Forum: Reise
Afrikas größtes Naturschutzgebiet: Grenzenlose Wildnis
Winfried Schumacher

Im Kavango-Zambezi-Naturschutzgebiet kämpfen Ranger für bedrohte Löwen, Elefanten und grenzenlose Natur. Doch das Miteinander von Mensch und Tier rund um den Park ist nicht immer einfach.

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eunegin 15.03.2017, 06:25
1. größtes Naturschutzgebiet - gleich rein mit dem Jeep!

Ja, man kann über Vermarktung, Einnahmequelle, Schutz verschiedener Meinung sein. Ich finde es aber schon bezeichnend, dass man ein Bild mit wunderbarerer Natur zeigt - und dann ein Geländewagen durchbrettert. Ich fahre ja auch nicht mit dem Auto durch den Wald im Nationalpark Bayerischer Wald....

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kuwacker 15.03.2017, 07:18
2. Ein guter Artikel...

... über die Konflikte zwischen Artenschutz und den berechtigten Ansprüchen der Bewohner dieser einzigartigen Landschaft. Zur Beruhigung: noch ist der Tourismus dort (auch durch die Übernachtungspreise) so sehr reguliert, dass keine Safari-Autobahnen durch die Parks führen und die Tiere riesige Rückzugsgebiete haben. Leider fehlen Hinweise auf die schlimme Situation der Nashörner, die unter extremem Wildererdrucks stehen und auch in den Schutzgebieten kurz vor der Ausrottung stehen. Auch hier ist die Nachfrage aus Asien nach dem medizinisch nutzlosen Horn die Ursache. Obwohl die Ranger täglich ihr Leben im Kampf riskieren, werden täglich 3 Rhinozerosse von Wilderern abgeschlachtet. Strikte Handelsverbote, die auch streng geahndet werden - auch, wenn korrupte Staatsorgane beteiligt sind - sind die letzte Chance der Dickhäuter und der Löwen im südlichen Afrika.

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Oskar ist der Beste 15.03.2017, 07:36
3. ...also...

...ich war in den letzten 5 Jahren 11 mal in dem Gebiet, davon 6x in Hwange und im Okawango 4 mal:
Zunächst einmal ist der Hype über Cecil vollkommen übertrieben. Das Tier war 15 Jahre alt und hatte damit seine Altersgrenze ohnehin schon erreicht, dann hat die Tötung dieses Tieres Hwange enorme Spenden und Aufmerksamkeit gebracht, was für den Erhalt dieses Parks enorm wichtig ist. In Hwange gibt es geschätzt über 1000 Löwen, was diesen Park zu einem der größten Löwenpopulationen in Afrika macht.
Tatsächlich ist den Einheimischen die Jagd auf Impalas erlaubt, damit sie überhaupt etwas Fleisch essen können.
Zum Thema Nashörner und Jeeps in den Parks: Nashörner gibt es in Hwange gerade einmal 3-4, die wirklichen Probleme sind in Süd Afrika, wo ein regelrechter Krieg tobt, der bereits mehr als 300 Menschenopfer gefordert hat. Und der Impakt, den ein paar Jeeps haben, die durch die Parks brettern ist gleich Null! Bitte nicht immer nur diese Dinge von der Couch her betrachten, sondern sich vor Ort selbst ein Bild machen. (und das muss nicht teuer sein!). Gut finde ich an dem Beitrag, daß dieser auch eine Werbung darstellt, daß Gebiet zu besuchen und das dies auch deutlich gemacht wurde:
Wir waren vor 3 Wochen in Hwange und es waren 3 weitere Touristengruppen im Park.

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Oskar ist der Beste 15.03.2017, 07:37
4.

