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Uno-Generalsekretär: Ban kündigt neuen Friedensplan für Syrien an
AFP

Die Vereinten Nationen haben an die Konfliktparteien in Syrien appelliert, die Friedensbemühungen des Sondergesandten Brahimi zu unterstützen. Nach Angaben von Uno-Generalsekretär Ban soll schon bald ein neuer Friedensplan für das Krisenland vorgelegt werden.

robert.haube 20.09.2012, 12:51
1. Afghanische

Wenn Ban jetzt von einer nicht-militärischen Lösung spricht, so sind vermutlich die USA, Frankreich, Türkei und GB zur Einsicht gelangt, dass der Krieg von ihrer Seite nicht zu gewinnen ist.
Im Gegenteil, die Gefahr besteht, dass die Aktion völlig nach hinten los geht. Wie die Washington Post berichtet, ist ein Automobil mit ihrem Korrespondenten und weiteren Journalisten von Jihadisten in Nordsyrien angehalten worden. Es wurde ihnen gedroht, ihre Köpfe abzuschneiden, da alle US-Journalisten Spione seien. Einheimische konnten den Lynchmord gerade noch verhindern.
Dazu passt die heutige Meldung aus Aleppo, dass die syrische Armee 50 Kämpfer der sog. "Nasur-Jihadisten" und 36 Afghanische "Rebellen" getötet hat.

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ermanerich 20.09.2012, 15:06
2. nun ja,

Zitat von sysop
Die Vereinten Nationen haben an die Konfliktparteien in Syrien appelliert, die Friedensbemühungen des Sondergesandten Brahimi zu unterstützen. Nach Angaben von Uno-Generalsekretär Ban soll schon bald ein neuer Friedensplan für das Krisenland vorgelegt werden.
kann man nur hoffen, dass Herr Ban vorher mit den Sponsoren der "rebellischen Freiheitskämpfer" spricht.

Bisher stimmte die Despot Assad allen Friedensplänen zu, dummerweise fühlte sich auf Seiten der sogenannten Opposition jedoch niemand angesprochen, eher befleissigten sich deren Sponsoren um weitere Eskalation der Gewalt.

Dass die demokratische syrische Opposition das Handeln der "Freunde Syriens" ablehnt, ist jedoch den Unterstützern der Terrorbanden der FSA letztlich egal, genauso wie die syrische Zivilbevölkerung, die anscheinend lieber den Tyrannen Assad möchte als einen Haufen fremdgesteuerter Halsabschneider mit Rauschebart und internationaler Erfahrung im kleinen Dschihad.

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messwert 20.09.2012, 18:24
3. Ban ist wahrlich nicht zu beneiden

Sicher wird Ban sein Möglichstes für einen Friedensplan in Syrien einbringen.
Welche Aussicht aber hat er damit? Ist es nicht gänzlich unmöglich die extrem divergierenden Interessen der Aufständischen unter einen Hut zu bringen? Selbst wenn Assad den Plan Bens akzeptiert wird es zu viele Rebellen geben die unbeirrt ihr Heil im Kampf für den Sieg sehen.

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topodoro 21.09.2012, 17:45
4. Die "Sponsoren" der Gewalt...

Zitat von ermanerich
kann man nur hoffen, dass Herr Ban vorher mit den Sponsoren der "rebellischen Freiheitskämpfer" spricht. Bisher stimmte die Despot Assad allen Friedensplänen zu, dummerweise fühlte sich auf Seiten der sogenannten Opposition jedoch niemand angesprochen, eher befleissigten sich deren Sponsoren um weitere Eskalation der Gewalt. Dass die demokratische syrische Opposition das Handeln der "Freunde Syriens" ablehnt, ist jedoch den Unterstützern der Terrorbanden der FSA letztlich egal, genauso wie die syrische Zivilbevölkerung, die anscheinend lieber den Tyrannen Assad möchte als einen Haufen fremdgesteuerter Halsabschneider mit Rauschebart und internationaler Erfahrung im kleinen Dschihad.

den "Freunden Syriens" redet ja gerade jetzt, Lakhdar Brahimi, der UN Gesandte bei ihrem Treffen in Scheveningen ins Gewissen.

Und Ban sagte auch : " those who send weapons to the rebels in Syria are reducing Brahimi's chances to achieve a political solution."

Das ist deutlich. So deutlich hat sich Ban bisher noch nicht gegen die "Sponsoren" der FSA "Aktivisten" ausgesprochen.

Es läuft aber auch sehr schlecht für die "Aktivisten":

So hat in Homs hat die syrische Armee einen 1 Kilometer langen Tunnel entdeckt, der das al-Khaledia Viertel mit dem al-Qusour Viertel verband.
"Aktivisten", die sich in dem Tunnel befanden, wurden festgenommen.
Die Armee hat dann das al Khaledia Viertel umzingelt und durchkämmt nun das Viertel, bzw, wartet bis den Eingeschlossenen die Munition ausgeht.
Daraufhin wären ca. 1000 FSA "Aktivisten" zu einem Entlastungsangriff gekommen, der aber zurückgeschlagen wurde. Dabei seien ca. 150 "Aktivisten" getötet worden.

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