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Unionsfraktionschef Kauder über Jamaika: "Wir müssen ja nicht gleich Freunde werden"
DPA

Bei seiner Wiederwahl erhielt er einen Dämpfer, der auch der Kanzlerin galt: Hier spricht Unionsfraktionschef Kauder über karibische Lebensfreude, rote Linien und schwarze Nullen - und erklärt, warum konservativ nicht sexy ist.

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micromiller 12.10.2017, 14:39
1. Hofmarschall Kauder

hat den Durchblick, natürlich wird die CDU gewinnen, ähnlich wie in der Bundestagswahl, da hat die Partei ja
auch irgendwie gewonnen. Das Problem ist aber wie bekommt man die Regierungsmehrheit hin, FDP ist gebranntes Kind und wird in der Regierungsmanege eine eigene Rolle spielen wollen, die Grünen werden mit ein
paar fetten Jobs und Perspektiven für die Jahre danach sicher ein einfacher Partner werden. Hannover wird das kleine Berlin, wird sehr spannend ob das alles so klappt.

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Freidenker10 12.10.2017, 14:39
2.

Es gäbe viel zu sagen über Kauder, Merkel und die CDU aber im grunde läuft alles bestens für einen CDU Gegner wie mich. Das Zugpferd Merkel lahmt, es fehlt der charismatische Nachwuchs und Typen wie Kauder locken auch keinen mehr hinter dem Ofen vor. Die CDU wird, wenn sich die SPD nicht total selbst versenkt bei der nächsten Wahl verlieren! Hoffe nur, dass sich die SPD dann auch wieder an ihre sozialen Ziele erinnert und keinen Schröder 2.0 oder einen Gabriel mit Eurobonds zulässt!

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Educa15 12.10.2017, 14:40
3. Warum Jamaika - es gäbe ja auch die Deutschland-Koalition

Wäre es nicht ein interessantes Expertiment, wenn sich CDU/CSU und FDP mal mit den vielen vernünftigen und realitätsnahen Ideen LINKEN anfreunden würden.
Ich könnte mir eine Schwarz-Rot-Gelbe Koalition als weitaus stabiler und zukunftsfähiger vorstellen, als eine auf vielen faulen Kompromissen basierende Verbindung mit den Schöngeistern der Grünen.
Jene wollen auch nur - mit Rücksicht auf die Konzerne - den Bürgern mittels Vorschriften und Gängeleien die Freiheit zur Selbstbestimmung nehmen.

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joG 12.10.2017, 15:13
4. Ich finde nun die Verhandlungen....

.....spannend, denn jetzt geht es darum, wer welche wichtigen Wahlversprechen, die auch Substanz haben, brechen will.

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KingTut 12.10.2017, 15:16
5. Wählerauftrag

Ich finde, dass Herr Kauder in diesem Interview keine Brücken eingerissen und keine roten Linien gezogen hat. Die Einstellung zu Trittin teile ich, ebenso wie die positive Antwort zu Göring-Eckart und Hoffreiter. Ich möchte Cem Özdemir hier noch hinzufügen.
Dass die Union nicht mehr zwingend am Finanzministerium festhalten will, zeugt von Realismus, denn für die FDP dürfte dies ein K.O.-Kriterium sein, dass sie mit Christian Lindner diesen Posten besetzt. Zusätzlich hätte man Kauder auch über seine Einschätzung zu einem nicht minder wichtigen Amt, nämlich dem des Außenministers, befragen können. Denn angesichts einer in Scherben liegenden Türkeipolitik mit unerträglichen Demütigungen uns gegenüber ist es wichtig, dass in diesem Bereich der Außenpolitik eine deutliche Kurskorrektur vorgekommen wird. Cem Özdemir ist meine Meinung nach ein Top-Kandidat, um dem Außenamt wieder das notwendige Gewicht und Ansehen zu verschaffen.

Jedenfalls kann man mit der Einstellung, wie sie Herr Kauder im Interview präsentiert hat, guten Gewissens in die Koalitionsverhandlungen gehen, wohl wissend, dass diese nicht einfach sein werden. Als Wählerauftrag müssen sie jedoch geführt werden.

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olli0816 12.10.2017, 15:16
6. Das Interview zeigt, wie unsäglich Kauder ist

Es gibt Personen, die sollten in der Politik keine verantwortungsvollen Posten bekleiden. Dieser Mensch gehört dazu.

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berlin1136 12.10.2017, 15:41
7. Song of Jamaika

Ich hoffe "Jamaika" wird ein Rohrkrepierer und fliegt den christlichen um die Ohren.

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kladderadatsch 12.10.2017, 15:42
8. Mal bitte nach links abgrenzen!

Man sollte mal Kauder fragen, wenn sich die CDU in der Mitte sieht, wo dann die SPD stehen soll. Links sind Teile der Grünen, die SPD und die Linken. Die liberale Mitte wird von der FDP besetzt. Wenn er bzw. die CDU nicht mehr konservativ seien wollen, wird es beim linken Teil der Mitte etwas eng.

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Thilo_Knows 12.10.2017, 15:44
9. Erkennen die Grünen die Zeichen der Zeit oder nicht?

Der Charme von Jamaika ist doch, dass etwas wirklich Gutes und Zukunftsträchtiges dabei herauskäme, wenn die Schwerpunkte richtig gesetzt werden. Sicherheit, EU-Politik und Einwanderung müssen schwarz geprägt sein. Digitales, Investitionen und Steuern gelb. Ökologie und Verbraucherschutz grün.
Aber die Grünen erwecken nicht den Eindruck, dass sie diese einmalige Chance erkennen. Sie könnten beim Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz das ganz große Rad drehen, wenn sie dafür endlich ihre radikal linksideologischen Dogmen bei Einwanderung und Asyl aufgäben. Motto: Ich geb Dir das, Du mir dafür dies.
Aber wenn Betonköpfe wie Hofreiter, Peter, Roth und Trittin die Oberhand behalten, brauchen wir wohl doch Neuwahlen. Was muss eigentlich noch passieren, damit diese Leute mal aufwachen und die gesellschaftlichen und politischen Realitäten anerkennen? Ich verstehe es nicht.

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