Forum: Politik
Umfrage zum Bundestag: Bürger haben desaströses Bild von Abgeordneten
DPA

Das Image der wichtigsten Volksvertreter ist miserabel: Nur jeder vierte Bürger vertraut der Arbeit des Bundestags. Noch schlechter sind laut einer Umfrage des "Stern" sogar noch die Ansichten über die Kompetenz der Politiker.

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Moshpit 18.07.2012, 09:41
1. echt?

Zitat von sysop
Nach dem Eindruck von 75 Prozent der Deutschen üben Lobbyisten zu viel Einfluss auf politische Entscheidungen aus. Nur 16 Prozent glauben das nicht.
Da irren 75 %. Die Lobbyisten schreiben die Gesetze inzwischen doch gleich selber und legen sie den Abgeordneten zum abnicken vor.

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arnulfs 18.07.2012, 09:45
2. Fehlende Kompetenz

Man erinnere sich: Nach einer der ersten Abstimmungen über die Euro-Zahlungen vor ein paar Monaten wurden alle Bundestagsabgeordneten interviewt (von Spiegel online o.ä.), worüber sie doch gerade abgestimmt hätten. Sage und schreibe 80 Prozent konnten das lt dem Bericht nicht genau sagen. Ich gehe jede Wette ein, daß bei der letzten Abstimmung über ESM mindestens 90 Prozent nicht genau wußten, um was es ging (bei der Opposition schätze ich die Zahl eher bei 98 ...). Und da soll man diesen Leuten vertrauen? Gott sei Dank gibt es welche, die durchblicken und sich an das Verfassungsgericht wenden!

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G2c 18.07.2012, 09:45
3. Erschreckend

Zitat von sysop
Das Image der wichtigsten Volksvertreter ist miserabel: Nur jeder vierte Bürger vertraut der Arbeit des Bundestags. Noch schlechter sind laut einer Umfrage des "Stern" sogar noch die Ansichten über die Kompetenz der Politiker.
ist doch nicht die Tatsache, dass die Abgeordneten so schlecht bewertet wurden, sondern dass diese die schlechte Bewertung durch ihr Verhalten erst ermöglicht haben.

Wir, der deutsche Souverän, wird inzwischen von Personen vertreten, deren fachliche und charakterliche "Qualitäten" am allerwenigsten dafür geeignet sind.

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silenced 18.07.2012, 09:49
4. <->

Wundert das irgendwen? Wenn man sich allein die 2 großen Böcke anschaut, die die Abgeordneten in den letzten Wochen geschossen haben. Da ist zum einen die Feststellung der Beschlußunfähigkeit weil zu wenig Abgeordnete da sind, und da ist zum anderen das durchwinken des neuen Meldegesetzes obwohl nicht einmal 5% aller Abgeordneten anwesen waren.


Wer so einen Mist verzapft, und das ständig und immer wieder, der braucht sich über gar nichts zu wundern.


Der Bürger hat das Bild von den Politikern welches ihnen auch entspricht. Desaströs ist noch milde ausgedrückt.

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Gebetsmühle 18.07.2012, 09:51
5. die meinung über die abnicker KANN GAR NICHT GUT SEIN!

Zitat von sysop
Das Image der wichtigsten Volksvertreter ist miserabel: Nur jeder vierte Bürger vertraut der Arbeit des Bundestags. Noch schlechter sind laut einer Umfrage des "Stern" sogar noch die Ansichten über die Kompetenz der Politiker.
woröber beklagen sich denn eigentlich die abgeordneten? sie werden von den parteien aufgestellt, müssen also treue parteisoldaten sein und wenn sie abgeordnete bleiben wollen, dann müssen sie auf die partei hören und nicht auf das volk. die abgeordneten scheinen nicht zum begreifen, dass das volk immer nur das geringste übel wählt, wenn überhaupt - also nicht "die beste partei", oder "den besten abgeordneten". es ist also bei weitem nicht so, dass die wahl den abgeordneten in allen fällen legitimiert und er nur noch auf die partei und nciht mehr auf seine wähler hören muss. die parteien haben diesen staat gekapert und folglich werden die abgeordneten nur noch als abnicker gesehen, denen alles von oben diktiert wird. wozu soll also das volk eine hohe meinung von diesen leuten haben? sie sind nicht frei und entscheiden nicht nach volkeswilllen. damit sind sie eigentlich überflüssig und vor allem überversorgt.

