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Umfrage zu Schottlands Unabhängigkeit: Der 51-Prozent-Schock
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Erstmals spricht sich eine Mehrheit der Schotten für die Unabhängigkeit aus: Eine neue Umfrage schockt die Briten, eine Aufspaltung ihres Landes ist in greifbare Nähe gerückt.

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Luscinia007 07.09.2014, 12:15
140.

Zitat von vulcan
Sollten die Schotten tatsächlich mehrheitlich mit YES stimmten, haben wir praktisch aus dem Stand das nächste Armenhaus Europas auf der Matte stehen. Aber zunächst mal wären sie ja nicht in der EU oder wie ist das?
Ja, und zwar in der Gegend von Greater London. Und Schottland wird sich der OPEC anschließen ...

Ohne das schottische Nordseeöl steigt das englische Handesdefizit ganz gewaltig. Die Engländer könnten ihre EU-Vorrechte nicht mehr behaupten. Eine schottische Unabhängigkeit ist für England eine wirtschaftliche Katastrophe.
Die Schotten dagegen können über die Einnahmen aus dem Nordseeöl komplett verfügen, könnten zudem noch kräftig in regenerative Energien investieren, und zu ähnlichem Wohlstand wie Norwegen gelangen.

Ceterum censeo: warum ist der Vorschaubutton weg?

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kimba_2014 07.09.2014, 12:23
141.

Zitat von Don Pedro
was macht Schottland dann? Whisky verkaufen? Auf der ganzen Insel wird doch nur noch von den Folgen des Imperialismus gelebt.. Sprich: Den ganzen unseligen Börsenmachenschaften aus London. Sonst gibt's da dich nix zu holen, oder?
Schottland hat eine Menge Öl, die kommen klar.

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immerfreundlich 07.09.2014, 12:23
142. Schottland befreit sich selbst?

Es wäre wirklich sehr positiv wenn Schottland sich vom britischen Joch der Unterdrückung (Seit 500 Jahren) befreien könnte.

Die "Engländer" in Schottland dürfen dann nach Hause gehen, wenn sie sich denn nicht als Schotten fühlen möchten.

Das kann und wird friedlich passieren. Es würde getrennt was nicht zusammen gehört.

England, Nordirland und Wales dürfen sich dann ENW oder sonst wie nennen, aber nicht mehr "Great Britain".

Schottlands Wirtschaft sollte sofort und massiv durch die EU unterstützt werden. Geltendes Seerecht muss umgesetzt und den Briten das dann schottische Öl weggenommen werden :)

Alles was Großbritannien innerhalb der EU schadet - hoffentlich wäre dies ein Impuls dass England dann die EU verlässt - ist gut für Europa.

Die Briten können dann ohne EU und Schottland weiterhin als Wurmfortsatz der USA wirken.Dieser Teil der Insel ist sowieso im raschen Verfall begriffen.

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larsmach 07.09.2014, 12:23
143.

Zitat von bumminrum
(...) bestimmt bald Wirtschaftssanktionen der EU gegen Schottland und Drohungen der Nato. Abstimmungen der Bevölkerung sind grundsätzlich zu verbieten!!! Sonst würden wir keine Kriege mehr haben (...)
Werter Forist, Ihr Kaffee war wohl zu stark.

Haben Sie schon vergessen, dass das Saarland im Rahmen einer Volksabstimmung von Frankreich zu Deutschland gekommen ist? Und es war auch nicht die NATO, die nach Tallinn, Riga und Vilnius kam und dort auf Mitgliedschaften drängte: Der Wunsch kam von den ehemals sowjetisch besetzten Staaten selbst! Und er war nicht leicht zu erfüllen, sowohl aufgrund von Vereinbarungen mit der Sowjetunion/Russland wie auch aufgrund der militärischen Ausrüstung der wiederhergestellten Demokratien.

Die Zockerbuden sind, wie Sie erwähnen, in der Tat nervig: Börsen sind dazu ja nicht gemacht worden! Wer zocken will (vor allem mit geliehenem Geld), soll in Wettbüros gehen und nachher sehen, wie er klar kommt.

Ich kippe immer viel Milch in meinen Kaffee.

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Luscinia007 07.09.2014, 12:25
144.

