Forum: Politik
Winston Churchill - Lichtgestalt oder kaltschnäuziger Egomane?

Winston Churchill, zweimaliger britischer Premierminister und Nobelpreisträger der Literatur, gilt als eine der prägendsten Figuren des 20. Jahrhunderts. Dennoch war er als Politiker nicht unumstritten und stets in der Diskussion. Wie sehen Sie Churchill: als vielseitige Lichtgestalt der Politik oder eher als kaltschnäuzigen Egomanen?

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suum.cuique 15.08.2010, 08:44
140. Selbsthass

Zitat von moritzdog
Gegen Nazideutschland war jedes Mittel gerechtfertigt.
Ich bin immer wieder ueber den Selbsthass und dem Selbstzerfleischungswahn der Deutschen verwundert.

Churchill's sinngemaesser Ausspruch, (sein Wunsch) dass die Deutschen er dann restlos besiegt sind wenn sie sich selbst im Eigenhass zerfleischen - scheint in Erfuellung gegangen zu sein.

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moritzdog 15.08.2010, 08:51
141.

Zitat von coriolanus
Das erzählen Sie mal Ihren Großeltern.
Meine Großeltern hanen alle den Krieg überlebt. Mein Vater, dank Hitler mit 25 Jahren an der Ostfront verreckt.

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suum.cuique 15.08.2010, 08:53
142. Best of Chuchill

Zitat von Brand-Redner
Sir Winston wird der Satz zuzgeschrieben: - Er sagte dies nicht etwa anlässlich einer Bauernkirmes /smile/, sondern nach dem gemeinsam mit den ussen errungenen Sieg über Hitler. Da Chruchill (zumindest zu dieser Zeit) auch nicht an der Lübke-Krankheit litt (immerhin erschrieb er´sich später noch einen Nobelpreis), steht zu vermuten: Er hat das ernst gemeint und den Sieg über Hitler und sein Nazireich tatsächlich bedauert. Ich finde, das lässt tief blicken.
Auch das hat er noch gesagt:
"Wenn England einmal so geschlagen darniederliegen sollte wie Deutschland nach dem Weltkrieg, dann wünschte ich mir für England einen Mann wie Adolf Hitler."

Winston Churchill, 1938

Und dann noch das:

"Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte."
Quelle:
Churchill zu Lord Robert Boothby, zit. in: Sidney Rogerson, Propaganda in the Next War, Vorwort zur 2. Auflage 2001, ursprünglich 1938 erschienen.
Winston Churchill, Der Zweite Weltkrieg, Scherz, München 1960.
Winston Churchill in seinen „Erinnerungen".

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moritzdog 15.08.2010, 08:56
143.

Zitat von ray4901
Nein, wir sind die "Krauts" und die "Sieger" stellen uns gar nicht so negativ dar: etwas politischer geht es in diesem Beitrag zu und her: und diese Frechheiten erdulden wir seit bald 40 Jahren von einem Land, das nicht einmal die Zufahrtswege zu unseren KZs kannten.
Wer sind denn nun die Bösen? Die Millionnenschlächter in den Vernichtungslagern, oder die, die die Zufahrtslinien nicht bomdardierten?

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andyby1960 15.08.2010, 08:56
144. falscher Titel

Leider ist der Titel irreführend. Er müsste eigentlich heißen "Wie Churchill die Deutschen stoppte". Damals waren es nicht nur die Nazis sondern die überwiegende Mehrheit des Volkes, die unabhängig von der Ideologie der Nazis für Versailles Vergeltung wollten. Damit lässt sich auch das Verhalten der Briten erklären, die eben selten den Begriff "Nazis" verwenden sondern Deutsche oder eher abfällig den Begriff Teutonen gebrauchen. Die Angst der Engländer und die Vorurteile gegen Deutsche sind nicht nur aus der Nazizeit begründbar. Winston hatte sehr früh mit "den Deutschen zu tun" wer seine Biografie kennt, weiß das er bei weiten nicht zu eindimensional war, wie ihn die deutschen Historiker beschreiben. Sein Wirken vor dem 2. Weltkrieg wird kaum beachtet, ein Fehler....

Diese Entnationalisierung der Nazis (als ob Sie nur zufällig Deutsche waren) wird natürlich gerne in D gebraucht. In Wirklichkeit war das deutsche Nationalgefühl und das wirken des Kaisers (Boxer Aufstand), die fehlende Demokratie und eine Gesellschaft die zutiefst undemokratisch Brutstätte der braunen Ideologie gewesen. Sie war leider typisch deutsch.

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KLMO 15.08.2010, 09:05
145.

