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Vergrünung der CDU: Merkels Ausstieg aus dem Automobilbau
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Nach der Atomwende kommt jetzt die Autowende. In einem Interview hat Angela Merkel die weitere Deindustrialisierung Deutschlands angekündigt. Einem Bündnis mit den Grünen steht nichts mehr im Wege.

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spon_2316845 17.08.2017, 14:41
1. Was für ein Unsinn

Kurz bevor das Auto erfunden wurde, entdeckte jemand in England, dass es ein grosses Problem mit Kutschen geben wird. Die Zahl der Kutschen nahm nämlich stetig zu und er konnte ausrechnen, wann ganz England unter Pferdeäpfel begraben sein würde. Bekanntlich kam es nicht dazu. Man musste keine Kutschen verbieten. Der technologische Fortschritt schaffte sie ab. Und so wird es auch mit dem Benzinmotor sein. Auch die Glühbirne hätte sich auch ohne Vorschrift der EU überholt.
Politiker sollten endlich aufhören, an Dingen zu schrauben, die sie nichts angehen und sich den wesentlichen Dingen widmen, und nicht mutwillig eine ganze Industrie vorzeitig zerstören wollen.

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marty_gi 17.08.2017, 14:43
2. zu viel aufs Fleisch gehauen....

Na, unser Nicht-Versteher wieder mal am Werk, haeh?
Haette die arrogante deutsche Autoindustrie nicht Jahrzehnte gepennt, braeuchte unser Fleischhauer jetzt nicht seine Aengste bzgl. einer De-Industrialisierung hier hinschreiben. Aber - als Konservativer kann man ja NUR an altem festhalten und sich niemals fortentwickeln, Fortschritt an sich ist ja das Schlimmste, was man als Konservativer sich vorstellen kann und dennoch ertragen wird muessen.
Also - statt so komplett ANTI zu sein, wie waere es denn mal, die alteingesessene Industrie dahin zu bewegen, sich mit der moderenen Technologie intensiv zu beschaeftigen, den Entwicklungsrueckstand aufzuholen (mal ganz abgesehen davon, wie weit die Technologie schon insgesamt sein koennte, wenn man sich ihr nicht so vehement verweigert haette!!!) und die Entwicklung in Deutschland und damit auch die Produktion und Standardisierung voranzutreiben??!? Dann klappt es auch weiterhin mit der Industrie in Deutschland. Und daran sollten Konservative interessiert sein, nicht daran immer nur weiter den alten Mist zu produzieren.
Aber selbst dieser Gedankengang ist wahrscheinlich fuer den ins Fleisch gehauenen zu progressiv.....

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fottesfott 17.08.2017, 14:47
3. Hybris statt Hybrid

...beschreibt glaube ich die Vorstandsetagen der deutschen Automobilbauer in den letzten Jahren ganz gut. Offenbar betrachtet Merkel die abgestimmten Dieselmanipulationen als automobiles Fukushima, und zieht daraus entsprechende Konsequenzen. Der Industrie die langfristigen politischen Rahmenbedingungen aufzuzeigen finde ich jedenfalls vernünftiger, als wenn wir heute noch an Dampflokomotiven oder Röhrenfernsehern festhalten würden, das konnte die deutsche Industrie auch mal ganz gut.
Und wenn es den Herren Vorständen etwas von ihrer Hybris nimmt: umso besser.

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ostap 17.08.2017, 14:50
4. dumm und polemisch

Überschrift und Inhalt dieses Artikels sind dumm und polemisch. Die Kanzlerin will sicher nicht die deutsche Automobilindustrie abschaffen. Sie hat vielmehr zu lange ihre schützende Hand über diese bequemen und unfähigen Manager gehalten, die jetzt die deutsche Automobilindustrie an den Rand des Abgrundes geführt haben. Da Dobrindt auf dem kürzlichen "Dieselgipfel" weiter Beruhigungspillen und Schlaftabletten verteilt hat, ist die Einmischung der Kanzlkerin vielleicht der letzte Weckruf, um eine Branche vor dem schlafwandlerischen Taumeln in den Abrund zu bewahren.

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mielforte 17.08.2017, 14:51
5. Also sind die Grünen der Durchlauferhitzer der Politik

Die Themen werden in der grünen Partei erhitzt, sichtbar gemacht und diskutiert und danach an die etablierte Politik übergeben und durchgesetzt. Dabei spielt es keinerlei Rolle, daß es sich bei den Grünen um eine 5-Prozent-Partei handelt, der übergroße Wählerwille also ausgeklammert wird.

