Forum: Politik Wahl in Griechenland - kann das Land dem politischen Chaos entkommen?
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Bei der Parlamentswahl in Griechenland haben die Regierungsparteien dramatische Verluste erlitten. Das linke Syriza-Bündnis könnte als zweitstärkste Fraktion ins Athener Parlament einziehen. Doch es droht Chaos bei der Suche nach tragfähigen Koalitionsmöglichkeiten. Im schlimmsten Falle stehen sogar Neuwahlen an. Was meinen Sie - schafft es Griechenland, dem politischen Wirrwarr zu entkommen? Und was bedeutet die Wahl für Europa? Antworten
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#1 06.05.2012, 18:14 von kuddel37

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Zitat von sysop
Die Griechen haben den beiden großen Parteien bei der Parlamentswahl einen Denkzettel verpasst. Die Sozialisten büßten im Vergleich zur Abstimmung 2009 25 Prozent der Stimmen ein. Großer Sieger ist das Linksbündnis Syriza, das auf Rang 2 hoffen kann.
Egal wen die wählen, Deutschland darf keine weiteren Bürgschaften oder sonstigen Gelder für dieses wildfremde, nicht vertrauenswürdige Land versenken. Warenlieferuingen am bestem nur noch gegen Vorkasse.

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#2 06.05.2012, 18:20 von bauagent

Der Irland - Effekt ?

Sollten die Zahlen sich bestätigen, so dürften wir den Irland - Effekt erleben.

Keine Koalitionen und so lange wählen, bis Schäuble und Brüssel zufrieden sind. A pro po zu(frieden).

Was so eine " Friedenswährung " alles anrichten kann!

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#3 06.05.2012, 18:44 von diathermie

Ich hoffe, dass Griechenlands Wahlen Vorreiter werden, fuer alle Europaeer. Dafuer, dass die Logik des neoliberalen Kapitalismus beendet wird. Dass, wenn Pfruende, Privilegien und Profite beeintraechtigt werden die arbeitende Bevoelkerung (Rentner, Arbeitslose, etc. incl.) platt gemacht wird, das muss ein Ende haben. Das Einvernehmen aus bisheriger griechischer Regierung, EU, EZB und IWF, dass Essen, Behausung und Gesundheit nicht selbstverstaendlich fuer die Menschen sein soll geraet gottseidank ins Wanken... Hoffentlich- tschuess Troika!

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#4 06.05.2012, 18:46 von wika

Die Darstellung ist teils falsch und überzogen …

… denn auch mit den weiteren Hilfsgeldern aus Europa ist Griechenland langfristig nicht zu sanieren. Dies liegt schlicht und einfach an der inkompatiblen Leistungsfähigkeit dieser Volkswirtschaft. Das ist so wie ein Zirkuspony im Vergleich zu einem Ackergaul. Die weitere Gelddruckerei, wie jetzt durch den sogenannten „Wachstumspakt“ ins Gespräch gebracht, setzt auch nur die Umverteilung von unten nach oben fort, kann aber die Anpassung hinsichtlich der Leistung nicht erreichen.

Will sagen, bevor wir nicht über eine Kastration es weltweit kaputten Geldsystems nachdenken, brauchen wir auch keine haltlosen Szenarien für Griechenland aufbauen. Und bis sich der Rest der Welt zu diesem Schritt, vermutlich über eine weltumspannende Pleite, bekennt, sind die Griechen besser beraten sich wieder der Drachme zuzuwenden und sich aus dem, Dreck zu inflationieren. Wir werden also sehen wer da am Ende intelligenter operiert. Für den Geldadel würde natürlich ein lukrative Quelle verschwinden, würde sich Griechenland aus dem Euro entfernen, da doch bislang die Rettung der banken stets gewiss war. Um die griechischen Menschen geht es genauso wenig wie um die übrigen europäischen Menschen in dem Spiel.