Zitat von Maxemillian
Churchill war ein knallharter Realpolitiker, ein teuflischer Pragmatiker, der in seinen Entscheidungen sehr skrupellos sein konnte.
Und Chamberlain war die Antipode von Churchill. Chamberlain wurde von Hitler skrupellos benutzt und mißbraucht. (Siehe den Fall Tschechei etc. bzw. das Münchner Anbkommen, nur ein Fetzen Papier...)
Als man Churchill nach diesem Desaster wählte, war sinngemäß der erste Ausspruch von Churchill: "Mit solchen Leuten verhandelt man nicht."
Als Gegenspieler zu Hitler mußte man in der Tat ein knallharter Realpolitiker sein. Die tragische Gestalt Chamberlain ist Beweis genug.
Was hier bei vielen Beiträgen fehlt, ist immer der Bezug zu den historischen Ereignissen im Detail.

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suum.cuique 15.08.2010, 09:06
146. Best of Chuchill

Zitat von Brand-Redner
Sir Winston wird der Satz zuzgeschrieben: - Er sagte dies nicht etwa anlässlich einer Bauernkirmes /smile/, sondern nach dem gemeinsam mit den ussen errungenen Sieg über Hitler. Da Chruchill (zumindest zu dieser Zeit) auch nicht an der Lübke-Krankheit litt (immerhin erschrieb er´sich später noch einen Nobelpreis), steht zu vermuten: Er hat das ernst gemeint und den Sieg über Hitler und sein Nazireich tatsächlich bedauert. Ich finde, das lässt tief blicken.
Hier noch ein paar andere Zitate von Churchill, die ein ganz anderes Bild auf ihn werfen.
Nun, auch das hat er noch gesagt:
"Wenn England einmal so geschlagen darniederliegen sollte wie Deutschland nach dem Weltkrieg, dann wünschte ich mir für England einen Mann wie Adolf Hitler."

Winston Churchill, 1938

Und dann noch das:

"Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte."
Quelle:
Churchill zu Lord Robert Boothby, zit. in: Sidney Rogerson, Propaganda in the Next War, Vorwort zur 2. Auflage 2001, ursprünglich 1938 erschienen.
Winston Churchill, Der Zweite Weltkrieg, Scherz, München 1960.
Winston Churchill in seinen „Erinnerungen".

Was denken Sie nun ueber W.C.?

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moritzdog 15.08.2010, 09:06
147.

Zitat von mannausvs
Nur war ja der Unterschied, dass die Deutschen den Briten in Sachen Lufthoheit ab 1942 hoffnungslos unterlegen waren und die Alliierten im Prinzip schalten und walten konnten wie sie wollten..Das macht die Leistung der Briten noch erbärmlicher und rechtfertigt in keinster Art und Weise die Tötung Millionen unschuldiger Deutscher durch das sogenannte "moral bombing". Und die Deutschen konnten zu Beginn des Krieges die Engländer durch ihre Luftangriffe auch deswegen nicht in die Knie zwingen, weil die Engländer in der Luftverteidigung mindestens ebenbürtig waren und Hitler eine unentschlossene Haltung gegenüber England zeigte; das wurde ja auch durch den Abzug den englischen Expeditionskorps vor Dünkirchen deutlich, als über 300.000 alliierte Soldaten durch Hitlers Verzögerungstaktik entkommen konnten!
Dem Himmel sei dank, dass der Gröfaz so viele entscheidende militärische Fehler gemacht hat. Im Übrigen konnten diese Großmäuler nicht mal das eigenen Volk vor Luftangriffen schützen. Verbrecherbande!

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moritzdog 15.08.2010, 09:07
148.

Zitat von suum.cuique
Ich bin immer wieder ueber den Selbsthass und dem Selbstzerfleischungswahn der Deutschen verwundert. Churchill's sinngemaesser Ausspruch, (sein Wunsch) dass die Deutschen er dann restlos besiegt sind wenn sie sich selbst im Eigenhass zerfleischen - scheint in Erfuellung gegangen zu sein.
Ich habe keinerlei Selbsthass oder dergleichen. Ich hasse lediglich die Naziapologeten.

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suum.cuique 15.08.2010, 09:14
149. Stimmt

Zitat von c++
Irgendwann wird man das Schwarzweißbild bei der Bewertung der jüngeren Geschichte überwinden. Churchill war ein großer Brite, und das ist wohl entscheidend, schließlich war er Führer der Briten im Krieg. Natürlich hat er Hitler gestoppt. Dafür hat er sich zum Erfüllungsgehilfen Stalins gemacht. Er hat nicht Polen vor D gerettet, sondern es an Stalin verscherbelt, wie auch die anderen Völker Osteuropas in die stalinistische Sklaverei geschickt. Erfolgreiche Politik sieht anders aus, zumal das britische Weltreich damit auch zu Ende ging. Der 2. WK wurde geführt, um die Machtverteilung in Europa neu zu ordnen. Winner: USA und UdSSR. Loser: Deutschland, Frankreich, Osteuropa, Großbritannien.
Stimmt, es ging vor allem England um die Machtverteilung und nicht um die "Nothilfe" fuer Polen bei der Kriegserklaerung an Hitler-Deutschland. Dies erklaert auch, warum man lediglich Deutschland den Krieg erklaert hatte und nicht auch dem 2. Agressor, der Sowietunion, die zusammen mit Hitlerdeutschland Polen ueberfallen hat.

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