Forum: Politik
Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten: "Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihre
AP

Bundespräsident Steinmeier legt allen Deutschen seinen Neujahrsvorsatz ans Herz: Die Gesellschaft solle mit sich im Gespräch bleiben. In seiner Weihnachtsansprache setzt er sich für eine gesunde Debatte ein.

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anna.kronismus 24.12.2018, 08:22
1. so ein Quatsch !

Schon mal mit Hardcore-Rechten geredet ?? Da ist mit verbal nicht viel los : da kommt keine heiße Luft sondern eher eine heiße Faust. Die sind Rederesistent. Das gleiche gilt für Kreationisten und Evangelikale. Da nützen Bedford-Stroms und Steinmeiers Rat -Schläge herzlich wenig.
Man muß nicht über Islamisten und den IS räsonieren , wenn auf der eigenen Seite gleiches Potential besteht.
...ein friedvolles Christfest und ein gesegnetes neues Jahr .

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sven2016 24.12.2018, 08:22
2. Etwas dünn.

Der Bundespräsident ist möglicherweise auf den derzeitigen Stand (oder besser den Verfall) der politischen Debattenkultur in Amerika festgelegt.

Ich habe im vergangenen Jahr nicht feststellen müssen, dass sich die Art oder Qualität der Diskussionen verschlechtert hätte, kenne aber auch keine Neonazis.

Stand der Social Media-Qualität: War noch nie gut, wurde durch politische Trolle verschärft.

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Das Pferd 24.12.2018, 08:25
3.

da hat er wohl recht, der Steinmeier.

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timpia 24.12.2018, 08:28
4. Komisch nur, das die Politik selbst die Streitfälle produziert

Gesellschaftsprobleme durch Verfremdung und viele andere Sprachen in Deutschland wegen des geduldeten Asylmissbrauchs. Niedrige Renten durch Missbrauch der Rentenkassen. Fachkräftemangel wegen irrgeleiteter Bildungspolitik. NOx Problematik wegen überzogener Grenzwerte und Komplettversagen der Kontrollinstitutionen. „Führende“ Politiker ohne jegliche Vision, wie wir künftig leben wollen, obwohl das eigentlich der Job wäre, stattdessen neue Probleme aufwerfen und sich mit anderen Politikern zanken. Klar, das die Mehrheit in Schweigestarre verfällt angesichts so viel frustrierender Inkompetenz. Aber man kann ja drüber reden.

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fördeanwohner 24.12.2018, 08:33
5. -

Das wäre sehr nett, wenn es denn so einfach wäre. Im Prinzip unterhält man sich ja täglich mit Menschen, die anderer Ansicht sind.
Und das funktioniert im Großen und Ganzen recht gut.
Jedoch funktioniert es eben nicht, wenn es nicht um den Austausch geht, sondern darum zu gewinnen. Es ist ja nun nicht so, dass Menschen tatsächlich nur am Austausch interessiert sind und so in ein Gespräch gehen. Das darf man dabei nicht vergessen.
Früher mag in politischen Kreisen die rhetorische Überlegenheit das Mittel zum Erfolg gewesen sein, heutzutage ist es eben das unhaltbare Behauptungen aufstellen, Tabus brechen, dem Gesprächspartner nicht zuhören.
Diejenigen Menschen, die sich an diesen initiierten Gesprächen beteiligt haben, sind nicht repräsentativ, da sie sich an gewisse Gesprächsregeln halten und tatsächlich das Gespräch wollen.
Diejenigen, die eine echte Gefahr darstellen, würden an solchen Gesprächen nie teilnehmen.

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Peletua 24.12.2018, 08:33
6. Klingt gut!

Das klingt nach einer guten, vernünftigen und wichtigen Ansprache. Werde sie mir ansehen!

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dirkcoe 24.12.2018, 08:34
7. Gefâllt mir

weil ich denke das Herr Steinmeier vôllig Recht hat. Politik wird über Twitter gemacht, Entscheidungen ândern sich im Stundentakt und der Bürger steht ratlos daneben. Demokratie bedeutet aber Streiten - konstruktives Streiten, und zwar solange bis ein Kompromiss gefunden wurde, bei dem sich niemand als Verlierer fühlt - der von Allen mitgetragen werden kann. Und das braucht durchaus Zeit.

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keine Zensur nötig 24.12.2018, 08:34
8. Danke - Herr Bundespräsident

danke für den wichtigen Hinweis, dass eine Demokratie nur von der sachlichen Diskussion lebt. Sie stirbt wenn polemisch auf Andersdenkende eingedroschen wird und jede andere Meinung gnadenlos bestraft wird. Sei es Zensur, sei es Schikane im Alltag und inzwischen auch tätliche Übergriffe.

Politiker und deren treue Vasallen, die seit Jahren diesen wichtigen Hinweis vergaßen, wurden inzwischen abgestraft. Nur geändert hat sich bisher noch nichts. Und das macht mir Angst. Geht es den Menschen schlecht genug, reicht ein schlecht migrierter Ausländer (muss nicht Österreich sein) und alles kommt wieder.

Friedliche Weihnachten.

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Bernhard.R 24.12.2018, 08:40
9. Der Zustand unserer Demokratie,

warum ist er so erbärmlich? Wir können einen Schwund seit Jahren feststellen. Es begann damit, daß gefühlt immer weniger Abgeordnete in den Plenarsitzungen des Bundestages erscheinen. Selbst bei wichtigen Gesetzen sieht man nur noch ein paar Hanseln. Junge Abgeordnete werden von ihren Fraktionen gar daran gehindert.
Und schauen wir auf die führenden Politiker. Zum Kommissionspräsident wird ein Steuerarchitekt gewählt, der zu Gunsten seines Mini-Staates die anderen EU Länder um die Steuern der international tätigen Konzerne prellt. Der Präsident des europäischen Rates hat sich als Kandidat selbst ernannt, nicht sein Entsendestaat. Die Bundeskanzlerin schafft die Kernkraftwerke ab, verweigert sich aber dem Verbot der Kernwaffen. Und der Bundespräsident? Er hat als Kanzleramtsminister am Kosovo-Krieg 1999 mitgewirkt, mit dem der Niedergang des Internationalen Rechts begann, mit seinem Kernstück, der Ächtung des Krieges.
Ich weiß nicht, ob es mit einer anderen Regierungsform besser ginge. Ich weiß nur, so geht es nicht weiter.

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