unseren wahlkreisabgeordneten kann man ab donnerstag abend bis sonntag in seinem garten sehen, wo er auf der faulen haut liegt. gleichzeitig werden freitages volksferne gesetze verabschiedet. was soll man denn also als bürger überhaupt denken von diesen leuten?

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garfield 18.07.2012, 09:52
6.

Zitat von sysop
Das Image der wichtigsten Volksvertreter ist miserabel: Nur jeder vierte Bürger vertraut der Arbeit des Bundestags. Noch schlechter sind laut einer Umfrage des "Stern" sogar noch die Ansichten über die Kompetenz der Politiker.
Zitat Güllner:
"Die Deutschen seien überzeugte Demokraten, daher sei es erschreckend, dass die Abgeordneten so schlecht bewertet würden."

Seltsame Logik. Ich ziehe eine ganz andere Folgerung aus dem Satzanfang: ...daher ist das geringe Maß an Kompetenz, Leistung und Unabhängigkeit bei den Abgeordneten erschreckend.

Und weiter:
"Wir haben die Fragen sehr vorsichtig und ausgewogen formuliert."

Mit anderen Worten: Da wir schon ahnten, was rauskommen könnte, haben wir die Fragen schon so entschärft, dass das Ergebnis nicht zu schlimm ausfallen sollte.

Wenn also Güllner selbst bei diesen weichgespülten Fragen derart über das Ergebnis überrascht ist, sind die Zustände bzw. Einschätzungen eher noch katastrophaler.

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Mancomb 18.07.2012, 09:52
7. Und genau deswegen

sollte man Liquid Democracy langfristig als Ersatz bzw. Ergänzung der repräsentativen Demokratie etablieren, oder zunächst mindestens einmal Volksentscheide auf Bundesebene zulassen. Wen wundert es, wenn das Parlament so am Volk vorbeiregiert und dabei vergisst, wer der eigentliche Souverän ist? Fraktionszwang und fehlendes Mitspracherecht der Bürger sind Gift für die Demokratie.

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Wunderläufer 18.07.2012, 09:54
8. Wen wundert's

Ernsthaft kann niemanden dieses Urteil überraschen; im Zuge des Euro- Gewürge wurde immer wieder offensichtlich, dass kaum ein Abgeordneter noch weiss, worüber er abstimmt.
Dann liest man immer wieder, wie viele Gesetze außerhalb des Bundestages vorbereitet werden, mangels Kompetenz der Abgeordneten und ihrer Verwaltung.
Wenn man dazu noch regelmäßig in den Zeitungen Berichte über erfolgreiche Lobbyisten.liest drängt sich zwangsläufig die Frage auf: was machen die denn?
Seit Herbert Wehner wissen wir, dass leere Stühle in Plenarsitzungen kein Naturgesetz sind.

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garfield 18.07.2012, 09:55
9.

Zitat von arnulfs
Man erinnere sich: Nach einer der ersten Abstimmungen über die Euro-Zahlungen vor ein paar Monaten wurden alle Bundestagsabgeordneten interviewt (von Spiegel online o.ä.), worüber sie doch gerade abgestimmt hätten. Sage und schreibe 80 Prozent konnten das lt dem Bericht nicht genau sagen. Ich gehe jede Wette ein, daß bei der letzten Abstimmung über ESM mindestens 90 Prozent nicht genau wußten, um was es ging
Es gab schon mehrere solcher Fragen an die Abgeordneten (sogar Kindersendungen haben das schon im Reichstag getan). Die Antworten waren teilweise so erschreckend, dass mich - im Gegensatz zu Güllner - das Ergebnis der Umfrage nicht im geringsten wundert.

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