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Von der Leyen zu Bundeswehrskandal: "Die Vorgänge in Pfullendorf sind abstoßend und w
DPA

Die Gewaltrituale an einer Kaserne in Baden-Württemberg schockieren die Bundeswehr. Verteidigungsministerin von der Leyen hat angekündigt, den Skandal "mit aller Härte" aufzuklären.

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Hänschen Klein 28.01.2017, 13:58
1. Militär, was will man mehr ...

Wo es ausgeprägte Hierarchien gibt, ist der Machtmissbrauch vorprogrammiert. Solche Vorkommnisse sind im Militär an der Tagesordnung, nicht nur in Deutschland, in Portugal wurden letztes Jahr ein paar junge Soldaten bei 40° von Vorgesetzten in den Tod schikaniert. Deshalb bin ich heilfroh, als junger Mann dem Wehrdienst damals entkommen zu sein. Ich kann das Militär nicht leiden, eine unnütze, überholte Kaste. Genauso wie die Kirche zieht es gewisse Leute an, von denen ich nichts halte.

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heineken1 28.01.2017, 14:10
2.

Glaubt wirklich jemand, daß man »Spezialkräfte« nur mit Grundgesetz, Händchen-Halten und »... wir haben uns alle lieb« ausbilden kann? Insofern kann man die (mediale) Empörung für ein wenig verlogen halten.

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Barath 28.01.2017, 14:15
3. ...

Zitat von Hänschen Klein
Wo es ausgeprägte Hierarchien gibt, ist der Machtmissbrauch vorprogrammiert. Solche Vorkommnisse sind im Militär an der Tagesordnung, nicht nur in Deutschland, in Portugal wurden letztes Jahr ein paar junge Soldaten bei 40° von Vorgesetzten in den Tod schikaniert. Deshalb bin ich heilfroh, als junger Mann dem Wehrdienst damals entkommen zu sein. Ich kann das Militär nicht leiden, eine unnütze, überholte Kaste. Genauso wie die Kirche zieht es gewisse Leute an, von denen ich nichts halte.
Und genau deswegen macht eine Wehrpflicht ja Sinn (solange man meint noch ein Militär zu brauchen)! Damit eben nicht übermäßig viele Menschen, die sich von sowas angezogen fühlen, beim Militär sind, sondern auch "Durchschnittes-Bürger". Schon damals, als es die noch gab, war das Militär doch nur deswegen eher "rechts", weil alle "Linken" verweigert haben. In meinen Augen ein Fehler, weshalb ich als linker "nicht-Pazifist" auch meinen Wehrdienst geleistet habe. Übrigens: Damals hat uns unser Spieß noch sehr viel vom "Staatsbürger in Uniform" erzählt. Dieser lobenswerte Blick auf den Soldaten ist das genaue Gegenteil von dem Bild, was gestern einige Mitforisten hier zu dem Thema zu verbreiten suchten: "Soldaten brauchen nunmal andere Regeln als verweichlichte Zivilisten". Um genau solche Subkulturen (Keimzellen des Faschismus) zu vermeiden ist die Wehrpflicht als uralte demokratische Forderung (im Gegensatz zu den gewissenlosen Söldnerheeren des Adels) nach dem 2ten Weltkrieg überhaupt erst eingeführt worden. Mag sein, dass Soldaten wirklich ein paar eigene Rituale und besondere soziale/ethische Bezugsgrößen brauchen, aber da fallen mir dann eher Ideale wie Ritterlichkeit, Bushido oder Offizier&Gentleman ein, und nicht die erniedrigenden Doktorspielchen auf die da scheinbar ein paar Degenerierte standen.

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Barath 28.01.2017, 14:20
4. ...

Zitat von heineken1
Glaubt wirklich jemand, daß man »Spezialkräfte« nur mit Grundgesetz, Händchen-Halten und »... wir haben uns alle lieb« ausbilden kann? Insofern kann man die (mediale) Empörung für ein wenig verlogen halten.
Wenn ein Militär es erfordert, dass man Menschen zu derart untugendhaftem und degeneriertem Verhalten ermuntert und dieses duldet, dann kann sich eine Demokratie wahrlich kein Militär leisten. Der demokratische rechtssstaat darf keine blinden Flecken haben. Schon gar nicht bei den Instrumenten, die potentiell gegen das Volk eingesetzt werden können (Polizei, Nachrichtendienst, Militär). Das Risiko wäre zu hoch. In meiner Wehrzeit gab es aber noch das Ideal des "Staatsbürgers in Uniform". Ich glaube, dass man sehr wohl gleichzeitig Soldat und zivilisierter Staatsbürger eines demokratischen Rechtsstaates sein kann. Ich hatte jedenfalls genug Kameraden die das konnten (und ja, auch die anderen kannte ich... aber die waren damals jedenfalls noch die Ausnahme, nicht die Regel).
Und das "Doktorspielchen" aus den Menschen effizientere Soldaten machen wage ich auch zu bezweifeln.

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tino.z 28.01.2017, 14:23
5. Das ist

bei Söldnerarmeen nicht zu vermeiden und gehört dazu.
Die Verrohung durch den Krieg findet natürlich statt.
Es gibt interessante Literatur dazu von bekannten
Psychoanalytikern.
Es ist noch nicht lange her, da gabs den Skandal bei
den Franzosen in Afrika mit Sex an sehr Minderjährigen Einheimischen.
Es konnte von der Politik jedoch noch gut unter den Teppich gekehrt werden und einiges vertuscht, bevor Schlimmeres an die Öffentlichkeit geriet. Man bot den armen Eltern über ihre Rechtsanwälte genug an, damit die dann nicht in Frankreich klagen. Das wär sonst ein echter Skandal geworden.

