Forum: Politik
Wahlerfolg der Rechten: Ich bin das Volk!
DPA

Nur knapp 13 Prozent haben die AfD gewählt - also alles nicht so schlimm? Von wegen. Für Menschen mit Migrationshintergrund wird es übel. Dagegen müssen wir uns wehren.

Seite 1 von 7
DougStamper 25.09.2017, 19:15
1. Herr kazim,

Zunächst einmal möchte ich mich für meine mitsachsen entschuldigen. Sie glauben mir nicht wie sehr ich mich für die 30 % meiner Mitbürger schäme. Nach der Wende wurde dieses Bundesland auch mit den Steuern der vielen Gastarbeitern aufgebaut, kein Dank, keine Erinnerung, nur Wut und Hass auf alles was man nicht kennt. Ich kann Ihnen aber versichern, auch hier gibt es die 70 % die diese neue braune Schande nicht gewählt haben. Sie sind mein bevorzugter Journalist auf spon. Und ich würde 10000 AFD Wähler gegen einen wie sie eintauschen wenn ich könnte. Bleiben sie dran, benennen sie das Unrecht was ihnen widerfährt, wenn Polizei und Gerichte nicht helfen, dann hier auf spon, um zumindest darauf aufmerksam zu machen. Ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit.

Beitrag melden
LaNonna 25.09.2017, 19:19
2. Mir ist auch übel!

Wir 87% müssen mehr Farbe bekennen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit! Alle, immer und immer wieder und überall! Kein
Verständnis für rechte Parolen.

Beitrag melden
trackingerror 25.09.2017, 19:23
3.

Ein emotional ansprechender Artikel. Es ist zu hoffen, dass dieser Appell bei den Menschen nachwirkt. So unangenehm die Situation nun sein mag: es gilt gelassen zu bleiben und einen kühlen Kopf zu wahren. Erstens: vielleicht ist der AfD-Effekt lediglich temporär und das Gros dieser Wähler kommt wieder zur Besinnung, weil auch sie irgendwann verstehen, dass Rassismus nicht der friedliche Weg sein kann. Zweitens: vielleicht kommt sie nicht zur Besinnung und Rassismus wird in Deutschland immer mehr und mehr salonfähig. Für diesen Fall seien Sie versichert: in eine Opferrolle wie die Juden werden sich die "Ausländer" und Ausländer hierzulande sicher nicht begeben. Sobald eine kritische Masse erreicht ist, werden sich diese Menschen zur Wehr setzen. Blutig. Dessen seien Sie versichert. Ich bete zu Gott, dass es nicht soweit kommen wird.

Beitrag melden
cat69 25.09.2017, 19:27
4. Namens meiner Landsleute entschuldige ich mich bei ihnen

für deren Einstellung, Bildungsniveau und natürlich auch Tonlage. Möge ihnen helfen, beim Spiegel werden die auf anspruchsvollen und entsprechend dotierten Posten nie sitzen. Sie werden das System und die Ungerechtigkeit überhaupt verantwortlich machen, natürlich nie sich selbst. Mehrheiten werden sie nicht erlangen weil sie zu dumm sind sich entsprechend zu organisieren. Also Kopf hoch. Ich kann ja nicht sagen, seien sie mit willkommen. Sie könnten mir ja das Gleiche entgegnen. Abschließend, Migration ist nicht zwingend ein Problem, bedarf aber einer gewissen Regelung ?

Beitrag melden
L_P 25.09.2017, 19:28
5. Nix Neues

Die Debatte, wer zum deutschen Volk gehört und wer nicht, ist ziemlich müssig. Die wenigsten potentiellen Diskussionsteilnehmer wissen, was eine Clusteranalyse ist und was sie macht. Ohne dieses Wissen ist die Diskussion von Gruppenzugehörigkeiten zwischen schwierig und unmöglich. Eine messerschafte Abgrenzung gibt es nicht. Aber fliessende Grenzen in Form von Ähnlichkeitsabstufungen.

