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Versorgung der Flüchtlinge: Die CSU jammert, Bayern hilft
DPA

Die CSU gibt sich in der Flüchtlingsfrage unerbittlich und spricht vom "Ausnahmezustand". Dabei zeigt sich gerade in Bayern, wie wenig das Gezeter mit der Wirklichkeit zu tun hat: Die Helfer arbeiten dort so professionell wie in keinem anderen Bundesland.

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hellas1955 28.11.2015, 15:31
1. Mut!

Dieser Artikel macht Mut in Zeiten, in denen man täglich dummes Geschwätz ertragen muss.

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pykomat 28.11.2015, 15:34
2. Inwiefern soll sich das wiedersprechen?

Die CSU vertritt die Meinung der Mehrheit in Bayern. Das wird sich - wie in den vielen Wahlen zuvor - auch bei der nächsten wieder zeigen.
Die Menschen hier haben ein gesundes Empfinden ihrer eigenen Identität und deswegen sind ihre Ängste auch nicht diffus, sondern werden klar artikuliert.
Das man Menschen würdig behandelt, ist für die allermeisten Bayern (und damit auch CSU Wähler) doch eine Selbstverständlichkeit. Das kann man vom einzelnen erwarten und das ist es auch, was man mit "Christlicher Nächstenliebe" beschreibt.
An die Politik haben die Menschen jedoch ganz andere Erwartungen. Sie sollte das "Große und Ganze" im Auge behalten. Und Hilfe zu leisten geht eben nicht nur, indem man alle Menschen die zu uns wollen auch bei uns aufnimmt. Hier wollen die Bayern offensichtlich eine andere Lösung, was sie aber nicht hindert sich den "Refugees" mit Anstand zu begegnen.

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leserich 28.11.2015, 15:34
3. Bayern hilft

Bayern kann helfen, weil die CSU die nötigen Grundlagen für den jetzigen Einsatz ermöglicht hatte. "Gejammert" wird mit Blick auf die zukünftig Entwicklungen. Ob es Gejammer ist oder nicht vielmehr begründete Sorge, sei dahingestellt.

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werner.schmidt.mch 28.11.2015, 15:35
4. Bayern ist Vorbild

Ja, Ihr Artikel ist objektiv und entspricht den
augenblicklichen Verhältnissen.

Aber wenn es so bleiben soll, brauchen wir eine
Begrenzung des Flüchtlingsstroms, sonst fällt
Ihr schönes idylisches Bild in sich zusammen.

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wahrsager26 28.11.2015, 15:37
5. Wir schaffen das

Da können noch so viele ehrenamtliche Helfer helfen.....die Kontrolle ist längst entglitten-weil zu viele zu schnell kommen.In der Welt war ein guter Artikel über die Dolmetscher ,die in den Ämtern arbeiten.Anfangs denkt man:Wie wollen die genau prüfen,wer woher kommt,persönliche Angaben etc.Hat man nicht Recht mit seinen Zweifeln?Jetzt kann man lesen wir katastrophal die Überprüfungen in den Ämtern laufen-streng genommen kann uns alles gesagt werden...warum prüfen?Zu den Dolmetscher kann man kein Vertrauen haben -unsere Esel nicken nur und treffen falsche Entscheidungen.Frau Merkel ist unfähig,denn wenn sie schon die ganze Welt einlädt,dann hätte sie sich wenigstens vergewissern können,ob wir so etwas überhaupt organisieren können....!Nein,wir können nicht und werden es auch nicht schaffen-außer das alle in den Sozialsystemen hängen-das hätten wir aber auch gleich billiger haben können-ohne Prüfungen ....Hereinspaziert!!!!Danke

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skylarkin 28.11.2015, 15:38
6.

