Forum: Politik
Welternährungsprogramm in Uganda: Die Hungermaschine
Maria Feck

Hunderttausende leiden in Ostafrika an der derzeit größten Hungerkatastrophe - oft leben die Betroffenen jedoch in schwer erreichbaren Regionen. Wie kommen 25.000 Tonnen Nahrung zu denen, die sie brauchen?

banjo1071 30.08.2017, 11:36
1. Die Lösung ist einfach!

Die Nahrung dort anbauen, wo sie gebraucht wird..Uganda ist mit überdurschnittlich fruchtbarem Land gesegnet, Wüste gibt es nicht.

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Beat Adler 30.08.2017, 11:42
2. Buergerkrieg im Suedsudan

Buergerkrieg im Suedsudan, einer Gegend, die ich persoenlich kenne, begann als der Praesident Salva Kir mit einem Teil der Armee und der Vize-Praesident Rik Machar mit einem anderen Teil der Armee, getrennt durch verschiedene Stammesangehoerigkeit, aufeinander losgingen. Solange die UNO keine Moeglichkeit hat Warlords aus dem Verkehr zu ziehen, geht dieser Buergerkrieg, wie Andere auch, weiter und weiter und weiter.........

Die Lebensmittelhilfe der UNO ist wie ein Verbandsstoff auf der eitrigen Wunde, die eigentlich mit ein bissschen Antibiotika zu heilen waere.

Suedsudan ist ein Land mit riesigem, landwirtschaftlichem Potential, das stark unterbevoelkert ist. Golfstaaten haben sich dort landwirtschaftlich nutzbare Flaechen gesichert, um sie mit Hilfe der Chinesen anzubauen, die Ernten Richtung Golf und China zu verschiffen. Im aktuellen Buergerkrieg ist das nun verunmoeglicht worden.
mfG Beat

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Shoxus 30.08.2017, 11:54
3. Na raten

Sie mal wo das ganze Futter für unsere Massentierhaltung angebaut wird....
Mich wundert auch, das dieser Punkt im anderen Beitrag hier auf Spon nicht genannt wird. Ein großes Problem, warum in den Ländern wo die Hungernden leben das Futter für unser "Vieh" angebaut wird, denen dort aber nicht zu gute kommt, erklärt hier niemand.
Zumal wir auf die Massentierhaltung gänzlichst verzichten könnten. Klar Riesenindustrie aber entweder wollen wir den Hunger auf der Welt lösen/bekämpfen oder weiter jeden Tag das Fleisch grillen. Wir können nur eins davon machen.
Aber vermutlich kommt gleich jemand um die Ecke und will mir erklären, das, das alles nix damit zu tun hat und wir Fleisch zum überleben brauchen. Demjenigen kann ich nur sagen, informieren Sie sich richtig und machen mal endlich ihre Hausaufgaben.

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remcap 30.08.2017, 12:00
4. Nicht die Hilfsgüter sind teuer, sondern der Weg dorthin.

Es ist wahrlich nicht einfach in der heutigen Zeit zu helfen...

Leider lassen sich die Warlords in den Gebieten auch das durchqueren sehr teuer bezahlen. Bei 5 LKWs kommt vielleicht nur 1 halb beladen an. Die Anderen werdern mitsamt LKW gleich wieder an die lokalen Händler verkauft, die dann die LKW gegen eine gewisse Gebühr wieder an die Auftraggeber zurückgeben.

Desweiteren müssen auch hohe Einfuhrzölle für ausländische Hilfslieferungen bezahlt werden. Da sind plötzliche Steuererhöhungen keine Seltenheit in solchen korrupten Staaten.

Auch Flugzeugabwürfe werden klar von den Warlords abgefangen.

Eigentlich sollten wir uns auf Jemen konzentrieren, da ist meiner Meinung nach die Not am dringensten.

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Sparsamer Schwabe 30.08.2017, 12:36
5. Welternährungsprogramm in Uganda: Die Hungermaschine

Es ist nicht neu ! Seit Jahrzehnten bekannt !!
Große Organisationen sammelten unter dem Begriff
"Brot für die Welt" oder "Misereor zahlreiche Spenden- und Hilfsprojekte auf der ganzen Welt und setzt sich für die Ärmsten der Armen ein."
Bin nun Rentner und kenne diese Projekte seit der Kindheit.
Es wird derart viel diskutiert. Das Thema und die Verwendung der
Hilfsgelder wurde nie hinterfragt.
Traurig alles.

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peter_1974 30.08.2017, 13:12
6.

Zitat von Shoxus
... Ein großes Problem, warum in den Ländern wo die Hungernden leben das Futter für unser "Vieh" angebaut wird, denen dort aber nicht zu gute kommt, erklärt hier niemand. ...
Das Problem bei Hunger ist aber im Normalfall nicht die Menge an vorhandenen Nahrungsmitteln, sondern die fehlende Kaufkraft von Teilen der Bevölkerung. Deswegen sind von Hungersnöten meist die ländliche Bevölkerung betroffen, die die Nahrungsmittel ja eigentlich produziert.

D.h. wenn man, wie Sie vorschlagen, diesen Menschen eine Einkommensquelle nimmt, ist das keine Lösung, sondern eine Verschärfung des Problems.

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schreckgespenst 30.08.2017, 13:42
7.

Zitat von Shoxus
Sie mal wo das ganze Futter für unsere Massentierhaltung angebaut wird.... Mich wundert auch, das dieser Punkt im anderen Beitrag hier auf Spon nicht genannt wird. Ein großes Problem, warum in den Ländern wo die Hungernden leben das Futter für unser "Vieh" angebaut wird, denen dort aber nicht zu gute kommt, erklärt hier niemand.
In den Ländern mit Hungerkrisen wird eben nicht das Futter für die intensive Tierhaltung der Industrieländer angebaut. Die "richtigen" Hungerländer sind aufgrund von Bürgerkrieg und dauernder Dürre nicht in der Lage in nennenswerten Mengen zu exportieren.
Das Futter für die Landwirtschaft kommt aus den Ländern, die im Artikel auch als Nahrungslieferanten (Kanada, Russland etc) genannt werden.
Und dort gibt es wenig Hunger.

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dliblegeips 30.08.2017, 14:14
8. Stimmt nur zum Teil

Zitat von banjo1071
Die Nahrung dort anbauen, wo sie gebraucht wird..Uganda ist mit überdurschnittlich fruchtbarem Land gesegnet, Wüste gibt es nicht.
Kostenmässig schlagen die letzten 200km stark zu Buche nicht die ersten 20000 km. Und wen überall marodierende Banditen ihr Unwesen treiben wird Landwirtschaft unmöglich.

Ob das Land selbst fruchtbar ist oder nicht spielt nur eine untergeordnet Rolle. Saudi-Arabien kann sich ohne Problem ernähren obwohl es praktisch nur aus Wüsten besteht. Global gesehen ist es auch effizienter dass dort Öl abgebaut wird und die Bahrungsmittel importiert werden als wenn die Saudis mittels hohem Energiebedarf Nahrungsmittel produzieren und andernorts anstelle Nahrungsmittel Treibstoff angebaut wird. Der Südsudan könnte mit den Petrodollars problemlos die Nahrungsmittel bezahlen.

Wichtig wäre also nicht die Nahrungsproduktion vor Ort sondern eine stabile Regierung und eine gute Infrastruktur.

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