Letzten Endes gehören zu einer Gruppe immer nur Personen, die von den anderen Gruppenmitgliedern akzeptiert werden. Ob Sie akzeptiert werden oder nicht, bestimmt gewiß nicht die AfD.

Und: Was zum Teufel ist am deutschen Volk so geil, dass alle dazugehören wollen, sobald Rechtspopulisten auftrauchen? Wenn keine Rechtspopulisten am Start sind, drängt es kaum jemanden nach patriotischer Positionierung.

Weiterhin empfehle ich mal ruhig durchzuatmen und einen Gang runter zu schalten. Weitere Eskalation ist angesichts der fehlenden Möglichkeiten einer stabilen Regierungsbildung hochriskant.

Beitrag melden
alexaugust 25.09.2017, 19:35
6. Vielen herzlichen Dank Herr Kazim!

Daß Sie so genau benennen, was das Problem ist: Das sind keine 'besorgten Bürger', da sind viele dabei, die es toll finden, wenn sie nach unten treten können, wenn ganze Bevölkerungsgruppen zum 'Abschuss' freigegeben werden. Ich bin erschrocken, wenn ich lese, daß Sie sich oft im Stich gelassen fühlen. Ich werde in meinem Umfeld versuchen, dem entgegenzuwirken.

Beitrag melden
hardeenetwork 25.09.2017, 19:35
7. Lieber Kazim!

Ich verstehe Ihre und die Sorgen Gleichgesinnter, aber seien Sie gewiss ... ICH und viele Andere stehen hinter Ihnen und werden es unter KEINEN Umständen zulassen, dass man Sie nicht gleichberechtigt behandelt oder Sie in irgend einer Art und Weise diskriminiert. Ich hoffe das das der Rest der 87 % genauso sieht.

Beitrag melden
aschie 25.09.2017, 19:39
8. Es ist schon traurig

mit welchen Vorurteilen viele durchs Leben gehen.Ich kann das gut verstehen ich habe nur deutsche Vorfahren so weit ich das zurück verfolgen kann hab bei der Bundeswehr gerdient und mein Leben lang ordentlich meine Steuern bezahlt aber mein Name klingt irgendwie nicht richtig deutsch und schon wird man ausgeschlossen in bestimmten Kreisen.Nicht weiter schlimm mich zieht da auch nichts hin.
Bei den Afd Wählern liegt wohl aber daran das viele von denen von der mehrheits Geselschaft genauso behandeld werden oder glauben das jedenfalls.Nur die Begründung ist genau anders herum.Dann kommt die Afd Truppe und sagt denen wer an all dem Elend Schuld ist.Nicht etwa das Grosskapital und die neoliberale Politik der vergangenen zwanzig Jahre die unsere Geselschaft zerstört.Nein die Flüchtlinge und andere Migranten.Das kommt da gut an .Es kommt immer gut an in der angeblichen einzig wahren Gruppe zu sein.
Sie wollen für für ein schönes, freies, tolerantes, liberales Deutschland streiten.
Ich bin dabei nur eins haben sie vergessen.Soziale gerechtigkeit ist die Voraussetzung dafür.
Erst kommt das Fressen dann die Moral(Berthold Brecht glaub ich). Wie wahr.

Beitrag melden
jujo 25.09.2017, 19:40
9. ...

Wenn ich mir die Karte anschaue in der dargestellt wird wie hoch jeweils der Ausländeranteil ist komme ich ins grübeln. Die Ostdeutschen sollten mal erklären woher die Ablehnung kommt.
Sie kennen praktisch keine, in deren Leben kommen sie nicht vor.
In der alten BRD scheint man besser damit zurecht zukommen
Ex BRD ist die AFD schwächer, relativ hoher Ausländer Anteil.
Ex DDR ist die AFD stark, Ausländer Anteil kleiner als 5%.
Das muß eine diffuse Angst sein, so wie bei einem Kleinkind die Angst vor Dunkelheit, dem Unbekannten. Möge ein Wunder geschehen und die Köpfe der Ossis erhellt werden.

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!