Forum: Politik
Umstrittene Mauerfall-Aktion: Aktivisten werfen CDU-Politiker Henkel "üble Nachrede"
DPA

Eine Künstlergruppe wollte zum Mauerfall-Jubiläum das Leid von Flüchtlingen an Europas Außengrenzen anprangern - und wurde für die Aktion angezeigt. Die Künstler stellen nun selbst eine Anzeige - gegen Berlins Innensenator Frank Henkel.

Seite 1 von 9
CommonSense2006 11.11.2014, 21:15
1. sorry

aber das Verunglimpfen der Mauertoten ist keine Kunst, da muss ich dem CDU-Menschen recht geben, auch wenn ich weder ihn noch seinen Verein sonderlich schätze. Durch den Mantel "Kunst" wird eine Straftat nicht zu etwas anderem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Indigo76 11.11.2014, 21:15
2.

Wenn es der Gruppe darum ging, Bilder von den Kreuzen zu machen, hätten sie de Kreuze nachbauen können. Auf den Bildern wäre kein Unterschied zu sehen gewesen.

Kunst entschuldigt weder Sachbeschädigung noch Diebstahl. Und von Diebstahl musste man ausgehen, da die Aktion wohl nicht angemeldet war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bert.hagels 11.11.2014, 21:17
3. Man hat es ...

... ja immer schon ahnen können und erhält nun wieder einen neuen Beweis: Demokratie ist eine Übung, welcher sich die Konservativen nur widerwillig unterziehen; begriffen haben sie sie nicht. Die autoritäre Versuchung ist ihnen nicht abzugewöhnen.

Pikant wird die Sache noch dadurch, dass die CDU (Ost) 1982 in der Volkskammer der DDR dem Grenzgesetz zugestimmt hat, dessen § 27 den Schußwaffengebrauch an der innerdeutschen Grenze legalisierte. Diese CDU (Ost) ist mit nur marginalen personellen Veränderungen 1990 komplett der gesamtdeutschen CDU beigetreten. Vor diesem Hintergrund erhält Herrn Henkels Empörung einen üblen Beigeschmack.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zaphod 11.11.2014, 21:33
4. Auf in die bessere Welt

Wir gedenken der Toten von früher, die nur auf der Suche nach einem besseren Leben waren - und lassen gleichzeitig den Tod von vielen Menschen im Meer zu, die ebenfalls nur auf der Suche nach einem besseren Leben sind. Diese Merkwürdigkeit hat die Aktion gut aufgezeigt und drastisch ins Bild gesetzt. Gibt es gute und schlechte Tote. Wer gedenkt der Flüchtlinge, die heute sterben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SamusAran 11.11.2014, 22:04
5. #3

Zitat von bert.hagels
... ja immer schon ahnen können und erhält nun wieder einen neuen Beweis: Demokratie ist eine Übung, welcher sich die Konservativen nur widerwillig unterziehen; begriffen haben sie sie nicht. Die autoritäre Versuchung ist ihnen nicht abzugewöhnen. Pikant wird die Sache noch dadurch, dass die CDU (Ost) 1982 in der Volkskammer der DDR dem Grenzgesetz zugestimmt hat, dessen § 27 den Schußwaffengebrauch an der innerdeutschen Grenze legalisierte. Diese CDU (Ost) ist mit nur marginalen personellen Veränderungen 1990 komplett der gesamtdeutschen CDU beigetreten. Vor diesem Hintergrund erhält Herrn Henkels Empörung einen üblen Beigeschmack.
Nicht nur das, denn es wusste jeder, aber wirklich jeder DDR Bürger, dass er eine Kugel in den Allerwertesten geschossen bekommt, wenn er versucht, über die Mauer oder die grüne Grenze zu fliehen. Dieser ganze Hype um die "Mauertoten des kalten Krieges" regt mich auf. Denn der Westen hat auch geschossen, es gab ebenso Tote auf Seiten der DDR. Aber das wird verschwiegen. Wie es auch verschwiegen wird, dass die ganzen Blockflötenparteien in ihren jeweils westlichen Parteien aufgegangen sind. Aber wahrscheinlich waren das jetzt alle aktive Bürgerrechtler, so wie es uns jetzt der BundesGauckler vorlügt. Die haben doch von System damals am meisten profitiert. Dem normalen Bürger ging es damals wenigstens noch gut, der hatte seine Arbeit, sein Geld, seine Wohnung und sein Essen. Alles bezahlbar. Heute läuft es, Dank dem Raubtierkapitalismus, mehr schlecht als recht. Ich hätte lieber eine bessere DDR gesehen, wie es auch viele Bürgerrechtler wollten, anstatt der Wiedervereinigung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
David67 11.11.2014, 22:27
6. Ich stimme ihnen zu!

