Forum: Reise
Abenteuer vor der Haustür: Ein Bike, ein Schlafsack, 24 Stunden Zeit
Peter Bender

Minimale Vorbereitung, maximale Entspannung - das ist die erste Regel für sogenannte Overnighter. Die Kurzausflüge mit Übernachtung sind eine ideale Alltagsflucht für Radtourenfans.

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tomkey 22.08.2017, 14:18
1. Blödsinn

Was ist denn das wieder für ein Quatsch für etwas, was es schon seit Jahrzehneten gibt und gab? Overnighter-Was?? Wir sind in den 70ern und 80ern bereits als Stifte mit 13 14 15 Jahren über Nacht mit unseren Fahrrädern und ein paar Decken mit Schnüren und Klammern zum Zelt bauen weggeblieben. Kein Handy zudem. Kein Feuer, da wir wegen Waldbrand nix riskieren wollten. Wasser in Trinkflaschen reichte uns und dazu ein paar Kekse. Wir wollten was erleben und nicht opulent essen.
Aber in der heutigen Zeit muss ja das, was früher Gang und Gäbe unter den Kindern und Jugendlichen war als ein besonderes Event oder Hipster-Freizeitabenteuer verkauft werden. Arm dran wer den Artikel für besonders interessant hält.

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Hamberliner 22.08.2017, 14:20
2. Berlin im Dunkeln

Zitat von SPON
Im Zentrum bietet die Hauptstadt für einsame Overnighter kaum Optionen.
Berlin bietet im Zentrum jede Menge Optionen. Nicht nur Parks und Grünanlagen, sondern auch die dicht bewachsenen Ufer so mancher Kanäle. Und wenn man den Begriff "Zentrum" etwas weiter fasst: Am Teufelsberg scheinen im Sommer, wenn es warm ist, viele Overnighter draußen zu übernachten. Ich kannte mal einen, der ist nachts im Dunkeln mit dem Mountainbike da herumgebolzt. Auf einmal spürte er, wie er über einen sehr heftigen Knubbel fuhr. Unter sich hörte er: "Aua! Aua!". Was für eine geniale Art zu zählen, wie viele Räder das Fahrrad hat. Wäre er mit einem Dreirad herumgefahren, dann hätte es "Aua! Aua! Aua!" gemacht.

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cih 22.08.2017, 14:30
3. danke

sehr schön geschrieben. Ich radle auch viel und komme auf die ungewöhnlichsten Touren. Leider ohne zu übernachten.

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dwg 22.08.2017, 14:44
4.

Als Beispiel:

Bußgeldkatalog fürs Outdoor Feuermachen in Bayern
Tatbestand: Feuer in geschützten Gebieten entfacht (keine Brandstiftung).
Bußgeld: 50 Euro bis 2.500 Euro

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oljako 22.08.2017, 14:52
5.

Zitat von tomkey
Was ist denn das wieder für ein Quatsch für etwas, was es schon seit Jahrzehneten gibt und gab? Overnighter-Was?? Wir sind in den 70ern und 80ern bereits als Stifte mit 13 14 15 Jahren über Nacht mit unseren Fahrrädern und ein paar Decken mit Schnüren und Klammern zum Zelt bauen weggeblieben. Kein Handy zudem. Kein Feuer, da wir wegen Waldbrand nix riskieren wollten. Wasser in Trinkflaschen reichte uns und dazu ein paar Kekse. Wir wollten was erleben und nicht opulent essen. Aber in der heutigen Zeit muss ja das, was früher Gang und Gäbe unter den Kindern und Jugendlichen war als ein besonderes Event oder Hipster-Freizeitabenteuer verkauft werden. Arm dran wer den Artikel für besonders interessant hält.
Eine ganz tolle Geschichte, Klammern und Dunkelheit. Wer verkauft hier eigentlich was genau und zu welchem Preis? Gegen Ende noch mal eine Universalwatschen. Ihnen möchte ich lieber nicht im dunklen Wald begegnen.