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socketuning 17.08.2017, 14:51
6. Mit Verlaub, das ist Quatsch!

Eine Industrie, die an veralteten Produkten festhält, wird nicht als solche bestehen können.
Auch wenn alle Deutschen dann die guten und arbeitsplatzerhaltenden Diesel kauft, würde das nicht ausreichen um die Produktionsmengen abzusetzen.
Wie viele Kutschenbauer gibt es denn noch? Was ist mit Doppeldecker mit Sternmotoren und Dampflokomotiven?
Wenn unsere Autoindustrie den Dreh aus eigener Kraft nicht schafft, dann hat sie aus meiner Sicht auch ihre Existenzberechtigung verloren. Aber ich bin auch ein liberaler Mensch der mal Ökonomie studiert hat.
Vielleicht kann eine andere Regierung ja die größten Märkte für deutsche Autos davon überzeugen weiterhin Verbrenner zu kaufen.

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Neapolitaner 17.08.2017, 14:51
7. Man kann alles wieder aufbauen

Deutschland wird auch eine Kanzlerin Merkel überstehen. Merkel scheint die erste deutsche Politikerin zu sein, welche den Morgenthau - Plan tatsächlich ernst nimmt. Etwas modernisiert , mit dem Leitsatz: "Industrieruinen schaffen ohne Waffen". Sie ist sich mit GRÜN darin wahrscheinlich einig. Der Wähler macht es mit. Dennoch wird es eine Zeit nach Merkel geben.

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Kurt-C. Hose 17.08.2017, 14:52
8.

Zitat von fottesfott
...beschreibt glaube ich die Vorstandsetagen der deutschen Automobilbauer in den letzten Jahren ganz gut. Offenbar betrachtet Merkel die abgestimmten Dieselmanipulationen als automobiles Fukushima, und zieht daraus entsprechende Konsequenzen. Der Industrie die langfristigen politischen Rahmenbedingungen aufzuzeigen finde ich jedenfalls vernünftiger, als wenn wir heute noch an Dampflokomotiven oder Röhrenfernsehern festhalten würden, das konnte die deutsche Industrie auch mal ganz gut. Und wenn es den Herren Vorständen etwas von ihrer Hybris nimmt: umso besser.
Wäre nur nicht schlecht, das Thema vom "Ende her" zu denken und sich zu fragen, wo die Infrastruktur dafür her kommt, bevor man den Verbrennungsmotoren den Saft abdreht.

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anton_otto 17.08.2017, 14:52
9. Leider wahr

Wenn es nicht so deprimierend wäre, müßte man laut auflachen. Fleischhauer trifft das Problem auf den Kopf.
Merkel tut alles, was dem kurzfristigen Machterhalt dient - wirklich alles. Ohne mit der Wimper zu zucken, opfert sie wichtige Industrien, wenn es ein paar Prozentpünktchen bei Wahlen bringt. Und sie schlägt mal ebenso einen Weg ein, ohne ansatzweise einen Plan zu haben, wohin er denn führen soll. Man kann das bei der "Energiewende" sehen. Von heute auf morgen wurde die Abschaltung der Atomkraftwerke verfügt, ohne zu wissen, woher denn zukünftig eine belastbare Stromversorgung kommen soll.
Mit der Autoindustrie droht jetzt ein ähnliches Desaster. Es wird mal eben das Ende des Verbrennungsmotors verkündet, ohne einen Plan für die Nachfolgetechnologie zu haben. Die paar batteriebetriebenen Wägelchen können mit ihrer mickrigen Reichweite und den ewigen Ladezeiten diese Lücke nicht im Entferntesten ausfüllen. Abgesehen davon muß man solche Gefährte nicht in Deutschland zusammenschrauben, sondern kann das fast überall tun. Dabei ist die Autoindustrie nicht nur wegen der eigenen Arbeitsplätze und der Komponentenzulieferer wichtig, sondern auch wegen der Innovationen im weiteren industriellen Umfeld, zum Beispiel dem Maschinenbau und der Elektroindustrie. All das ist ernsthaft gefährdet, wenn man die Autoindustrie zerstört.
Und das alles nur wegen einiger falsch plazierter Meßstellen in Stuttgart.
Leider leben viele gefühlsgrüne Stimmungsmacher aus den Medien in dieser Latte Macchiato-Welt von Prenzlauer Berg und Kreuzberg, die mit dem wahren Leben wenig zu tun hat. Deswegen verstehen sie nicht, daß Repair-Cafés und Ökobäckereien nett sind, aber nicht das wirtschaftliche Rückgrat eines Landes sein können.

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