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Wahlprogramme im Vergleich: Alle gleich? Eben nicht!
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Ist es egal, was man wählt? Wir machen den Wahlprogramm-Check: Hier unterscheiden sich die Parteien am ehesten. Eine Orientierungshilfe.

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urbanism 13.09.2017, 13:24
1. keine echte Differenzierung

Das Problem ist doch, das im Rahmen einer Regierungsbeteiligung diese angeblichen Differenzierungen Opportunistisch über Bord geschmissen werden. Die SPD ist aktuell in der Regierung, die Grünen und die FDP waren an der Regierung. Was ist den von den jeweiligen Parteiprogrammen für den gemeinen Bürger umgesetzt worden?? Während der Regierungszeit haben weder die Grünen den Atomausstieg, noch hat die FDP die Steuerentlastung für die breite Masse der Bürger, hinbekommen. Und was hat die SPD aktuell hinbekommen, eine Mietpreisbremse mit Schlupflöchern und ohne Bußgeldkatalog, einen Mindestlohn ohne zu Wissen was tatsächlich bei den betroffenen Bürgern unter dem Strich davon ankommt oder die Rente mit 63 für einen kleinen Teil der Bürger wofür wahrscheinlich der Rest dann bis 70 arbeiten darf. Man muss letztendlich sagen dass keine der Parteien für den kleinen Mann auf der Strasse wirklich etwas effektives getan hat. Wo ist die Gleichbehandlung im Krankensystem? Entweder jeder darf sich freiwillig versichern oder jeder ist gesetzlich versichert. Es wird keine grundlegende Aussage zur Rente getroffen, wie wird sie finanziert wenn keiner länger arbeiten soll? Was ist mit der Infrastruktur und den Schulen, keiner sagt konkret dass alles was marode ist endlich mal saniert wird. Es wird bei allen Parteien allgemein gültiges Bla Bla zum besten gegeben jeder schneidet ein Thema an, wird aber nicht konkret und endgültig da sich jeder Optionen für eine Regierungsbeteiligung mit der CDU offen halten möchte. Von daher sehe ich keine echte Differenzierung!!
Denn was spricht dagegen das man eine Koalitionen nicht einfach mal platzen und Neuwahlen stattfinden läßt? Es würde zumindest dem Bürger einst zeigen, das Parteien zu ihren eigenen Werten stehen und diese nicht für Ministerposten über Bord schmeißen.

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mittelstadtuwe 13.09.2017, 13:39
2. Und .........,

warum wird die Linke eigentlich mit eingerechnet - die werden (niemals ) an der Bundesregierung beteiligt sein (leider)!

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pterodactylus 13.09.2017, 13:46
3.

"Die Unterschiede: Grüne, FDP und SPD wollen ein Einwanderungsgesetz, die Linke oder die Union keines."
Wenn Sie schon vergleichen, dann richtig: bei der CDU heisst das geforderte Gesetz imPrigramm"Fachkräftezuwanderungsgesetz", damit die konservative Klientel nicht verschreckt wird, im Detail jedoch unterscheidet sich das kaum von der SPD-Position, die ebenfall überwiegend Fachkräfte einwandern lassen wollen.

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Fxxx 13.09.2017, 13:50
4. Die Unterschiede zwischen SPD und CDU sind marginal

Wofür steht nochmal das "S" in SPD? Wehretat erhöhen, keine Vermögenssteuer?
Wer schließt die freie Lücke, die jetzt in der linken Mitte entstanden ist?

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wankenob 13.09.2017, 13:53
5. Bildung

Das Themafeld Bildung wurde komplett ausgeblendet. Kann dieser Vergleich noch nachgereicht werden?

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HarunKolcak 13.09.2017, 13:54
6. Also doch sind sie Gleich

Es kommt nicht darauf an was sie sagen, sondern was sie machen, wenn sie die Wahl gewinnen. CDU hasst die Armen, SPD liebt die Armen und bittet sie immer zur Kasse, (Scheinheilige liebe), Grünen sind gegen Krieg aber möchte alle "Diktatoren" mit Waffengewalt, auch wenn es tausende von Toten gibt Stürzen, also doch mit Krieg. AFD "denn sie wissen nicht was sie tun", sie wollen kein Ausländer aber das Deutschland von Exporten nach Ausland abhängig sind davon keine Ahnung. FDP dass sie kein anderen Person gefunden haben als einen, der mit Doktortitel betrogen hat ist ein Armutszeugnis. Also wen sollen wir wählen?

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Ährengast 13.09.2017, 13:56
7. Check

Mithilfe des Wahlomaten oder, wenn man mehr Zeit investieren möchte: durch Lektüre der Wahlprogramme, kann jeder leicht feststellen, dass die voraussichtlich im Bundestag vertretenen Parteien sich in drei "Lager" gruppieren lassen: 1. gibt es große Gemeinsamkeiten zwischen Linken und Grünen, 2. gibt es ebenso große Gemeinsamkeiten zwischen AfD und FDP, und 3. gibt es (nicht ganz so) große (aber immerhin) Gemeinsamkeiten zwischen Union und SPD.

Es ist mir ein Rätsel, wieso ausgerechnet die "Jamaika-Koalition", in der aus jeder Gruppe ein Vertreter dabei ist, eine irgendwie sinnvolle Option sein sollte. Die Programme von Grünen und FDP sind praktisch unvereinbar (aber juckt das wen?) und die Union hat intern (zwischen CDU und CSU) so viele Streitpunkte, dass das an Streitpotenzial allein für die ganze Koalition ausreichen dürfte.

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Freidenker10 13.09.2017, 13:58
8.

Es ist doch eher die Beliebigkeit von CDU und SPD die dieses Einheitsbreigefühl vermittelt. Merkel räumt alle Themen schnell ab, wenn sie ihr gefährlich werden könnten, vollkommen egal wie Konservativ ihre Wählerschaft auch ist. Das gleiche mit der SPD die ja theoretisch eher die Arbeiterschaft vertritt, wenn es opportun erscheint werden auch hier soziale Themen schnell über Bord geworfen. Das Problem aller Parteien aber ist das Streben nach der "Mitte". Hier tummeln sich mittlerweile alle, die alle dieselben Menschen erreichen wollen und dadurch immer gleicher werden. Dann kommt noch das immer lauere Spitzenpersonal der Parteien, von dem man den Eindruck gewinnt eigentlich nur noch an der bestmöglichen Versorgung für sich selbst interessiert zu sein. Und zuguterletzt der Gleichklang mit den Medien. In der Flüchtlingskrise war der Gleichklang von Parteien und Medien kaum noch zu ertragen und das nervt viele bis heute! Aber wie heißt es so schön: Jedes Land bekommt die Regierung die es verdient!

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Kreklova 13.09.2017, 14:01
9. urbanism hat Recht!

Leider ist es doch so, dass die Parteiprogramme oft das Papier nicht wert sind auf das sie gedruckt sind. Schauen wir mal die tatsächlich getroffenen Entscheidungen an, die der SPD zuzurechnen sind: Es stimmt das in der SPON-Foren vielfach verwendete Zitat: Links blinken und rechts abbiegen. Am schlimmsten ist der Einsatz von Gabriel und auch Schulz für das sogenannte Freihandelsabkommen CETA, denn es wird unsere Lobbydemokratie in eine Diktatur des Kapitals und der Konzerne verwandeln. Die Autorin sollte dies Tatsachen doch berücksichtigen.

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