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cih 22.08.2017, 15:22
6. @ tomkey

den ganzen Artikel mit den einzelnen Hinweisen gelesen? Er erwähnt selbst das Feuer nur in sicherem Gelände zu machen sei. Setzen 6

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MatthiasPetersbach 22.08.2017, 15:33
7.

Zitat von oljako
Eine ganz tolle Geschichte, Klammern und Dunkelheit. Wer verkauft hier eigentlich was genau und zu welchem Preis? Gegen Ende noch mal eine Universalwatschen. Ihnen möchte ich lieber nicht im dunklen Wald begegnen.
Nun ja, man kann es durchaus suspekt finden, wenn etwas, was ja weder neu noch spektakulär ist oder war, mit "moderner Bezeichnung" und maximal angehyptem Ton auf einmal als Sensation aufschlägt.

Nur weil jetzt auf einmal "Equipement" und Fahrrad ne Rolle spielen und das bis jetzt -offensichtlich und gottseidank- abseits der Wahrnehmung Vieler war, ist das trotzdem einfach "draussen pennen". Das machen unzählige Bäckpäcker oder Wanderer oder was auch immer. Die, die das OHNE Geld machen, heißen deshalb Penner.
Abends oder nachts irgendwo rumsitzen, die Sterne und die Natur zu beobachten kann ich tatsächlich nur empfehlen - auch und gerade mit Kindern. Das kann aber jeder - auch ohne "bike". Und das muß auch nicht die ganze Nacht über sein.

Denn man sollte sich darüber im Klaren sein, daß das Gesetz - und die Vernunft - einem klare Grenzen setzen, was man darf. Nicht überall darf man lagern, sich in der Dunkelheit aufhalten noch gar Feuer machen. Eigentlich fast nirgends.

Natürlich MACHEN das die Leute - und es wird auch ab und an geduldet oder nicht bemerkt. Was sich evtl. ändert, wenn entsprechende "Moden" sich unter denen verbreiten, die irrtümlich meinen, sie hätten ein Recht darauf. Der Negativ-Beispiele sind da genug, ob die Vollkaskovertreter jetzt Geocaching oder Bushcraft als neues Hobby wählen.
So gesehen ist der Bericht zwar schön geschrieben, ähnelt aber ein wenig den (Fehll)-empfindungen, denen Leute unterliegen, die ein geländegängiges Allradauto kaufen.

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spon-facebook-10000410355 22.08.2017, 15:38
8. Durchregulierung

dwg hat leider recht. Wildcampen und -grillen ist juristisch problematisch. Mit etwas Planung klappts dennoch: http://www.grillplatzverzeichnis.de/artikelsuche.php
https://www.outdoorseiten.net/wiki/Schutzhüttenverzeichnis
https://www.wild-campen.de/wild-campen-in-deutschland/

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MatthiasPetersbach 22.08.2017, 15:52
9.

Zitat von spon-facebook-10000410355
dwg hat leider recht. Wildcampen und -grillen ist juristisch problematisch.
Den Begriff "leider" sehe ich da eher zwiespältig. Feuer ist eben problematisch - nicht zuletzt in bzw. aus :) Händen von Leuten, die ansonsten eher die Modezeitungen ihres Fahrradladens konsumieren.

Und vor allen Dingen muß das ja auch nicht sein. Der Reiz des Overnightens :) :) :) liegt sicher woanders.
So sehr ich mich gerne draussen aufhalte, übernachte und penne - wenn ich mein Outdoorerlebnis mit Grillen und Feuer usw. abrunden will, findet man mich auf dem Zeltplatz, Trekkingplatz, woauchimmer. Wo es erlaubt ist.

Im Wald für die Nacht reichen mir ne Weinschorle, ein Vesperbrot und für morgens ein Schluck kalter Tee. Oder garnix. In zwei Tagen verhungert man nicht - und verdurstet man auch nicht.
Insbesonders, wenn man den ersten Tag NOCH daheim ist und am zweiten WIEDER. Und unterwegs im Halbstundenabstand an Zivilisation mit Verpflegung vorbeikommt.

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