Forum: Politik
US-Vizepräsident: Mike Pence bestreitet angebliche Pläne zur Absetzung Trumps
AFP

Seit Tagen sorgt ein anonymer Gastbeitrag in der "New York Times" für Unruhe in Washington. Darin schreibt ein Regierungsmitglied von Plänen, Trump absetzen zu wollen. Vize-Präsident Pence will davon nichts wissen.

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claus7447 09.09.2018, 12:47
1. Pence wird es nie zugeben...

.. aber für ihn wäre es die Möglichkeit zur Machtergreifung. Taktisch muss er aber noch bis nach den Zwischenwahlen warten, den der Proteststurm und damit das ggf. Schwenken von treuen Wählern zur Nichtwahl oder zu den Demokraten darf ja nicht eintreten. Das sich Obama angesichts der "Fassungslosigkeit des Handelns" äußert halte ich für nachrangig - aber es zeigt langsam wie dünnhäutig man bei den Republikanern ist und wie man versucht aus dieser Falle - in die man sich lebst gebracht hat indem man diesen Kandidaten durch gewunken hat herauszukommen.

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draco2007 09.09.2018, 12:54
2.

Trump setzt doch perfekt die Agenda von Pence um.
Zudem halte ich es für Möglich, dass Pence der Op-Ed ist.
Trump setzt um und Pence verhindert das wirklich krasseste, wie "lasst und Assad einfach töten".

Klingt plausibel, ist aber nur eine Theorie.

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cup01 09.09.2018, 12:58
3. Mehr Mut

Es gibt keine Erfolge, die auf Trump zurückzuführen sind, zu verteidigen. Darum sollte man als Staatsdiener dem Gedanken nach Absetzung Taten folgen lassen. Hierfür wünsche ich den Protagonisten einfach mehr Mut. Es geht nicht um Trump, es geht um Amerika und die freie Welt.

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isi-dor 09.09.2018, 12:59
4. Pence muss es abstreiten.

Die Beseitigung von Trump durch ein Impeachment ist Pence' einzige reelle Chance, in diesem Leben noch Präsident der USA zu werden. Daran gibt es nichts zu deuteln. Das Motiv ist klar, aber es wird ihm die Tat schwer nachzuweisen sein.

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MisterD 09.09.2018, 13:19
5. Ja nun...

was soll er der Presse denn sagen?

Ja klar, ich und folgende weitere Regierungsmitglieder planen Hr. Trump am kommenden Donnerstag auf dem Weg von seinem Golfclub ins Weiße Haus verhaften zu lassen und ihn somit des Amtes zu entheben?

Informieren Sie ihre Frau vorab, dass Sie ihr in 3 Tagen Rosen mitbringen werden?

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eggshen 09.09.2018, 13:22
6. enttäuscht...

"Er sei enttäuscht, dass Obama mit der Tradition früherer Präsidenten breche und sich nun derart zur aktuellen Politik äußere, sagte Pence."

Nun ja, in Anbetracht der aktuellen Präsidentschaft ist es schon fast eine staatsbürgerliche Pflicht, endlich mal Stellung zu beziehen. Gerade Obama, dessen Politik in einer geradezu revisionistischen Weise quasi ausradiert wird, konnte dazu nicht länger schweigen.
Daneben hat Trump mit so ziemlich jeder 'präsidialen Tradition' gebrochen. Insofern verwechselt der Vizepräsident offenbar Ursache und Wirkung.

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Nubari 09.09.2018, 13:44
7. Schlangengrube Weißes Haus

Im Op-Ed der NYT wird der Begriff "lodestar" verwendet, den Mike Pence gerne benutzt. Andererseits ist der Artikel zu pointiert und präzise formuliert, als dass er von Pence stammen könnte. Vielleicht soll hier Pence beschmutzt werden? Andererseits ist die Rede von Kabinettsmitgliedern, die eine Absetzung nach 25.Verfassungszusatz diskutieren, also müsste es mehrere Minister geben, die in innerer Opposition zu Trump stehen und sich austauschen. Jedenfalls stellt sich der Autor als Teil einer Gruppe dar, die als "many of the senior officials in his own administration are working diligently from within to frustrate parts of his agenda and his worst inclinations" intern gegen den Präsidenten arbeiten. Es gibt Vermutungen, dass der Artikel von einem Redenschreiber im Auftrag von mehreren Mitarbeitern verfasst worden sei, was die wohl gesetzen Worte und Aussagen erklären würde. Tatsache ist, dass praktisch alle engeren Mitarbeiter ihre Urheberschaft bestritten und den Artikel verdammt haben. Berichte aus dem Weißen Haus offenbaren längst einen brutalen und rücksichtslosen Umgang der Mitarbeiter untereinander und legen nahe, dass Informationen einander vorenthalten, aber Falschinformationen weitergegeben werden und dass man sich gegenseitig anschwärzt. Vor diesem Hintergrund könnte jeder der Autor oder die Autorin gewesen sein, Gründe gäbe es überreichlich. Das Weiße Haus präsentiert sich als dysfunktionaler Saftladen, was Bob Woodwards Buch "Fear" ebenso glaubhaft wie furchteinflößend unterstreicht.

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sven2016 09.09.2018, 13:47
8.

Pence war das es:) Er hatte im letzten Jahr ein PAC gründen lassen und erst nach Bekanntwerden wieder aufgelöst. VP bauen üblicherweise keine Wahlkampfspenden-Organisation alleine auf („Pence 2020“).

Übrigens: „Schade, dass sich Obama nicht an die Tradition der bisherigen Präsidenten gehalten hat ....“ - sagt ein Unterstützer des Typen, der weder Traditionen noch Anstand noch Recht und Gesetz beachtet oder kennt?

Ironie eines evangelikalen Rassisten? Das ist neu.

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Papazaca 09.09.2018, 13:51
9. Hysterie um das "Who dunnit" ist vielsagend

Erstmal: In Trumps Orbit traut niemand niemand. Auch werden die Möglichkeiten des Machtverlustes (Verlorene Wahlen, mögliche Anklagen durch Mueller, weitere Bücher und Enthüllungen) immer realer. Trump und seine Getreuen werden immer nervöser und beschäftigen sich immer mehr mit sich selbst. Und jetzt taucht auch noch Obama auf. Es sind zwar nur die Zwischenwahlen, aber man kann das Gefühl haben, als wenn diese mittelbare Abstimmung über Trumps Präsidentschaft der Anfang von Trumps Ende ist. Ein Hauch von Watergate ist allgegenwärtig.

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