Zitat von SamusAran
Nicht nur das, denn es wusste jeder, aber wirklich jeder DDR Bürger, dass er eine Kugel in den Allerwertesten geschossen bekommt, wenn er versucht, über die Mauer oder die grüne Grenze zu fliehen. Dieser ganze Hype um die "Mauertoten des kalten Krieges" regt mich auf. Denn der Westen hat auch geschossen, es gab ebenso Tote auf Seiten der DDR. Aber das wird verschwiegen. Wie es auch verschwiegen wird, dass die ganzen Blockflötenparteien in ihren jeweils westlichen Parteien aufgegangen sind. Aber wahrscheinlich waren das jetzt alle aktive Bürgerrechtler, so wie es uns jetzt der BundesGauckler vorlügt. Die haben doch von System damals am meisten profitiert. Dem normalen Bürger ging es damals wenigstens noch gut, der hatte seine Arbeit, sein Geld, seine Wohnung und sein Essen. Alles bezahlbar. Heute läuft es, Dank dem Raubtierkapitalismus, mehr schlecht als recht. Ich hätte lieber eine bessere DDR gesehen, wie es auch viele Bürgerrechtler wollten, anstatt der Wiedervereinigung.
Zwischen 1945 und 49 gab es 45 tote an der belgisvch-deutschen Grenze, allein in diesem Jahr wurden 275 Menschen an der Grenze von Mexiko-uSa erschossen, an vielen Grenzen gibt es hunderte Tote (Israel-Palästina z.B.)- Es ist ledier so, dass überall in der WeltMenschen ihr Leben lassen, wenn sie versuchen, über Grenzen in eine anderes Land zu kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jom_2011 11.11.2014, 22:38
7.

Zitat von Zaphod
Wer gedenkt der Flüchtlinge, die heute sterben?
Da wird es sicher den einen oder anderen geben. Sollte man nicht konsequent an alle Toten gedenken, die nicht eines natürlichen Todes gestorben sind ? Bin gespannt wie Sie das unter einen Deckel bekommen.

Die beschriebene "Kunstaktion" hat so wenig mit Kunst zu tun wie die DDR-Mauer mit den Flüchtlingswanderungen der Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LDaniel 12.11.2014, 23:02
8. linke

Linke Spinner dürfen hier wohl alles. Erst verunglimpfen sie die Opfer ihrer eigenen Ideologie, dann stellen sie Strafanzeige gegen Leute, die das nicht gutheißen und manche Politiker fordern jetzt, eine Verfolgung zu unterlassen?
Man kann sich auch auf der Nase herumtanzen lassen.
Falls auch wer gegen mich Anzeige erstatten will, ich schließe mich an: "Es war eine verabscheuungswürdige Tat" und ich ergänze "von linken Aktivisten, um die Taten der DDR zu relativieren"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nickel77 12.11.2014, 23:19
9. Kunst

erschließt sich mir hierbei nur begrenzt. Mussten es exakt diese selben Kreuze sein? Der Sinn Aufmerksamkeit auf die neuen Verbrechen zu werfen ist schon richtig, aber ich hätte wahrscheinlich Fotos mit neuen Kreuzen gemacht und diese dann nur zu den anderen dazugestellt.
Und von Politikerseite kann man die Reaktion darauf mal überdenken, was erst nach Dienststahl aussieht sollte man aufgrund der Rückgabe doch wieder relativiert betrachten. Wem sollen all die Klagen und Gegenklagen helfen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9