfrage in Frankreich: Hollande so unbeliebt wie kein Präsident vor ihm
AFP

François Hollande bringt einen immer größeren Teil des französischen Volkes gegen sich auf. Nur noch jeder fünfte Franzose ist mit seiner Amtsführung zufrieden - damit ist er nun offiziell der unbeliebteste Präsident seit Beginn der Umfragen im Jahr 1958.

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Alfred Ahrens 17.11.2013, 09:01
1. Ein armer Mensch, wie soll er auch ein Land regieren,

wo man 2 Stunden (bezahlte) Mittagspause hat und die Gewerkschaften nicht länger als 35 Stunden pro Woche arbeiten wollen, also 25 Stunden in fünf Tagen real, von nichts kommt nichts. La vie est belle !

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aramcoy 17.11.2013, 09:01
2. Die Franzosen wollten ihn

die Franzosen haben ihn bekommen. Alles okay. Wir haben auch gewählt und wir werden auch bekommen. Also vorsicht, manchmal bekommt man was man wählt, nicht was man will.

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zenfire 17.11.2013, 09:04
3. interessante Bevölkerungsstruktur

80% der Franzosen scheinen also LKW-Fahrer, Fussballmillionäre und/oder Pferdebesitzer zu sein. Oder warum sind die wegen der Steuerpläne so in ?rage?? Könnte es vielleicht auch daran liegen dass die Franzosen fast nie mit den Regierungen zufrieden sind, die sie gewählt haben? Oder vielleicht daran, das Hollande als Sozialist eh unter Generalverdacht steht, die Bürger enteignen zu wollen?

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analysatorveritas 17.11.2013, 09:10
4. Die harten EUROpäischen Wirklichkeiten!

Zitat von sysop
François Hollande bringt einen immer größeren Teil des französischen Volkes gegen sich auf. Nur noch jeder fünfte Franzose ist mit seiner Amtsführung zufrieden - damit ist er nun offiziell der unbeliebteste Präsident seit Beginn der Umfragen im Jahr 1958.
Die neue Einheitswährung setzte und setzt viele Regierungen in den Eurostaaten unter Druck. Bankenrettungen, Bad Banks, Massenarbeitslosigkeiten, ökonomische Ungleichgewichte, das Einhalten von Defizitgrenzen, nunmehr sogar die Vorabentwürfe der nationalen Haushalte in Brüssel, die erst danach vom Parlament beschlossen werden können und weitere Reformvorgaben aus Brüssel.

Der Euro erweist sich dabei auch als ein zusätzlicher gesellschaftspolitischer Spaltpilz, in vielen Eurostaaten sind eurokritische Parteien auf dem Vormarsch.

Frankreich bräuchte im Euroverbund einen vollkommenen und radikalen ökonomischen und gesellschaftspolitischen Umbau, dies ist jedoch von keinem französischen Politiker zu bewerkstelligen. Die Widerstände sind massiv, der Euro, Brüssel und auch Europa werden kritisch hinterfragt. Erfolgen weitere massive Einschnitte in das französische soziale Sicherungssystem, ist 1789 in anderer Form nicht mehr weit. Selbst die höhere Besteuerung von größeren Vermögen und Einkommen erweist sich zunehmend als ein Schuss in den Ofen.

Die EZB duldet den von französisichen Banken dominierten STEP, der völlig intransparent ist. Die Handlungsoptionen der französischen Politik werden dabei immer geringer, die Probleme immer größer.

Jedoch darf man dies nicht nur auf Frankreich selbst beschränken. Die Niederlande stehen ebenfalls unter einem gewissen Anpassungsdruck, in Österreich gibt es bei der mittelfristigen Finanzplanung eine größere Lücke, die zu Einsparungen und zu Steuererhöhungen führen wird. Deutschland selbst erstrahlt im Glanze der EZB-Niedrigstzinspolitik, einer teilweisen maroden Infrastruktur und der schwachen bis negativen Realentgeltfindung des letzten Jahrzehnts. Hier führen die exorbitanten Überschüsse zu Beanstandungen in Brüssel, die man reduzieren möchte. Konflikte sind somit schon heute vorprogrammiert.

Italien, Spanien und Griechenland stehen stürmische Zeiten bevor. Letta und Rajoy stehen mit dem Rücken zur Wand, Griechenland braucht einen weiteren massiven Schuldenschnitt.

Der nächste Krisengipfel in Brüssel dürfte eine grundlegende Neuorientierung und Neuausrichtung der Eurozone auf der Tagesordnung haben. Inwieweit sich unsere schwäbische Hausfrau mit ihren Vorstellungen durchsetzen wird können, bleibt abzuwarten. Die EZB-Politik zeigt schon heute, wie gering der Einfluß der Bundesbank geworden ist, Weber und Stark quittieren. Draghi ist also weiterhin gefordert, das Urteil in Karlsruhe zu den Staatsanleiheankäufen der EZB steht noch aus. Stürmische Zeiten oder ein langsames Siechtum? Es bleibt spannend und teuer. Kollateralschäden werden wie immer nach unten weitergereicht.

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k.p. 17.11.2013, 09:15
5. wenns

Ums demonstrieren geht sind die franzosen schnell dabei. In wie fern soll den ein ligastreit auswirkungen auf die politik haben? Ergibt doch gar keinen sinn

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flodder72 17.11.2013, 09:17
6. Mehr Macht den Linken

dann sieht man was raus kommt. Die welche das Land am Fressen halten werden Zwangsenteignet...
Siehe auch was die Gewerkschaft mit Amazon vor hat; Konsequenz wird sein das am Ende Standorte verlegt werden und der kleine Arbeiter in die Röhre guckt.
Aber weiter so links, nehmt Euch Beispiel an Venezuela und Argentinien....

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nickleby 17.11.2013, 09:23
7. der kranke Mann an der Seine

Untätigkeit und Unfähigkeit sind die Geschwister Hollandes. Unentschlossenheit eine weiter Verwandte dieses Mannes lässt Frankreich in den Abgrund schauen ( Wirtschaft, sozialer Friede, Bildung)
Marie Le Pens Partei wird in F blühenden Zeiten entgegen gehen, denn weder Sozialisten noch die Konservativen haben die Kraft, diesem Land neue Wege zu weisen.
Man wird die Schuld bei den nichteuropäischen Einwanderern suchen, sie aus dem Lande drängen und man wird national auftreten. Die Parteien ähnlicher Struktur in der EU ( NL, H, ) warten nur darauf, ihre Ansichten und Politiken umzusetzen.
Die Gelegenheit dazu war noch nie so gut und günstig wie jetzt

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warndtbewohner 17.11.2013, 09:32
8. Klar....

aber Sozis sind halt immer gut im Lügen und die Wähler genau so dumm. Die Linke ist die einzige die hiervon profitieren wird in Frankreich genau so wie die Rechte. Bei uns werden ähnliche Bewegungen zu erwarten sein. Die Sozis haben lieber Posten statt linke Politik für die Arbeitnehmer und Arbeitslosen zu machen.

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Eppelein von Gailingen 17.11.2013, 09:32
9. Dann können wir die Franzosen nur zum gleichen Leid kondolieren

Wir schon zum dritten Mal die Merkel, sie dafür zum ersten Mal den Hollande. Waren Sarkozy und Chirac wirklich besser? Und bei uns Schröder und der Pfalzkohl??
Die Seuche des Alten Kontinents, Politiker zum Kotzen vor den Apotheken.

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