Forum: Politik
Unterhaus will Brexit-Aufschub: Mehr Zeit für Streit
AFP

Das britische Unterhaus hat entschieden: Großbritannien soll die EU nicht wie geplant am 29. März verlassen. Was nun? Vier Lehren eines weiteren denkwürdigen Brexit-Abends.

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*Querdenker* 14.03.2019, 22:25
1. Von Medien inszeniert?

So langsam frage ich mich ja, ob dieses ganze Kasperle-Theater im britischen Unterhaus nicht von den Medien inszeniert ist, damit die was zu schreiben haben. Denn Ernst nehmen kann man ich das nicht mehr.

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loboloco 14.03.2019, 22:25
2. Hat...

mal jemand daran gedacht, dass die Briten das in Richtung €uropawahl strecken um ein Druckmittel in die Hand zu bekommen ? Just saying... ;-]

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hansriedl 14.03.2019, 22:33
3. Brexit Dilemma

Wollen wir die EU verlassen, ja aber vielleicht doch nicht, oder doch.
Aber gut Ding braucht Zeit, noch haben wir nicht alle Rosinen eingesammelt. Vielleicht erst mal noch eine Verschiebung.

Die Briten haben sich in ihrer Geschichte noch nie so lächerlich gemacht, wie in den letzten zwei Jahren.
Es ist schon ein mehr als unwürdiges Schauspiel, dass sie da bieten.
Das kommt davon, wenn man auf Rechtspopulisten und den Boulevard hereinfällt.
Für das unfreiwillige Publikum wird die ganze Show aber immer ermüdender und niemand will mehr wirklich eine Zugabe.
Geht einfach!

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Flo12 14.03.2019, 22:35
4. Wenn die EU darauf eingeht und nachgibt...

Ich verstehe wirklich nicht, wo das Problem ist. Können die Leute alle keine Aussagenlogik? Entscheidungen: Nicht ohne Deal aus der EU sowie nicht am 29.3. aus der EU. In der aktuell möglichen Lösungsmenge ist durch aktive Entscheidung ohne externe Unterstützung nur der dauerhafte Verbleib in der EU (Zurückziehen des Antrags) drin. Warum sollte die EU ohne Not die Lösungsmenge erweitern?

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titzck 14.03.2019, 22:36
5. Schande für die Politik im Mutterland der Demokratie

Was kann man noch sagen über diese traurigen Verhältnisse im Vereinigten Königreich. Populistische Politiker gefährden die Demokratie. Magna Charta, Habeas Corpus Akte. Wo ist alles geblieben?

Dieses Land hat den Krieg gewonnen, aber das Weltreich eingebüßt. Churchill wollte das Vereinte Europa, sein Land sollte aber nicht dabei sein.

Wie schwer war dann der Weg zur Mitgliedschaft und die Beziehung blieb schwer. Immer wieder wurden Sonderregelungen vereinbart.

Doch jetzt dürften sich die Briten überschätzen. Und das Hin und Her ist unerträglich.

Der Verlust für Europa ist unermesslich. So wichtig sind die vielfältigen Beziehungen und Erfahrungen des Königreiches.

So schwer aber der Verlust wiegt, die Zeit für die Trennung ist gekommen.

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Leser1000 14.03.2019, 22:46
6. Aufpassen

Man kann den Briten nochmals entgegenkommen für eine recht überschaubare Zeit. Ich sehe nicht, dass es etwas bringen wird.Wo ist der Benefit? Den Vertrag können und sollten sie jetzt unterschreiben. Wozu Monate warten ohne klares Ziel?Es besteht doch die Gefahr, dass sich der Spiess irgendwann bei ewigem Zuwarten umdreht. Das Chaos zieht sozusagen die EU am Ring durch die Manege.Das kann es nicht sein.GB ist am Zug.

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nawaswohl 14.03.2019, 22:51
7. Fasching ist in UK nicht vorbei

Die Narren haben das Sagen. Nur was Sie sagen wollen wissen Sie nicht. Ist wie im Sandkasten - "Das Förmchen will ich nicht." "Welches willst Du Dann?" "Weiss nicht."

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zoon.politicon 14.03.2019, 22:51
8. Wem nützt es?

Wenn man sich fragt, was das Ganze soll, kommt man schnell zu der Frage: Qui bono? / wem nützt es?
Antwort: Den Briten, weil sie länger in der EU bleiben und den offensichtlichen Nachteilen eines Austritts entgehen. Dass dadurch die EU regelrecht in ihrer weiteren Entwicklung blockiert ist, den Schaden hat, interessiert sie nicht.
Folgerung: sie werden mit taktischen Spielchen - offen und verdeckt - versuchen, den "Brexit" / Austritt so lange, wie möglich, vielleicht zum Sankt-Nimmerleins-Tag, herauszuziehen. Na dann Prost!

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betonklotz 14.03.2019, 22:53
9. Weil ein Verbleib der Briten der worst case wäre

Zitat von Flo12
Ich verstehe wirklich nicht, wo das Problem ist. Können die Leute alle keine Aussagenlogik? Entscheidungen: Nicht ohne Deal aus der EU sowie nicht am 29.3. aus der EU. In der aktuell möglichen Lösungsmenge ist durch aktive Entscheidung ohne externe Unterstützung nur der dauerhafte Verbleib in der EU (Zurückziehen des Antrags) drin. Warum sollte die EU ohne Not die Lösungsmenge erweitern?
Dann ginge das Theater ja erst richtig los. Da nun mal die Regularien laut EUGh so sind, daß der Austrittswillige seinen Austritt einseitg!!!! canceln kann, sind die Briten tatsächlich in der Position, der EU nach Belieben auf der Nase herumtanzen zu können. Ich habe nicht erst seit gestern den Verdacht, da0 man die Frage nach den Motiven und geistigen Verfasstheit der Konstrukteure dieses Gebildes namens EU nur in psychopathologischen Kategorien korrekt beantworten kann.

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