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tino.z 28.01.2017, 14:25
6. Also,

Zitat von Hänschen Klein
Wo es ausgeprägte Hierarchien gibt, ist der Machtmissbrauch vorprogrammiert. Solche Vorkommnisse sind im Militär an der Tagesordnung, nicht nur in Deutschland, in Portugal wurden letztes Jahr ein paar junge Soldaten bei 40° von Vorgesetzten in den Tod schikaniert. Deshalb bin ich heilfroh, als junger Mann dem Wehrdienst damals entkommen zu sein. Ich kann das Militär nicht leiden, eine unnütze, überholte Kaste. Genauso wie die Kirche zieht es gewisse Leute an, von denen ich nichts halte.
als ich noch bei der BW war gabs sowas nicht, aber heute ist das
wohl anders. Eine Söldnerarmee hat andere Traditionen und Regeln,
die mit der ehemaligen BW nichts gemein haben.

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manicmecanic 28.01.2017, 14:29
7. als wenn das neu wäre

Solche und ähnliche Vorkommnisse hats immer gegeben,sehr witzig wenn man hier bei den anderen Artikeln dazu lesen kann,es hätte damit zu tun daß die Wehrpflicht ausgesetzt ist.Totaler Unsinn,ich 'durfte' Bürger in Uniform sein und könnte sowohl eigene Erlebnisse zum Besten geben wie auch Erzählungen von anderen in Einheiten direkt im nächsten Block.Nun kommen gleich bestimmt wieder die Theoretiker,die selbst wahrscheinlich nie 'dienen' durften,und schwafeln was von Beschwerde erheben.Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen was dann passiert.Dann wird man sofort zum Nestbeschmutzer erklärt und man ist Ziel Nr.1 für Mobbing von allen und steht och wie seltsam auf einmal sofort immer auf den Listen für Sonderdienste,die normal am WE sind.Mir kann keiner erzählen,daß Vorgesetzte nichts davon wissen,die drücken fest die Augen zu und bestrafen-s.o.-höchstens die Opfer.Strafe haben sie ja wie man hier auch wieder sieht nicht zu erwarten.Rechtsstaat BRD eben,ala Animal Farm.

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kartackel 28.01.2017, 14:29
8. Soldaten halt!

Das ist nichts neues! Alles schon Jahrzehnte bekannt, weiß jeder der Freunde hat die bei der Bundeswehr waren. Hat mein Onkel schon erzählt, Jahrgang 61.. Meine Kumpels, alle um 80 geboren. Und das war alles nur Grundausbildung... Deshalb kann ich die mediale Empörung auch nur als heuchlerisch empfinden

@heineken1: Natürlich kann man die nicht mit "Wir haben uns alle lieb" ausbilden aber so gehts natürlich auch nicht! Wenn die Empathie untereinander schon zu wünschen übrig lässt, na was gleauben Sie ist dann im Einsatz los?! Moralisch ist Krieg nie aber die Herren Soldaten haben ein leuchtendes Beispiel, zumindest auf individueller Ebene zu sein... Ja is viel verlangt, aber die Jungs sind da freiwillig. Und wer da ist um seiner Lust auf Gewalt oder Ähnlichem nach zu gehen, der ist da eh komplett falsch!

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tino.z 28.01.2017, 14:31
9. Das Problem ist,

Zitat von Barath
Und genau deswegen macht eine Wehrpflicht ja Sinn (solange man meint noch ein Militär zu brauchen)! Damit eben nicht übermäßig viele Menschen, die sich von sowas angezogen fühlen, beim Militär sind, sondern auch "Durchschnittes-Bürger". Schon damals, als es die noch gab, war das Militär doch nur deswegen eher "rechts", weil alle "Linken" verweigert haben. In meinen Augen ein Fehler, weshalb ich als linker "nicht-Pazifist" auch meinen Wehrdienst geleistet habe. Übrigens: Damals hat uns unser Spieß noch sehr viel vom "Staatsbürger in Uniform" erzählt. Dieser lobenswerte Blick auf den Soldaten ist das genaue Gegenteil von dem Bild, was gestern einige Mitforisten hier zu dem Thema zu verbreiten suchten: "Soldaten brauchen nunmal andere Regeln als verweichlichte Zivilisten". Um genau solche Subkulturen (Keimzellen des Faschismus) zu vermeiden ist die Wehrpflicht als uralte demokratische Forderung (im Gegensatz zu den gewissenlosen Söldnerheeren des Adels) nach dem 2ten Weltkrieg überhaupt erst eingeführt worden. Mag sein, dass Soldaten wirklich ein paar eigene Rituale und besondere soziale/ethische Bezugsgrößen brauchen, aber da fallen mir dann eher Ideale wie Ritterlichkeit, Bushido oder Offizier&Gentleman ein, und nicht die erniedrigenden Doktorspielchen auf die da scheinbar ein paar Degenerierte standen.
dass bei Wehrpflicht niemand mehr gezwungen werden
kann bei Resourcen-/Interessenkriegen mitzumachen.
Die Leute verweigern entweder fast alle, oder gehn lieber
in den Knast für ne Zeitlang, als sich für die
Interessen anderer Länder verheizen zu lassen.
Bei Söldnerarmeen ist das anders. Die leben vom und
mit dem Krieg. Die Söldner sind freiwillig da, und wissen
dass sie im Job sterben können, dafür werden sie bezahlt.
Bundeswehr dürften die sich nicht nennen, denn das ist eine
massive Verunglimpfung ehemeliger Soldaten.
Als Ehemaliger schäme ich mich mit dieser Söldnerarmee in
Verbindung gebracht zu werden. Man sollte sie umbenennen.

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