Forum: Politik
Wahlsieger im Irak: Die Wandlung des "Mullah Atari"
AFP

Der Irak steht vor einem Machtwechsel: Ministerpräsident Abadi hat die Wahl klar verloren, neuer Königsmacher ist der schiitische Prediger Sadr. Wer ist der Mann - und was bedeutet sein Erfolg?

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KingTut 17.05.2018, 11:22
1. Ein Jammer

Es ist traurig, dass die Menschen im Irak so wenig Vertrauen in ihre politischen Führer haben und auch die Opposition nicht in der Lage ist, die Massen zu den Wahlurnen zu bewegen, weil man ihr offensichtlich auch keine Führungskompetenz zutraut. Das ist dann wieder die Stunde der religiös-fundamentalistischen Kräfte, die, wie im vorliegenden Fall sogar aus dem Iran gesteuert werden.
Das lässt nichts Gutes für die Zukunft des Landes erwarten, trotz der beträchtlichen Wiederaufbauhilfe nach den beiden Kriegen. Ein Politiker mit den richtigen Konzepten, damit die Menschen wieder eine Perspektive haben und nicht in die Fänge der Religiösen geraten, scheint weit und breit nicht sichtbar zu sein. Es ist ein Jammer.

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taglöhner 17.05.2018, 11:37
2. Den Frieden gewinnen

Mir ist der Mann noch aus Interviews und Dokumentationen während des Krieges präsent. Kein kriegssüchtiger Ideologe, sondern ein gerissener Anführer mit Härte und zugleich Verantwortungsbesusstsein war mein Eindruck. Und nicht ohne Humor.

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jj2005 17.05.2018, 11:43
3. Zwielichtig?

"Mit seinem Wahlerfolg krönt Sadr im Alter von 44 Jahren vorläufig eine ebenso zwielichtige wie bemerkenswerte Karriere. Er entstammt einer der prominentesten schiitischen Gelehrtenfamilien. Sein Vater Mohammed Sadiq al-Sadr wurde 1999 mutmaßlich vom irakischen Regime bei einem Anschlag getötet, sein Onkel und Schwiegervater Mohammed Baqir al-Sadr bereits 1980 von Saddam Hussein hingerichtet. ... Die Sadrs hatten in den mehrheitlich von Schiiten bewohnten Gebieten des Irak ein Netz aus Schulen und Hilfsorganisationen errichtet." - Ja, das reicht wohl aus, ihn ins "Zwielicht" zu setzen, nicht wahr?

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Bernhard.R 17.05.2018, 11:44
4. Vielleicht gelingt es Sadr,

das Land gegen den gemeinsamen Feind zu einen.

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MatthiasPetersbach 17.05.2018, 11:51
5.

Wenn das gut ausgeht und es im Irak eine sinnvolle und bürgerfreundliche und -akzeptierte Regierungspolitik gibt, wird das schlecht ausgehen.

War schon oft so. Auch der Iran hatte 1953 eine Demokratie. Bis zur Operation AJAX.

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Brenz66 17.05.2018, 11:52
6. vom Saulus zum Paulus

Was für ein Wandel. !?
Das glaub doch kein Iraker, deswegen auch die Niedrige Wahlbeteiligung.
Dass die Abgewählten Politiker , die Vasallen der USA, GB und Israels sind und nach deren Pfeife gestanzt haben sieht man in ganz Irak.
Wo ist die Demokratisierung und der Wirtschaftliche - Fortschritt der von den Aggressoren ( Allianz der Freiwilligen) wie Busch ect... Versprochen wurde.
Ach ja , diese werden mit Millionen Barrel Öl nach USA verschifft!!.
Das Erwachen der USA, England wird noch kommen wenn der neu gewählte Paulus wieder zum Saulus wird.

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Heinrich52 17.05.2018, 11:55
7.

Zitat von KingTut
Es ist traurig, dass die Menschen im Irak so wenig Vertrauen in ihre politischen Führer haben und auch die Opposition nicht in der Lage ist, die Massen zu den Wahlurnen zu bewegen, weil man ihr offensichtlich auch keine Führungskompetenz zutraut. Das ist dann wieder die Stunde der religiös-fundamentalistischen Kräfte, die, wie im vorliegenden Fall sogar aus dem Iran gesteuert werden. Das lässt nichts Gutes für die Zukunft des Landes erwarten, trotz der beträchtlichen Wiederaufbauhilfe nach den beiden Kriegen. Ein Politiker mit den richtigen Konzepten, damit die Menschen wieder eine Perspektive haben und nicht in die Fänge der Religiösen geraten, scheint weit und breit nicht sichtbar zu sein. Es ist ein Jammer.
Die Iraker haben diesen Mann gewählt weil der vorherige Präsident von den Amerikaner und der EU eingesetzt wurde, das meinen sie jedenfalls. Sie wollen einen Präsidenten der nicht vom Westen beeinflusst ist sondern islamisch denkt.

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sir wilfried 17.05.2018, 12:03
8. Darf der das?

"Erklärtes Wahlziel war es, nach der Wahl eine unabhängige Technokratenregierung zu bilden, in der Schiiten, Sunniten, Kurden und andere Minderheiten angemessen vertreten sind und die die unter Korruptionsverdacht stehende Regierung von Premier Abadi ablöst."
Das hört sich sehr vernünftig an und sollte das Vorhaben gelingen, wird's vermutlich sehr erfolgreich. Allerdings hängt viel davon ab, ob die USA ihn als Statthalter akzeptieren.

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fellow7447 17.05.2018, 12:15
9. Ein Funke Hoffnung

Es kann für die Region der immer wieder aufflammenden Religonsauseinandersetzungen um das Wort Kriege zu vermeiden nur positiv gewertet werden wenn es zwischen zwei Ländern nun endlich über die Glaubensrichtungsbrücke hinweg Gespräche und Verständigung gibt.
Die laizistischen Führer wurden beseitigt nun muss wieder nachbarliche Verständigung aufgebaut werden. Möglichst ohne chaotische Einmischung von Außen.

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