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US-Präsidentschaftskandidat Istvan: Wahlkampf aus dem Sarg
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Zoltan Istvan reist in einem großen Sarg durch die USA. Er kämpft für das ewige Leben. Und er will ins Weiße Haus. Unterwegs mit dem ungewöhnlichsten Präsidentschaftskandidaten der Vereinigten Staaten.

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sean100 24.01.2016, 08:06
1. Weltenlenker!

Ich will ehrlich sein. Die USA macht mir Angst! Ihre Wirtschaft hat dort längst die wirkliche Macht übernommen. Und jedem anderen Land auf der Welt will die USA ihr ausbeuterisches System aufzwingen. Ganze zwei Parteien stehen dort zur Wahl! Und das soll Demokratie sein? Dazu kommt die starke Strömung Politik wieder mit Religion zu verbinden.
Wir in Europa sollten mal langsam etwas mehr Distanz zu den USA schaffen. Freundschaft ist gut, aber es darf keines Falls eine kritiklose Gefolgschaft werden. Europa sollte den USA nicht hörig werden. Und wir sollten von diesem Freihandelsabkommen die Finger lassen. Hat die Wirtschaft der USA erst mal rechtlich die Finger in der europäischen Wirtschaft, gibt es kein zurück mehr!
Europa sollte sich bewusst werden, was es ist. Und wir sollten es besser machen als die USA! Wirtschaftspartner sollten wir uns auf unseren eigenen Kontinent suchen. Das wäre zwar der Horror für die USA und ihre Führungsrolle, aber es ist für Europa möglich!
Leider ist der jetzige Stand katastrophal. Die USA bestimmt und Westeuropa läuft auf Knien hinterher! Folgsam, Kritikfrei und absolut gehorsam!
Und wenn ich mir die Präsidentschaftskandidaten dort ansehe, wird es mir um die Zukunft der Menschheit bange!

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Atheist_Crusader 24.01.2016, 08:36
2.

DEM Ungewöhnlichsten? Da kennt wohl Jemand nicht Vermin Supreme.

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haresu 24.01.2016, 08:41
3. Angst essen Seele auf

Ein Typ der das einzig Sichere im Leben verhindern will hat schon irgendwie Größe. Und mehr als eine Schraube locker, auch wenn er noch keine implantiert hat. Traurigerweise treibt ihn nur Angst und dummerweise führt selbst die Verwirklichung seiner Wünsche zu nichts als permanenter Angst.

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Atheist_Crusader 24.01.2016, 08:43
4.

Zitat von sean100
Ich will ehrlich sein. Die USA macht mir Angst! Ihre Wirtschaft hat dort längst die wirkliche Macht übernommen. Und jedem anderen Land auf der Welt will die USA ihr ausbeuterisches System aufzwingen. Ganze zwei Parteien stehen dort zur Wahl! Und das soll Demokratie sein? Dazu kommt die starke Strömung Politik wieder mit Religion zu verbinden. Wir in Europa sollten mal langsam etwas mehr Distanz zu den USA schaffen. Freundschaft ist gut, aber es darf keines Falls eine kritiklose Gefolgschaft werden. Europa sollte den USA nicht hörig werden. Und wir sollten von diesem Freihandelsabkommen die Finger lassen. Hat die Wirtschaft der USA erst mal rechtlich die Finger in der europäischen Wirtschaft, gibt es kein zurück mehr! Europa sollte sich bewusst werden, was es ist. Und wir sollten es besser machen als die USA! Wirtschaftspartner sollten wir uns auf unseren eigenen Kontinent suchen. Das wäre zwar der Horror für die USA und ihre Führungsrolle, aber es ist für Europa möglich! Leider ist der jetzige Stand katastrophal. Die USA bestimmt und Westeuropa läuft auf Knien hinterher! Folgsam, Kritikfrei und absolut gehorsam! Und wenn ich mir die Präsidentschaftskandidaten dort ansehe, wird es mir um die Zukunft der Menschheit bange!
Naja, so stark ist die religiöse Strömung eigentlich nicht. Gerade junge Amerikaner sind zunehmend kritischer, weniger an Religion interessiert und auch offener für Dinge, die für die Kalter-Krieg-Generation undenkbar waren (z.B. sozialistische Prinzipien). Die haben schon gemerkt was das Land ruiniert hat. Die religiösen Fanatiker würde ich also nicht zu hoch bewerten. Es gibt sie, aber sie sind in der Mehrzahl alt und ihre Zahlen schwinden.
Beunruhigend ist das politische System allerdings weiterhin. Gerade wenn man sieht, wie entkoppelt es von der Realität und den Interessen der Menschen ist, wie sehr die zwei Parteien dafür sorgen dass es keinen nennenswerte dritte gibt und wieviel Einfluss die einzelnen Lobbygruppen haben.