Das hört sich erstmal gut an und ist es wahrscheinlich auch. Meine Befürchtungen hinsichtlich des Flüchtlingszustroms sind nicht das Geld, die Aufnahmeorganisation(wenn jemand das schafft, dann wirklich die Deutschen) oder unmittelbar steigende Kriminalität oder versteckte Extremisten, sondern das was danach kommt:fehlende Jobs und Wohnungen, steigende Mieten für sozial Schwache, mögliche Absenkung der Sozialstandards, dann Enttäuschungen auf beiden Seiten, Anpassungsprobleme und in der Folge wachsende Parallelgesellschaften wie sie schon jetzt existieren. Diese möglichen mittel- bis langfristigen Probleme bereiten mir Sorgen. Die Erfahrungen der Vergangenheit stimmen einen nicht optimistisch.

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Cluedo 28.11.2015, 15:38
7. Gute Tradition in Bayern

Allem volkstümlichen Gehabe und dem Getöse einiger in der CSU zum Trotz: die Bayern haben eine lange und gute Tradition darin, Zuwanderer zu intergrieren. Den engstirnigen sprichwörtlichen "Urbayern" im abgelegenen Bergdorf gibt es doch nicht einmal mehr im heimatfilmischen Klischee. Es wundert mich nicht, dass das gut organisierte Bayern die aktuelle Herausforderung durch die hohen Flüchtlingszahlen im Vergleich zu einigen anderen Bundesländern bisher insgesamt recht professionell bewältigt.

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Huquan 28.11.2015, 15:39
8. Schönrederei

Die aktuelle Schönrederei durch die Medien ist nahezu unerträglich.
Fakt ist:
Bayern hat "Notstand" gemeldet und seit dem 15.11. werden tausende Flüchtlinge verteilt, viele davon nach BW.
Dieser "Notstand" wird gerade auf allen Sitzungen mit Jugendämtern und freien Trägern offen kommuniziert.
Warum nicht in diesem Artikel?
Die Not in Bayern ist aktuell sogar so groß, dass Jugendliche in Bussen weggefahren worden sind, ohne darauf zu warten, ob andere Bundesländer ausreichend Plätze geschaffen haben oder nicht.
Die Realität sieht so aus, dass Notunterkünfte in BW geschaffen worden sind, wo Teile der Jugendlichen in inadäquaten Unterkünften Weihnachten abwarten müssen, bis adäquate Plätze geschaffen worden sind.
Denn Fakt ist auch, dass gerade in BW der Fachkräftemangel so groß ist, dass man nicht schnell genug mit den dringend benötigten Einstellungen hinterher kommt.
Diese in diesem Artikel dargestellte Schönrederei ist ein Frechheit gegenüber allen MitarbeiterInnen, die vor lauter Arbeit nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht.

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defy_you 28.11.2015, 15:42
9. Das ist wirklich lobenswert,

aber hier wird nicht gezeigt, wie die Migrationskrise überwunden wird, sondern nur, wie es logistisch bewältigt wird, die ankommenden Migranten erstzuversorgen und weiter zu schicken.
Ich vermisse aber, dass die Journalisten mal in die Zukunft schauen. Wie soll es weiter gehen? Wie lange wollen diese Freiwilligen ihre Tätigkeit fortsetzen? Wie viel Geld sind wir deutsche bereit in diese Migranten zu stecken, wobei klar ist, dass die ca. 20 Mrd € (allein dieses Jahr) natürlich den Lebensstandard in Deutschland senken.
Und noch wichtiger, da schon weit über eine Million Migranten allein dieses Jahr eingetroffen sind: Wie soll ihre Integration ablaufen? In die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt? Merkel will Deutschkurse anbieten... Und? Damit sind sie noch nicht in den Arbeitsmarkt integriert. Wenn das aber nicht gelingt, wie sollen sie dann in die Gesellschaft integriert werden?
Integration kann nur gelingen, wenn sie in geordneten Bahnen verläuft. Alles andere sieht man in Malmö und Brüssel. Daran ändert es auch nichts, wenn Bayern die Migranten zügig aufnimmt, erstversorgt und weiterschickt. Aber Menschen wie Mariana und Dominik fällt es nunmal schwer, ihre rosarote Brille abzusetzen.

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