Zitat von eunegin
Ja, man kann über Vermarktung, Einnahmequelle, Schutz verschiedener Meinung sein. Ich finde es aber schon bezeichnend, dass man ein Bild mit wunderbarerer Natur zeigt - und dann ein Geländewagen durchbrettert. Ich fahre ja auch nicht mit dem Auto durch den Wald im Nationalpark Bayerischer Wald....
Dieser Hinweis zeigt, daß Sie noch nie in den beschriebenen Gebieten gewesen sind. Und die positiven Effekte, die der Tourismus auf die Gebiete hat, überwiegt bei Weitem die Effekte, die die Fahrt von ein paar jeeps hat. Sie würden ja schliesslich auch nicht mit einem Mountain Bike auf Safari gehen?!

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frankenbaer 15.03.2017, 07:46
5. @1

Lospoltern ohne zu denken! Zu Fuß durch den Nationalpark? Viel Spaß!

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Oskar ist der Beste 15.03.2017, 13:56
6.

Zitat von frankenbaer
Lospoltern ohne zu denken! Zu Fuß durch den Nationalpark? Viel Spaß!
äh. walking safaris sind durchaus eine Option und wenn ein vernünftiger Guide dabei auch nicht gefährlicher als die Eröffnung des Sommerschlussverkaufs...Tiere gehen Menschen meistens aus dem Weg - wir passen nicht in das Beuteschema -, im übrigens sind gerade Großkatzen nicht ständig in der Laune, zu jagen.

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k70-ingo 15.03.2017, 20:25
7.

Zitat von eunegin
Ja, man kann über Vermarktung, Einnahmequelle, Schutz verschiedener Meinung sein. Ich finde es aber schon bezeichnend, dass man ein Bild mit wunderbarerer Natur zeigt - und dann ein Geländewagen durchbrettert. Ich fahre ja auch nicht mit dem Auto durch den Wald im Nationalpark Bayerischer Wald....
Sie waren noch nie auf Safari, stimmts?

Auf Safari brettert der Jeep nicht, sondern fährt mit Schrittgeschwindigkeit. Erst recht im Wasser wie auf diesem Foto.

Außerdem nehmen Raubtiere, speziell Löwen, Menschen, die im Fahrzeug sitzen, nicht als einzelnes (Beute)Tier wahr. Was aber der Fall ist, wenn clevere Zeitgenossen das Auto verlassen, um die neidlichen Kätzchen von Nahem zu fotografieren oder gar zu kuscheln. Dann ist es gut möglich, daß es denen ergeht wie den beiden Taiwanesen, die von den örtlichen Rangern posthum den Spitznamen "Chinese Takeaway" verpaßt bekommen haben.

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hnoi 15.03.2017, 22:15
8. nuja

Zitat von eunegin
Ja, man kann über Vermarktung, Einnahmequelle, Schutz verschiedener Meinung sein. Ich finde es aber schon bezeichnend, dass man ein Bild mit wunderbarerer Natur zeigt - und dann ein Geländewagen durchbrettert. Ich fahre ja auch nicht mit dem Auto durch den Wald im Nationalpark Bayerischer Wald....
Laut Artikel ist das Schutzgebiet aber ein bischen größer als der Nationalpark Bayrischer Wald:

"Es vereint mehr als 30 Nationalparks und Reservate in Angola, Namibia, Botswana, Sambia und Simbabwe. Auf einer Fläche größer als Deutschland ..."

Wäre zu Fuß oder per Fahrrad nicht ganz so einfach zu schützen ;)

Und wenn Sie im Nationalpark Bayrischer Wald waren, haben Sie wohl zumindest die Nationalparkstraße und vielleicht auch die Lusenstraße benutzt. Oder sind Sie von der Parkgrenze immer zu Fuß aufgebrochen?

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k70-ingo 15.03.2017, 23:17
9.

Zitat von eunegin
Ja, man kann über Vermarktung, Einnahmequelle, Schutz verschiedener Meinung sein. Ich finde es aber schon bezeichnend, dass man ein Bild mit wunderbarerer Natur zeigt - und dann ein Geländewagen durchbrettert. Ich fahre ja auch nicht mit dem Auto durch den Wald im Nationalpark Bayerischer Wald....
Sie werden erschüttert sein, aber im Okavango-Delta sind weite Bereiche noch nicht einmal per Geländefahrzeug zu erreichen, sondern nur per Flugzeug.

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