Ihrem Schluss möchte ich mich auch anschließen: Mehr Distanz zu den USA. Ungefähr so viel Distanz zu Moskau. Wird natürlich teuer (die NATO ist nicht ohne Grund ein amerikanischer Club), aber das kostet uns nur Geld. Einfach so weiterzumachen wie bisher könnte uns weniger leicht ersetzbare Dinge kosten - Frieden, Stabilität, Ansehen, Beziehungen zu anderen Nationen...

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erzrotti 24.01.2016, 08:58
5. Ich kann den Ideen...

...viel Gutes abgewinnen...!
...es wäre eine gute Zeit für die Erde, wenn die Amerikaner in Servern wohnen würden...
...wenn sie dann wieder mordend durch die Welt ziehen wollten, dann werden die Stecker gezogen und die Server abgeschaltet! Und ab zum Recyclinghof! Kann das nicht ein bisschen schneller gehen, dass mit der Zukunft...?!

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Darwins Affe 24.01.2016, 09:24
6. Armes Europa

Zitat von sean100
Ich will ehrlich sein. Die USA macht mir Angst! Ihre Wirtschaft hat dort längst die wirkliche Macht übernommen. Und jedem anderen Land auf der Welt will die USA ihr ausbeuterisches System aufzwingen. Ganze zwei Parteien stehen dort zur Wahl! Und das soll Demokratie sein? Dazu kommt die starke Strömung Politik wieder mit Religion zu verbinden. Wir in Europa sollten mal langsam etwas mehr Distanz zu den USA schaffen. Freundschaft ist gut, aber es darf keines Falls eine kritiklose Gefolgschaft werden. Europa sollte den USA nicht hörig werden. Und wir sollten von diesem Freihandelsabkommen die Finger lassen. Hat die Wirtschaft der USA erst mal rechtlich die Finger in der europäischen Wirtschaft, gibt es kein zurück mehr! Europa sollte sich bewusst werden, was es ist. Und wir sollten es besser machen als die USA! Wirtschaftspartner sollten wir uns auf unseren eigenen Kontinent suchen. Das wäre zwar der Horror für die USA und ihre Führungsrolle, aber es ist für Europa möglich! Leider ist der jetzige Stand katastrophal. Die USA bestimmt und Westeuropa läuft auf Knien hinterher! Folgsam, Kritikfrei und absolut gehorsam! Und wenn ich mir die Präsidentschaftskandidaten dort ansehe, wird es mir um die Zukunft der Menschheit bange!
1. Tolle Wirtschaftspartner in Europa. Die Deutschen liefern Waren in die Südländer und die Geldforderung wird der Bundesbank als Target2 zugeschrieben, d.h der deutsche Steuerzahler zahlt. 2. Die USA haben eine Vielzahl an Parteien. Derzeit überlegt z.B. Michael Bloomberg, sich als unabhängiger Kandidat für die Präsidentschaftswahl aufstellen zu lassen. 3. Deutschland hat doch mit CDU und CSU zwei christliche Parteien im Parlament. Der wachsende Einfluss des Islam wird zusätzlich Forderung nach der Scharia etc. in Gang setzen. 4. Für die Amis sind die aufstrebenden Länder Südostasiens bedeutend wichtiger als ein Europa, das sich selbst aufgegeben hat. 5. Wenn ich die Politik Merkels ansehen, wird mir eher bange: Ihr Hegemonialstreben in Europa hat die EU gespalten und Deutschland steht weitgehend isoliert da. 6. International gehen schon Wetten, ob die EU oder Russland als Erste kollabieren.

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sbk030 24.01.2016, 09:35
7. Buch bekannt?

"The Transhumanist Wager" - ein tolles Buch von Istvan.

Leider nicht erwähnt und wahrscheinlich auch niemandem hier bekannt.

Schade, denn a) hat dieser Mann allein mehr im Kopf, als alle anderen Kandidaten zusammen und b) erklärt sein Buch seine Ansichten, Träume und Hoffnungen besser, als es dieser Artikel vermag.

Als Nerd an dieser Stelle: es schwingt ein Unterton in diesem Beitrag mit, der Istvan verurteilt, anscheinend ohne über ihn, den Transhumanismus oder die Singularitätstheorie viel zu wissen oder dem geneigten Leser vermitteln zu wollen. Schade, wirklich.

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parabellum 24.01.2016, 09:38
8.

Ach, die Amerikahetze wieder. Schnarch. Mal ganz nebenbei, nach Andreas Lubitz habe ich keinen einzigen amerikanischen Leserbeitrag irgendwo gelesen, der alle Deutsche für verrückt darstellte.

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event.staller 24.01.2016, 09:40
9. Faszinierendes Panoptikum

Es ist schon faszinierend, welches Panoptikum an Präsidentschaft-Bewerbern sich in Amerika präsentiert. Ginge es nicht um das politisch wichtigste Amt der Welt, könnte man es für einen Wettbewerb "Next USA Top Comedian" halten. Daß Istvan u.a. mit Gehirn-Chips die Intelligenz seiner Mitmenschen verbessern will, ist eine sehr gute Idee - allerdings bitte, bevor er die Unsterblichkeit geschaffen hat.

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