Zitat von horstma
Dem neuen unabhängigen Schottland würden automatisch nur ein paar Seemeilen Meer gehören, direkt vor der Küste. Das ist international geregelt. Was weiter draussen passiert, in internationalen Gewässern, ist Verhandlungssache. Da gibt es keinen Automatismus, und schon gar keinen, der Ölquellen einem neu gegründeten Staat zuspricht. Natürlich könnte Schottland mit der Nähe dieser Quellen zu Schottland argumentieren, aber bis darüber Gerichte entscheiden, vergehen Jahre. Und, ganz nebenbei, in welcher Währung würden die Schotten denn das Öl verkaufen? Denn unmittelbar nach der Trennung hätten sie ja nicht einmal eine Wärung, und schon gar keine, die ihre Stabilität unter Beweis gestellt hat. Eine Wirtschaft zu ruinieren, kann sehr schnell gehen.
Da ist die britische Gesetzgebung aber anderer Meinung. Das UK-Gebiet wurde schon intern zwischen England und Schottland aufgeteilt. Eine evtl. Unabhängikeit Schottlands würde die internationalen Verträge nicht berühren.

"However due to the existence of two separate legal systems in Great Britain — that of Scots law pertaining to Scotland and English law pertaining to England and Wales, constitutional law in the United Kingdom has provided for the division of the UK sector of the North Sea into specific Scottish and English components.[5] The Continental Shelf Act 1964 and the Continental Shelf (Jurisdiction) Order 1968 defines the UK North Sea maritime area to the north of latitude 55 degrees north as being under the jurisdiction of Scots law[6] meaning that 90% of the UK's oil resources were under Scottish jurisdiction.[7][8] In addition, section 126 of the Scotland Act 1998 defines Scottish waters as the internal waters and territorial sea of the United Kingdom as are adjacent to Scotland.[9] This has been subsequently amended by the Scottish Adjacent Waters Boundary Order 1999 which redefined the extent of Scottish waters and Scottish fishery limits."
http://en.wikipedia.org/wiki/It's_Scotland's_oil

Ceterum censeo: Das neue Schriftbild erschwert es wirklich, noch mal Korrektur zu lesen. Der Vorschaubutton war da sehr hilfreich. Ich vermisse ihn.

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etseel 07.09.2014, 12:29
145. Wenn

die Schotten wirklich durch Volksabstimmung eigene Wege gehen würden. Von wem werden die dann bombordiert? So wie die Leute in Ostukraine. Wird Poroschenko dafür beauftragt? Der hat schon Erfahrung.

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kaitou1412 07.09.2014, 12:33
146.

Zitat von Don Pedro
was macht Schottland dann? Whisky verkaufen? Auf der ganzen Insel wird doch nur noch von den Folgen des Imperialismus gelebt.. Sprich: Den ganzen unseligen Börsenmachenschaften aus London. Sonst gibt's da dich nix zu holen, oder?
Ganz im Gegenteil. Schottland hat Zugriff zu einigen Rohstoffen. Schottland wird mit einem Male sehr reich sein, weil die keine Abgaben mehr für Großbritannien leisten müssten. Ebenso setzt Schttland sehr auf erneuerbare Energien. Die könnten dann auch diesen Strom selbst verkaufen anstatt dass es irgendeine englische Firma macht, die dann Gewinne in London generiert.

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bssh 07.09.2014, 12:33
147. Großartig

Schon alleine die Aussicht, dass dan Cameron gehen könnte, wäre ein Grund für "Ja", aber es kann ernsthaft keine Alternative zu "Ja" geben. Alles andere wäre nur ein Hinausschieben, ein weiteres Herumquälen, weil eben die Hälfte der Schotten gehen will und viele der anderen eigentlich auch, aber sich nicht trauen.

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chucho 07.09.2014, 12:37
148. Bayern könnte ruhig gehen.

Zitat von Leser1000
... Sonst folgen noch Katalonien, das Baskenland, Südtirol und etwa Bayern?...
Dann könnten Seehofer und Dobrindt ihre verrückte Maut ruhig einführen. Aber ich glaube, die werden wir nie los.

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romanpg 07.09.2014, 12:41
149.

Mal ein Gedankenspiel: Wenn Schottland eine neue Mitgliedschaft in der EU beantragen müsste, müsste dies dann nicht auch England genauso tun? Immerhin würde das UK in seiner jetzigen Form aufhören zu existieren. Das UK ist eine Staatenunion in einer Staatenunion (EU), dadurch sollten auch alle Teilstaaten des UK EU-Mitglied sein. Dies ist eine komplizierte staatsrechtliche Frage, die noch ausgiebig geklärt werden sollte.

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