Forum: Politik
Wahl: Ausgrenzung verhalf rechten Schwedendemokraten zum Erfolg
AFP

Einst stand Schweden für Wohlstand und Gleichberechtigung. Nun rückt das Parlament nach rechts. Was man aus dem Wahlerfolg der rechtspopulistischen Schwedendemokraten für Deutschland lernen kann.

Seite 2 von 14
egoneiermann 10.09.2018, 09:37
10.

Bisher konnte die AfD ja machen was sie wollte, alle zwei Jahre ihren Vorsitzenden aus der Partei werfen, mit Nazis kuscheln, unsoziale Wirtschaftpolitik forder etc., sas hat ihren Wahlerfolg nicht geschadet. Die Wähler werden durch die Fremdenfeindlichkeit angezogen, Real-Politik ist da zweitrangig. Die Frage ist, ob das in Schweden wirklich anders ist, wurde nicht beantwortet, und wenn man Italien anschaut, wo Realpolitik seit der Regierung von Rechts-Populisten einfach abgeschafft wurde, habe ich da meine Zweifel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlo1952 10.09.2018, 09:38
11. Sieger ist wer am meisten Stimmen erhält, bzw. wer letztendlich

die Regierung bildet. Die Schwedendemokraten haben lediglich den höchsten Stimmenzuwachs bekommen. Soviel zur seriösen Berichterstattung. Dass die Konsequenz daraus eine Regierungsbildung erschweren kann bleibt davon unberührt. Aber wir sehen deutlich was uns in Deutschland bei der nächsten BT-Wahl erwarten wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Neapolitaner 10.09.2018, 09:39
12. "vermeintlich eine klare nationale Identität"

Wenn es in einem Land in Europa emals eine klare nationale Identität gab/gibt, dann in Schweden. Kein Land war homogener als Schweden, schon aufgrund seiner geographischen Lage. Einen Jimmie Åkesson hatten wir schon bei der AfD: Das war der Herr Prof. Lucke. Doch das half der AfD nicht. Denn die Nazikeule funktionierte schon bei Lucke. Schon zu Lucke-Zeiten wurde der AfD die Berechtigung zur Teilnahme am demokratischen Diskurs abgestritten. Den etablierten Parteien ging es immer darum, den Emporkömmling auszugrenzen (und ihn damit niederzuhalten). Das ist die Ursache für die Wanderung der AfD nach rechts. Ursache und Wirkung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lathea 10.09.2018, 09:40
13. Die Flüchtlingsfrage dominiert....

....die Politik, die Medien und den politischen Diskurs. Deshalb muss endlich eine EU-weite neue Lösung her, mit der die gesamte Bevölkerung in der EU zurecht kommt, damit dieses Thema politisch ad acta gelegt werden kann und sich unsere Politiker endlich auf die vielen anderen Probleme in unserem Land konzentrieren können. Wofür haben wir eigentlich die EU, die EU-Politiker und unsere EU-Beamten und Fachleute? Sie sollen jetzt endlich eine neue und vernünftige Strategie mit Hand und Fuß ausarbeiten und mit dem spaltenden und unzureichenden Flickwerk aufhören.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joerg.stoffregen 10.09.2018, 09:41
14.

Ich verstehe nicht ganz inwiefern das Ergebnis der Schwedendemokraten etwss zum lernen sein kann. Die SD und die AFD liegen doch fast gleich auf. Insofern gibt es aus Schweden nichts neues.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Suppenelse 10.09.2018, 09:41
15. Unterschied zu Deutschland

Vieles richtig im Artikel, dennoch wird ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen Schweden und Deutschland nicht genannt: In Schweden haben die „etablierten“ Parteien selbst schon vor längerer Zeit eine 180-Grad-Kehrtwende vorgenommen. Das Asylrecht wurde deutlich verschärft, und Grenzkontrollen wurden eingeführt. In Deutschland scheint das nach wie vor undenkbar. Hier schaffen wir es nicht einmal, kriminelle Asylbewerber außer Landes zu bringen, und es gilt jeder als halber Nazi, der sich für die Einhaltung geltenden Rechts stark zu machen versucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kosaptes 10.09.2018, 09:43
16. :)

Ein bemerkenswert guter Artikel, der den Erfolg der Schwedendemokraten plausibel erklärt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
briefzentrum 10.09.2018, 09:46
17. Schwedenwahl - ein Menetekel für die deutsche Parteienlandschaft

Bemerkenswerte Selbsterkenntnis. Das heißt ja wohl nichts anderes, als dass die bisherige Redaktionslinie von SPON gegen die AfD gescheitert ist. „Die Debatte um die Einwanderung hat sich in die anderen politischen Fragen hineingefressen.“ Dieser Satz ist offenbar die Übersetzung des Satzes von Seehofer, die Migration sei die Mutter aller politischen Probleme. So ganz konsistent ist die Analyse noch nicht. Nicht arrogant zu sein, aber gleichzeitig den Rechtspopulidten ein naives nostalgisch überkommenes harmonisches Gesellschaftsmodell vorzuwerfen, bleibt widersprüchlich. Vielleicht konkurrieren einfach ein naiv optimistisches im wesentlichen neoliberales Transnationalismuskonzept mit einem skeptischen Konzept gegenüber der Tragfähigkeit, Identitätsbildung und Integrationskraft transnationaler Konzepte wie der bisherigen EU und dem Euro. Dass die Entwicklungen in Schweden aber zu einem Paradigmenwechsel in der Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulidmus führt, bleibt wohl eine verfrühte Hoffnung. Selbsterkenntnis ist nicht die Stärke deutscher Parteipolitik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dendro 10.09.2018, 09:48
18. Moral

„ Moral ist in der Politik ein riskanter Stoff, den man nur mit Vorsicht verwenden sollte.“ Eine seltsame Einstellung haben Sie da. Im übrigen hätte man den Artikel auch anders aufmachen können: Rechtsradikale in Schweden blieben hinter Erwartumgen zurück. Rechtsradikale doch nur drittstärkste Partei. Usw. Auch in D gehen mindestens 5 % der AfD auf das Konto der überzogenen Presseberichte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ned divine 10.09.2018, 09:54
19. Offensichtlich ist auch in Schweden vor allem eines:

der zunehmende und ernstzunehmende Abwanderungstrend von den ehemals volksnahen Parteien. Auch hier scheinen die Menschen vor allem eines zu sein, nämlich enttäuscht und auf der Suche nach Alternativen. Das ist in fast ganz Europa zu beobachten und wird sich fortsetzen, wenn man sich nicht bald wieder etwas mehr um die Belange der arbeitenden und steuerzahlenden Bevölkerung bemüht, zum Beispiel Arbeitsplätze zu schaffen, von denem man leben kann, funktionierende Infrastruktur, vernüftige Schul- und Ausbildung der Kinder, Sicherheit auf den Strassen und nicht jeden Tag in den Nachrichten lesen müssen von inzwischen alltäglich gewordenen Messerstechereien, z.B. auf Spielplätzen und Vergewaltigungen., Raubüberfälle.... Politiker scheinen die Nöte der Menschen überhaupt gar nicht mehr zu interessieren dafür hat man umso mehr Lust, sich in polemischen Sendungen auszulassen über die anderen Parteien, und wie böse die eigentlich sind oder um angeblich stattgefundenene Hetzjagden. Wirklich traurig, sich den Untergang von Deutschland anschauen zu müssen und von anderen einst lebenswerten Ländern...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 14