Dumm nur, dass der Plan ganz anders aussieht. Erinnern sie sich noch, als Merkel Minister Friedrich aufs Töpfchen setzte? Da gab es einen Eindruck von der Staatsräson um die es geht. Hatte er doch den Griechen schon diesen Schritt nahegelegt … Merkel um den Schutz der banken bemüht und den Fortbestand der Volksausbeute durch selbige zu gewährleisten, hat ihn dann entsprechend maßgenommen. Ergo wird man die Griechen solange abstimmen lassen … wir kennen dies aus Irland … bis wieder ein EU-konformes Ergebnis steht … (°!°)

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#5 06.05.2012, 18:48 von Dragonborn

optional

Ich flehe Sie an, Personen die Macht über solche Entscheidungen haben, stoppen Sie jeglichen Geldfluss in diese Land von wilden irrationalen Prassern, die ihr Land lieber im Boden versinken sehen, als persönliche Einschnitte zu machen. Ein Wunder, dass dort noch kein Bürgerkrieg ausgebrochen ist.

Oh wir sind pleite? Wählen wir erstmal die Parteien die Sparkurse verfolgen ab.

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#6 06.05.2012, 18:50 von Rainer Helmbrecht

Zitat von sysop
Die Griechen haben den beiden großen Parteien bei der Parlamentswahl einen Denkzettel verpasst. Die Sozialisten büßten im Vergleich zur Abstimmung 2009 25 Prozent der Stimmen ein. Großer Sieger ist das Linksbündnis Syriza, das auf Rang 2 hoffen kann.
Ich denke, dass die Griechen (auch) die Verantwortlichen für die Griechenland Pleite "belohnen", eben nicht wegen der Sparpolitik, sondern weil man, die Verantwortlichen ausgemacht hat.

MfG. Rainer

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#7 06.05.2012, 18:51 von c++

Egal wen sie wählen, wo ist die Lösung für Griechenland?

Ich habe gelesen, Syriza will den Euro behalten, aber keine Schulden bezahlen. Das ist sehr lustig, weil Griechenland überhaupt nicht in der Lage ist, Schulden zu bezahlen. Die zahlen schon lange keine Schulden mehr zurück. Die Schulden Griechenlands zahlen die anderen Eurostaaten, vor allem Deutschland zurück.
Ohne die Transferleistungen aus der Eurozone für marode Staatsbetriebe, Beamte und Rentner in würde sich die Lage in Griechenland dramatisch verschlechtern.
Es ist höchste Zeit, dass die Zahlungen an Griechenland gestoppt werden und soweit nötig direkt zur Rettung der Banken eingesetzt werden.
Der griechische Staat soll sich mal durch Steuereinnahmen finanzieren.

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#8 06.05.2012, 18:53 von wollenoodles

Auch eine Art Schuldenbewaeltigung...

"Nach ihrer Vorstellung soll Athen erklären, dass es seine Schulden nicht zahlt. Im Fall einer Regierungsbeteiligung will Syriza die Schulden des Landes einseitig streichen." So geht's natuerlich ganz einfach und schmerzfrei. Und alle im Volk sind zufrieden. Kann Otto Normalverbraucher die Variante auch waehlen? - Unglaublich.

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#9 06.05.2012, 19:02 von #venturi

Zitat von kuddel37
Egal wen die wählen, Deutschland darf keine weiteren Bürgschaften oder sonstigen Gelder für dieses wildfremde, nicht vertrauenswürdige Land versenken. Warenlieferuingen am bestem nur noch gegen Vorkasse.
Bei den Bürgschaften, die wir bereits übernommen haben spielt es sowieso keine Rolle mehr ob und welcher Höhe man noch weitere Bürgschaften übernimmt. Am Ende kommt es sowieso zu einer inflationären Systembereinigung, wie das halt so ist in einem verzinsten Schuldgeldsystem und in der Geschichte schon des öfteren der Fall war. Lediglich das globale Ausmaß wird neu sein und die Welt in Armut und Chaos stürzen - und dass alles bei gigantischen Produktionskapazitäten!

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